Zeichen stehen nach 2:5 auf Abstieg / TV Brettorf steuert weiter auf DM-Kurs

Ahlhorner SV steht am Abgrund

Voll im Soll: Hauke Rykena holte mit dem TV Brettorf in Berlin 2:2 Punkte. Foto: Uwe Spille

Brettorf/Ahlhorn – Für die Faustballer des Ahlhorner SV wird die Luft im Tabellenkeller der 1. Bundesliga Nord immer dünner. Nach der 2:5-Pleite beim VfL Kellinghusen stehen die Zeichen für das Schlusslicht auf Abstieg. Letztmals war der ASV vor 20 Jahren, in der Hallensaison 1999/2000, nicht erstklassig. Weit besser sieht es für den TV Brettorf aus. Der Tabellenzweite verlor zwar das Spitzenspiel beim Klassenprimus VfK 01 Berlin (2:5), gewann anschließend aber klar beim Aufsteiger Berliner TS (5:0) und hält im Kampf um die DM-Qualifikation weiterhin alle Trümpfe in der Hand.

VfL Kellinghusen – Ahlhorner SV 5:2 (11:5, 11:5, 11:6, 8:11, 8:11, 11:4, 11:5): Die Ahlhorner begannen mit Youngster Jan Hermes (Rückschlag) und Routinier Nils-Christoffer Carl (Angaben) im Angriff sowie Erik Grotelüschen, Tim und Mats Albrecht in der Abwehr. Christoph Johannes (Knieprobleme) setzte erneut aus. Die VfL-Angreifer Rouven Kadgien und Sascha Heidrich spielten sehr variabel und drückten der Partie von Beginn an ihren Stempel auf. „Kellinghusen war eine Klasse besser“, musste ASV-Spielertrainer Tim Albrecht eingestehen. Hochverdient gingen die ersten drei Sätze an die Hausherren. Von Kellinghusens Dominanz war nach der Pause nicht mehr viel zu sehen. Schon im dritten Durchgang war Andrej Macht für Jan Hermes in die Partie gekommen und Erik Grotelüschen aus der Abwehr in den Angriff gewechselt. „Das war die bessere Aufstellung“, fand Tim Albrecht. So kämpfte sich der ASV ins Spiel und gewann die Sätze vier und fünf. „Leider konnten wir das Momentum nicht in den sechsten Satz mitnehmen“, bedauerte Tim Albrecht. Schnell lag seine Crew mit 0:5 in Rückstand und verlor den Abschnitt schließlich mit 4:11. „Danach war das Spiel gegessen“, meinte Tim Albrecht. Im siebten Satz hatte der ASV kaum noch was entgegenzusetzen. „Es waren teilweise gute Ansätze zu sehen. Aber insgesamt war unsere Leistung zu schwankend. Mit Nachlässigkeiten und dummen Fehlern haben wir uns das Spiel kaputtgemacht“, analysierte Tim Albrecht: „Trotzdem haben wir noch alles in eigener Hand. Wir wollen versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen und irgendwie die Klasse zu halten.“

VfK 1901 Berlin – TV Brettorf 5:2 (11:5, 4:11, 11:4, 11:6, 4:11, 11:8, 11:9):  „Eigentlich haben wir ganz gut gespielt“, berichtete Brettorfs Betreuer Tim Lemke, der den urlaubenden Coach Klaus Tabke vertrat. Hauke Rykena, Malte Hollmann, Tom Hartung, Hauke Spille und Timo Kläner waren mit der Marschroute in die Begegnung gestartet, Risiko zu gehen und jede sich bietende Chance zu nutzen. „Gegen eine so erfahrene Mannschaft wie Berlin kann man nicht auf Sicherheit gehen“, erläuterte Lemke. Zweimal konnten seine Schützlinge einen Satzrückstand ausgleichen, ein drittes Mal gelang es ihnen nicht. „Die Chance war da, leider haben wir es nicht geschafft“, sagte Lemke. In den Sätzen sechs und sieben lag Brettorf zunächst vorn, am Ende triumphierte jeweils der VfK. „Ich hatte das Gefühl, dass mehr drin war. Berlin war einen Tick abgezockter“, erklärte Lemke.

Berliner TS – TV Brettorf 0:5 (9:11, 5:11, 1:11, 11:13, 3:11): In identischer Aufstellung spielend, hatten die Brettorfer mit dem Tabellenfünften keine Mühe. „Wir konnten geduldiger spielen, weil wir wussten, dass wir auch noch einen zweiten oder dritten Angriff bekommen würden“, schilderte Lemke. Eng wurde es lediglich im vierten Durchgang, als die Gäste nach einer 10:8-Führung beim 10:11 plötzlich Satzball gegen sich hatten. Doch auch diese brenzlige Situation lösten sie souverän und fuhren den erwarteten Sieg ein. „,Tabi‘ hat 4:2 Punkte von mir gefordert. 6:0 wären mir lieber gewesen. Aber wenn wir nächste Woche gegen den TK Hannover gewinnen, haben wir das Soll erfüllt – das sollte klappen“, bilanzierte Lemke.  mar

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