Fußball-Bezirksliga: Mittelfeldspieler verlässt Wildeshausen in der Winterpause

Abrahams Abschiedsspiel gegen den Tabellenführer

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Sascha Abraham verlässt den VfL Wildeshausen in der Winterpause. ·

Wildeshausen - Von Michael HillerEs wurde ein kurzes Intermezzo: Nach nur einem halben Jahr wird Sascha Abraham die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen schon wieder verlassen. Im Heimspiel gegen den Tabellenführer TSV Oldenburg (Sonntag, 14 Uhr) verabschiedet sich der Mittelfeldspieler aus dem Krandel-Stadion. Zugleich wird es auch sein letztes Spiel im VfL-Trikot sein – vorausgesetzt, das am vergangenen Wochenende ausgefallene Spiel beim TuS Varel wird nicht mehr in diesem Jahr neu angesetzt.

Seine Zelte hat der 21-Jährige in der Kreisstadt allerdings schon jetzt abgebrochen. Dort hatte er im Sommer dieses Jahres nicht nur beim Bezirksligisten als aktiver Fußballer angeheuert, sondern auch eine Ausbildung als Sport- und Fitnesskaufmann begonnen. Doch genau im letzteren Bereich lag der Knackpunkt, wie Fußball-Abteilungsleiter Ottmar Jöckel bestätigt. „Dieses Projekt hat nicht so funktioniert, wie es sein sollte“, erklärt Jöckel, ohne weiter ins Detail gehen zu wollen. Bereits Ende September sei die Ausbildung abgebrochen worden. „Und damit“, gibt Jöckel zu, „war für mich einhergehend, dass Sascha auch für den rein sportlichen Bereich nicht bleiben würde.“

Sascha Abraham, vom Heidmühler FC nach Wildeshausen gekommen, zieht es nun wieder in den Norden. Der 21-Jährige ist bereits zurück nach Wilhelmshaven gezogen, liebäugelt in der Winterpause mit einem Wechsel zur Regionalliga-Reserve des SV Wilhelmshaven. „Mir fehlen nur noch der Pass und die Freigabe“, sagt Abraham in der Hoffnung, dass ihm aus Wildeshausen in dieser Hinsicht keine Steine in den Weg gelegt werden.

Aus sportlicher Hinsicht ist Abrahams Abgang für den VfL Wildeshausen natürlich ein großer Verlust. Das weiß auch Trainer Jürgen Gaden. „Er hat bei uns viel bewirkt, die meisten Tore geschossen und war teamfähig. Er hat gut in die Mannschaft gepasst“, bedauert Gaden den Verlust des Mittelfeldspielers, der es auf acht Treffer brachte. Nachrüsten werden die Wildeshauser in personeller Hinsicht aber nicht mehr. „Wir werden interne Lösungen finden, um die Lücke zu schließen“, sagt Gaden, der sich beispielsweise den A-Jugendlichen Janek Jacobs gut in der Rolle vorstellen könnte. Klar ist für den VfL-Trainer aber auch, dass sein Team jetzt im weiteren Verlauf noch stärker aufpassen muss, um nicht unten reinzurutschen. „Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist alles anderes als groß“, warnt Gaden.

Und schon am Wochenende könnte dieser Vorsprung noch kleiner werden, wenn die Wildeshauser gegen den souveränen Spitzenreiter der Bezirksliga, den TSV Oldenburg, leer ausgehen und die Konkurrenten Punkte holen. „Oldenburg ist der Dino der Liga“, umschreibt Gaden die Kräfteverhältnisse zwischen seiner Mannschaft und dem TSV. 15 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Heidmühler FC, dazu der beste Angriff (48 Tore) und die beste Abwehr (17) – mit diesen Empfehlungen kommt Oldenburg ins Krandel-Stadion und ist dort klarer Favorit. Besonders die TSV-Torjäger Robert Plichta (14), Oguz Deniz (13) und Sergej Müller (7) müssen die Wildeshauser in den Griff bekommen. Einzig der BV Bockhorn konnte dem Tabellenführer bislang die beiden einzigen Niederlagen zufügen. „Bockhorn hat gezeigt, wie es geht. Warum soll uns da nicht auch eine Überraschung gelingen?“, fragt Gaden und erinnert an das Hinspiel. Das habe sein VfL zwar mit 0:2 verloren, aber: „Wir haben uns sehr gut verkauft, am Ende aber aufgrund individueller Fehler selbst geschlagen.“ Genau das soll am Sonntag nicht noch einmal passieren. Ein Wunsch, den auch Sascha Abraham hegt: „Ich möchte noch einmal Vollgas für den VfL geben und mich mit einem Sieg verabschieden.“

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