Ahlhorner SV gewinnt hartumkämpftes Derby beim TV Brettorf mit 5:4

Neuefeind: „Da sieht man das Selbstvertrauen“

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ASV-Coach Thomas Neuefeind verpasst Tim Albrecht eine Siegerdusche.

Brettorf - Von Sven Marquart. Was für ein Krimi! Zweidreiviertelstunden spannender Sport, Krämpfe auf beiden Seiten und ein verdienter Sieger: Mit 5:4 (11:9, 12:10, 7:11, 2:11, 11:5, 9:11, 11:6, 9:11, 11:5) behaupteten sich die Faustballer des Ahlhorner SV am Freitagabend im Lokalderby beim TV Brettorf und bleiben damit das einzige noch ungeschlagene Team in der 1. Bundesliga Nord.

„Nicht der Glücklichere hat gewonnen, sondern der Bessere.“ Das durfte ASV-Coach Thomas Neuefeind mit Fug und Recht behaupten. Während seine Mannschaft in der Vergangenheit schnell dazu neigte, in sich zusamennzubrechen, wenn es mal nicht lief, steckte sie diesmal auch in kritischen Phasen nicht auf und war jederzeit bereit zu kämpfen. „Und das war genau das, was wir uns vorgenommen hatten.“

Zwar erwischte der TV Brettorf den deutlich besseren Start und legte im Auftaktsatz ein schnelles 5:0 vor, doch der ASV konterte und gewann den Durchgang mit 11:9. Im zweiten Satz verspielten die Gäste zunächst einen 3:0-Vorsprung und sahen sich beim 8:10 zwei Satzbällen gegenüber. Doch mit vier Punkten in Folge verschaffte sich der Tabellenführer eine 2:0-Satzführung. Anschließend punktete Brettorfs Schlagmann Tobias Kläner ein paar Mal mit kurzen Angaben. Neuefeind reagierte und beorderte seinen Mittelmann Tim Albrecht ein ganz Stück weiter nach vorne. Diese Maßnahme fruchtete aber erst später, denn vor der ersten Satzpause konnten die Gastgeber auf 1:2 verkürzen.

Die zehnminütige Unterbrechung schien den Brettorfern wesentlich besser bekommen zu sein, denn im Eiltempo marschierten sie zum Satzausgleich. Allerdings litten ihre Angreifer Tobias Kläner und Malte Hollmann nach wie vor unter dem durchwachsenen Zuspiel. „Dabei haben wir das am Abend vorher extra noch eine halbe Stunde geübt – da fehlt mir das Verständnis“, ärgerte sich Trainer Ralf Kreye. Die Vorderleute bekamen ebenfalls ihr Fett weg: „Tobi und Malte waren nicht kaltschnäuzig genug und haben zu oft auf Mann gespielt.“

Auch ASV-Schlagmann Christoph Johannes bekam die Bälle beileibe nicht immer maßgerecht serviert. „Aber Christoph war sehr gut aufgelegt und hat sensationell über außen gepunktet“, lobte Thomas Neuefeind seinen Hauptangreifer.

Der Spitenreiter legte zum 3:2 und 4:3 vor, doch dem TV Brettorf gelang jeweils der Ausgleich. So musste der neunte Satz die Entscheidung bringen. Beim letzten Seitenwechsel führten die Gäste mit 6:1. „Nicht aufgeben!“, forderte Brettorfs Kapitän Christian Kläner von seinen Teamkollegen. Doch wenig später hatte der ASV beim 10:3 sieben Matchbälle. Zwei konnte die Kreye-Crew noch abwehren, den dritten verwandelte Christoph Johannes mit einem kurz geschlagenen Angaben-Ass. „Da sieht man das Selbstvertrauen“, meinte Neuefeind.

„So eine Niederlage vor eigenem Publikum tut weh, aber das ist noch kein Weltuntergang“, blickte Kreye bereits kurz nach Spielende wieder nach vorn.

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