Ahlhorn besiegt Kellinghusen – aber jetzt Showdown in Hammah um DM-Ticket

Entscheidung vertagt

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Duell der Angreifer: Kellinghusens Kapitän Tom Kröger (rechts) setzt sich hier an der Leine gegen Ahlhorns Christoph Johannes durch. Am Ende behielt der ASV aber die Oberhand.

Ahlhorn - Von Cord Krüger. Thomas Neuefeinds Jubel hielt sich in Grenzen. „Mehr als ein Pflichtsieg war es nicht“, urteilte der Trainer der Bundesliga-Faustballer vom Ahlhorner SV nach dem 5:1 (11:4, 11:6, 8:11, 12:10, 11:9, 11:7)-Erfolg über den VfL Kellinghusen, mit dem seine Männer die Chance aufs Ticket für die deutschen Meisterschaften wahrten. Nur zu gern hätten sie nach ihrem letzten Saison-Heimspiel am Samstagabend schon den sicheren Einzug in dieses Endrunden-Turnier gefeiert, doch zwei Stunden zuvor hatte der bisher unbesiegte Spitzenreiter TV Brettorf bei Ahlhorns ärgstem Verfolger MTV Hammah seine erste Niederlage kassiert. Also reist der drittplatzierte ASV in zwei Wochen zum Showdown beim Vierten Hammah. „Bis dahin müssen wir uns aber noch steigern“, ahnte Ahlhorns Schlagmann Christoph Johannes, „sonst gewinnen wir da nicht.“

Der Hauptangreifer nannte auch gleich jenen Mannschaftsteil, der ihm gar nicht gefiel: „Ich darf das ja sagen – das war der Angriff“, geißelte sich der Hauptangreifer: „Von der Annahme her war es noch okay, aber in der Angabe und im Rückschlag viel zu fehlerlastig. Heute ist es noch gut gegangen, aber mit Sicherheit nicht so gut, als dass wir beruhigt nach Hammah fahren könnten.“

So hart ging Neuefeind mit Johannes nicht ins Gericht: „Wenn es drauf ankam, hat Christoph gepunktet – nur zwischendurch mal ein paar Fehler eingestreut“, urteilte der ASV-Coach. „Insgesamt bin ich aber zufrieden. Wir haben eine gute Abwehrleistung gezeigt – und es war eine Gelegenheit, das Verhalten in engen Spielsituationen zu üben.“

Nach solch engen Phasen sah es zu Beginn nicht aus. Die Hausherren hatten schnell eine 2:0-Satzführung hingelegt. Doch im dritten Durchgang bäumte sich Kellinghusen auf, gestaltete das Spiel offen, während sich bei Ahlhorn leichte Nachlässigkeiten einschlichen – und die Gäste verkürzten. „Mit der Punktausbeute in diesem Satz war ich nicht zufrieden – spielerisch hätte da einiges besser laufen können“, urteilte Neuefeind.

Auch in Runde vier schenkten sich beide Seiten nichts – die stand bis zum 9:9 Spitz‘ auf Knopf. Doch Christoph Johannes machte mit einem platzierten Schmetterball in der Verlängerung den Sack zu – 12:10. Klarer schien die Angelegenheit in Satz fünf, als die Neuefeind-Crew zwischenzeitlich mit 9:4 führte. Beim 10:7 wehrte Kellinghusens starker Schlagmann Tom Kröger den ersten Satzball mit einem Ass ab, sein Pendant Johannes vergab den zweiten per Angabefehler – 10:9. Doch beim nächsten Ballwechsel war Kellinghusen geschlagen. Und im sechsten Durchgang bewahrte Ahlhorn trotz des zwischenzeitlich von 9:4 auf 9:7 dahingeschmolzenen Polsters die Nerven und nutzte den ersten Matchball zum 11:7.

„Wir wollten so wenig Sätze wie möglich verlieren – das haben wir geschafft“, bilanzierte Neuefeind hinterher. „Aber man hat gesehen, dass Kellinghusen in den einzelnen Durchgängen immer ziemlich nah rangekommen ist, obwohl wir hoch in Führung lagen.“ In diesen Phasen holte Sören Dahms bei kurz geschlagenen Angriffen einige Bälle und zeigte ein solides Zuspiel – sehr verlässlich. „Mit ein bisschen mehr Glück auf Kellinghuser Seite hätten sie einen oder zwei Sätze mehr gewinnen können“, ahnte Neuefeind. „Am Ende hat sich unsere Erfahrung durchgesetzt.“

Jetzt muss der ASV-Coach noch den Feinschliff für ein gelungenes Saisonfinale ansetzen. „Klar hätten wir es lieber gesehen, wenn Brettorf uns heute in Hammah ein bisschen Schützenhilfe geleistet hätte und wir heute schon für die ,Deutschen‘ qualifiziert gewesen wären“, räumte Neuefeind ein. „Aber wer zu den Titelkämpfen will, muss eben auch Hammah schlagen – und bis dahin haben wir ja noch zwei Wochen Zeit zum Trainieren.“

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