Ahlhorns Wochenende der Wahrheit / Brettorf vor Derby kleinlaut

Doppelte Titelprobe

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Voll fokussiert: Arne Grotelüschen (18) bereitet Ahlhorns Trainer Spaß. „Sein Kampfgeist zeichnet ihn aus. Zudem ist es beachtlich, wie er sich vorne rechts auf einer Position eingefügt hat, die er eigentlich noch nicht so oft gespielt hat“, sagt Coach Thomas Neuefeind.

Ahlhorn/Brettorf - Thomas Neuefeind weiß, was die Stunde geschlagen hat: „Dieses Wochenende wird zeigen, wohin die Reise geht.“ Dabei meint der Trainer des Ahlhorner SV nicht die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft – um diese zittert beim ASV nach neun Siegen in neun Partien niemand mehr. Es geht um den Titel in der Bundesliga Nord. Zunächst empfängt das Neuefeind-Team den TV Brettorf zum Derby (heute/18.30 Uhr), Sonntag um 11 Uhr kommt der zweitplatzierte VfK Berlin 01 nach Ahlhorn.

Dass der TVB nur auf Rang vier liegt, trübt Neuefeinds Blick nicht: „Wir sollten nicht vergessen, dass Brettorf bereits Berlin geschlagen hat. Ich sehe nicht, dass sie groß schwächeln. Außerdem werden sie ganz sicher gewillt sein, die Derby-Pleite von vor zwei Wochen wettzumachen.“

Sollte man denken, doch Brettorfs Trainer Ralf Kreye backt vor dem Nachbarschaftsduell kleine Brötchen: „Das entscheidende Spiel für uns ist am Samstag gegen Voerde. Dort müssen wir ohne Wenn und Aber gewinnen.“ Ahlhorn habe momentan „einen Lauf, vor allem Christoph Johannes ist richtig gut drauf. Daher stehen sie absolut zu Recht dort oben.“ Kreye bereitet Sorge, dass die Ahlhorn-Begegnung ordentlich Körner für das Spiel in Voerde (morgen/16 Uhr) kosten könnte. „Also drei Stunden muss es nicht wieder dauern“, sagt er in Erinnerung an das 4:5 im Hinspiel. Verzichten muss der TVB-Coach heute Abend auf Timo Kläner (Knieprobleme). Aus der Zweiten rücken für heute Dominik von Seggern und Jörn Kläner auf. Um sich beim ASV etwas ausrechnen zu können, „muss vor allem unser Zuspiel besser werden“, meint Kreye. Mit nach Voerde reisen morgen Patrick Poppe-Hirsch und Erik Hollmann (17).

Ahlhorn muss nach dem Derby erst Sonntag wieder ran, wohl ganz gut so. Denn gegen die Berliner werden die Ahlhorner jede Menge Ausdauer benötigen. Der amtierende Bundesliga-Nord-Meister stolperte zwar Anfang Mai gegen Brettorf, seitdem gab es aber sieben eindeutige Siege in Folge. „Berlin ist eine kompakte Mannschaft“, sagt Neuefeind: „Sie sind gut in der Abwehr, das Zuspiel passt von allen Positionen. Dazu haben sie mit ihrem Angreifer Lukas Schubert einen Ausnahmeathleten. Für uns muss es darum gehen, die Berliner von Anfang an unter Druck zu setzen.“

Doch selbst nach neun Siegen am Stück ist Neuefeind weit davon entfernt, die Leistungen seiner Mannschaft nur von Ergebnissen abhängig zu machen: „Ich will einfach immer eine konzentrierte Leistung sehen. Wenn wir dann trotzdem verlieren sollten, weil die beiden anderen Teams einfach noch ein Stück besser waren, wäre das für mich kein Weltuntergang.“

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