Buspanne und 4:5-Pleite in Leichlingen

Ahlhorner Odyssee ohne Happy End

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Auch das noch: Ahlhorns Mittelmann Mats Albrecht zog sich eine Oberschenkelzerrung zu.

Brettorf/Ahlhorn – Der Vereinsbus des Ahlhorner SV war gerade frisch repariert. Und dann das: Auf der Fahrt zum Auswärtsspiel beim Leichlinger TV versagte das Vehikel bei Dortmund vermutlich wegen eines Defekts an der Lichtmaschine den Dienst. Auch die ADAC-Pannenhilfe konnte nichts ausrichten, so dass der Bus abgeschleppt werden musste. Notgedrungen organisierten sich die Erstliga-Faustballer um Spielertrainer Tim Albrecht einen Leihwagen. Statt wie im Normalfall drei, waren die Ahlhorner satte siebeneinhalb Stunden unterwegs. Zu allem Überfluss verloren sie den folgenden Neun-Satz-Krimi mit 4:5 und Mittelmann Mats Albrecht wegen einer Oberschenkelzerrung. Besser lief es für den Landkreisrivalen TV Brettorf, der mit dem 5:1 beim TK Hannover seinen ersten Saisonsieg schaffte.

TK Hannover – TV Brettorf 1:5 (10:12, 6:11, 11:9, 3:11, 5:11, 5:11): Bei den Gastgebern, die zum Saisonauftakt überraschend mit 5:4 gegen den VfK 01 Berlin gewonnen hatten, fehlte Schlagmann Christos Michalakis. „Ich weiß nicht, was da gewesen ist, aber das kam uns natürlich entgegen“, sagte Brettorfs Trainer Klaus Tabke, der wie in der Vorwoche auf Mittelmann Hauke Spille (beruflich in den USA) verzichten musste. „Komischerweise tun wir uns in Hannover immer schwer“, wunderte sich Tabke. Denn seine Crew agierte im ersten Satz zunächst nicht konzentriert genug und geriet mit 8:9 in Rückstand. „Dann haben wir aufgedreht und den Satz noch für uns entschieden“, berichtete Tabke. Den zweiten Durchgang holten sich die Gäste mit 11:6. „Im dritten Satz haben wir dann geglaubt, dass wir nicht mehr Gas geben müssen, und haben prompt die Retourkutsche bekommen“, begründete Tabke das folgende 9:11. Doch nach der Pause drehte Brettorf auf, spielte clever und sehr variabel und punktete zunächst vorwiegend kurz und über die Seiten. „Und das Schussspiel passte am Ende auch“, freute sich Tabke. Im vierten Satz löste Vincent Neu Schlagmann Hauke Rykena ab, dem leichte Ellenbogenprobleme zu schaffen machten. Wie schon beim 1:5 gegen den VfK 01 Berlin belebte Neu das Brettorfer Angriffsspiel. Trotz des klaren Sieges vermisste Coach Tabke „so ein bisschen die Spielfreude“.

Leichlinger TV – Ahlhorner SV 5:4 (11:4, 6:11, 11:6, 11:7, 5:11, 11:8, 7:11, 3:11, 12:10): Die Odyssee aus dem Oldenburger Land ins Rheinische hatte die Ahlhorner ganz schön geschlaucht. Nach verkürzter Einspielzeit verloren sie den ersten Satz glatt mit 4:11. Im zweiten Durchgang kamen sie besser mit den Angaben von Christian Weber zurecht und schafften den Satzausgleich. Anschließend erwischte es Mats Albrecht – der ASV-Mittelmann konnte nicht mehr weitermachen. Für ihn kam Christoph Johannes in die Partie, obwohl den Schlagmann seit geraumer Zeit Kniebeschwerden plagen. Die Sätze drei und vier gingen an die Hausherren, der fünfte an den ASV, weil Nils-Christoffer Carl die präzisen Zuspiele nun konsequent verwertete. Trotzdem standen die Gäste nach dem folgenden 8:11 mit dem Rücken zur Wand. Der ASV mobilisierte die letzten Reserven, spielte alles oder nichts – und kämpfte sich tatsächlich in den Entscheidungssatz. Doch an diesem Tag lief einfach alles gegen die Ahlhorner, die bei drei knappen Blockduellen Pech hatten und nach gut zweieinhalbstündiger Spielzeit mit 10:12 den Kürzeren zogen. „Die Niederlage ist bitter! Im Kampf um den Klassenerhalt wäre ein Sieg wichtig gewesen. Aber wir haben noch genug Möglichkeiten und müssen nicht schwarzsehen“, meinte Tim Albrecht.

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