Ahlhorns Christoph Johannes droht Saisonaus / TV Brettorf reist zum Schlusslicht

„Das Schlimmste, was passieren konnte“

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ASV-Coach Thomas Neuefeind (l.) muss möglicherweise für den Rest der Hallensaison auf seinen Schlagmann Christoph Johannes verzichten.

Ahlhorn/Brettorf - Alle guten Wünsche für 2016 haben nichts gebracht. „Das neue Jahr ist schon verhagelt“, meint Thomas Neuefeind gequält. Am Mittwochabend verletzte sich Christoph Johannes im Training des Faustball-Erstligisten Ahlhorner SV so schwer, dass der Schlagmann für den Rest der Hallensaison auszufallen droht. „Das war das Schlimmste, was passieren konnte“, ächzt ASV-Coach Neuefeind.

Was war geschehen? Zum Aufwärmen kickten die ASV-Akteure auf kleine Kästen. Als Angreifer Johannes einen Schuss blocken wollte, knickte er böse mit dem rechten Fuß um. „Das sah nicht gut aus“, erinnert sich Neuefeind mit Grausen an die üble Szene. Die Bänder im Sprunggelenk seines „Hauers“ dürften durch sein. „Christophs Ausfall ist nicht zu kompensieren“, klagt der Übungsleiter.

Damit sind nicht nur die Planungen des Tabellenführers im Hinblick auf die deutsche Meisterschaft am 12. und 13. März in Hamm über den Haufen geworfen, sondern auch für das Heimspiel gegen den TSV Hagen 1860 (Sonnabend, 16 Uhr). Kurzzeitig überlegte Neuefeind, einen „alten Haudegen“ wie Nils-Christoffer Carl zu reaktivieren, entschied sich aber letztlich dagegen. Stattdessen setzt er auf den Nachwuchs. Arne Grotelüschen wird die Johannes-Position übernehmen, vorne rechts ist jetzt Lucas Overberg gefordert.

„Gegen Hagen wäre unter normalen Voraussetzungen ein 5:2 realistisch gewesen“, erläutert Neuefeind. „Jetzt wird’s natürlich schwieriger.“ Um die enorm starke Gästeabwehr mit Weltmeister Olaf Machelett zu überwinden, wäre die Schlaghärte von Christoph Johannes wichtig gewesen. „Aber da kann man nix machen“, seufzt Neuefeind.

Ohne Verletzungssorgen und mit dem Schwung des 5:4-Derbysieges gegen den ASV setzt der TV Brettorf die Saison an diesem Wochenende fort. Der Tabellendritte muss beim Schlusslicht MTV Hammah antreten (Sonnabend, 16 Uhr). „Ich bin überrascht, dass Hammah so weit unten steht“, sagt Brettorfs Trainer Ralf Kreye. Die Gastgeber haben ihre bisherigen fünf Partien allesamt verloren und konnten dabei erst sechs magere Satzgewinne verbuchen. Allerdings befindet sich der MTV nach dem Rückzug der Routiniers Björn Hoff und Jan Heitmann auch im Neuaufbau.

„Hammah hat nichts zu verlieren und könnte uns deshalb gefährlich werden“, warnt Kreye. Aus diesem Grund ermahnt er seine Crew eindringlich, „nicht überheblich an die Sache heranzugehen“.

mar

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