Ahlhorner Faustballer triumphieren mit U18-Nationalmannschaft in Kellinghusen

EM-Gold für Paul Barklage und Arne Grotelüschen

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Die Ahlhorner Arne Grotelüschen (vorne, 2.v.r.) und Paul Barklage (hinten, l.) holten mit der deutschen U18-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Kellinghusen die Goldmedaille.

Ahlhorn - Der Weltmeister ist nun auch Europameister: Durch ein überraschend deutliches 3:0 über die favorisierten Österreicher haben sich die deutschen U18-Faustballer in Kellinghusen den EM-Titel gesichert. Zur Auswahl des Trainerduos Roland Schubert und Hartmut Maus gehörten unter anderem Arne Grotelüschen und Paul Barklage vom Ahlhorner SV.

Dabei hatten die deutschen Titelhoffnungen bereits in der Vorrunde einen herben Dämpfer bekommen: Nach dem glatten 3:0 (11:8, 11:7, 11:3) zum Auftakt über Titelverteidiger Schweiz, setzte es in der zweiten Partie ein 0:3 (10:12, 10:12, 8:11) gegen Österreich. „Die Österreicher haben uns ein bisschen überrascht. So stark hatten wir sie nicht erwartet“, berichtete der deutsche Kapitän Arne Grotelüschen. Besonders im Angriff hatte sich die Crew von Austria-Coach Klemens Kronsteiner im vergangenen halben Jahr immens gesteigert.

Während sich die Österreicher als Gruppensieger direkt für das Endspiel qualifizierten, mussten die Gastgeber den Umweg über das Halbfinale gehen, wo sie das Ausscheiden nur mit Mühe und Not verhindern konnten: Gegner Schweiz führte bereit mit 2:0 in den Sätzen (11:9, 11:9). Dann wechselten die Bundestrainer Schlagmann Cedric Trinemeier (TV Käfertal) ein. „Das war die richtige Entscheidung. Cedric hat super gespielt und sehr viel Druck gemacht“, lobte Arne Grotelüschen, der am Finaltag nicht zum Einsatz kam, während Paul Barklage alle vier Turnierspiele bestreiten durfte.

Deutschland gewann die Durchgänge drei und vier jeweils mit 11:7. Der Entscheidungssatz hätte dann knapper nicht sein können: Nach Matchbällen für beide Teams zogen die Deutschen erst mit dem allerletzten Punkt zum 15:14 ins Goldmatch ein.

Diesmal wurde Österreich überrumpelt: Mit 3:0 (11:4, 11:6, 11:7) ging der Titel an Deutschland. „Ein tolles Gefühl!“, jubelte Arne Grotelüschen. Der WM-Sieg im vergangenen Jahr sei zwar höher einzuschätzen. „Aber das kommt schon ziemlich dicht ran, weil das Leistungsniveau bei der EM sehr hoch war.“ Nur lange auskosten konnte Grotelüschen den Triumph nicht. Nach der Siegerehrung ging es für ihn nach Hamburg und von dort per Flugzeug in die ungarische Hauptstadt Budapest zur Studienfahrt.

mar

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