Fußball: Wildeshausens furioses Finale beim 3:3 gegen den TSV Oldenburg

Abraham trifft, Schmale rettet

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Marco Gruel hätte zum Matchwinner für den VfL werden können, scheiterte aber mehrfach aus guten Positionen vor dem Tor. ·

Wildeshausen - Von Michael Hiller„Schade, dass nicht noch zehn Minuten länger zu spielen waren – dann hätten wir das Spiel bestimmt gewonnen“, meinte Daniel Pasker nach dem Schlusspfiff. Aber auch mit dem 3:3 (1:1) gegen den souveränen Spitzenreiter TSV Oldenburg dürften der Abwehrspieler und sein VfL Wildeshausen in der Fußball-Bezirksliga gestern Nachmittag zufrieden gewesen sein.

Denn beinahe wäre ihnen auch der eine Punkt in der Nachspielzeit geraubt worden. Dem „Köpfchen“ von Kai Schmale hatten es die Wildeshauser zu verdanken, dass die spannende und unterhaltsame Begegnung im Krandel-Stadion mit einem gerechten Remis endete. Der VfL-Kapitän klärte einen Kopfball von Stefan Frye auf der Linie, ehe direkt danach der Abpfiff des guten Schiedsrichters Benjamin Henke ertönte. „Über die gesamte Spielzeit gesehen hatten wir zwar die Mehrzahl an guten Chancen, insgesamt gesehen geht das Ergebnis aber in Ordnung“, meinte Wildeshausens Co-Trainer Peter Görke.

Der VfL erwischte einen schwungvollen Beginn. Ausgerechnet Sascha Abraham war es, der gleich in der fünften Minute für einen sehenswerten Auftakt sorgte: In seinem letzten Heimspiel im VfL-Trikot brachte er sein Team in Führung, als er mit dem Rücken zum Tor stehend einen Pass von Sascha Görke mit der Brust annahm und dann aus der Drehung direkt versenkte. Ein Klasse-Tor, bei dem allerdings der zu weit vor seinem Kasten stehende TSV-Keeper Kevin Krzyzostniak nicht gut aussah. Welchen Verlauf die Partie wohl genommen hätte, wenn der VfL in der 15. Minute auf 2:0 erhöht hätte, ist spekulativ – die Chance dafür war aber auf jeden Fall da. Nach einem Trikotzupfer des Oldenburgers Tamufor-Munabit an Marco Gruel im Strafraum hatte der Linienrichter die Fahne schon in die Höhe gerissen. Doch Wildeshausens Stürmer lief weiter, baute auf den Vorteil – und scheiterte am Torhüter.

„Danach war bei uns leider die Ordnung weg, wir sind nur noch hinterher gelaufen“, stellte Peter Görke fest. Dem TSV bot sich mehr und mehr die Möglichkeit, seine Klasse zu beweisen. Beim Ausgleich allerdings halfen Glück und VfL-Keeper Sebastian Pundsack mit, als sich eine verunglückte Flanke von Pavel Ciapa ins Tor senkte (32.).

Kurz vor und nach der Pause boten sich Gruel die nächsten beiden Riesenmöglichkeiten, doch jeweils freistehend verzog er. Stattdessen – und das ist im bisherigen Saisonverlauf fast schon typisch für Wildeshauser Heimspiele – fiel ein Gegentor (Oguz Deniz/55.).

Das Szenario wiederholte sich noch einmal: Während Abraham, Gruel und der mittlerweile von der Liberoposition ins Sturmzentrum beorderte Schmale gleich drei gute Möglichkeiten ausließen, langte auf der Gegenseite Ertunc Sarigül nach einem Konter zum 1:3 zu (83.) – das Spiel schien gelaufen. Doch als die ersten VfL-Fans das Stadion schon verlassen wollten, begann das furiose Finale: Erst stocherte der aufgerückte Verteidiger Daniel Pasker die Kugel zum 2:3 über die Linie, und dann gelang Sascha Abraham wiederum nur eine Minute später der Ausgleich. Sein Kopfball aus 15 Metern nach Jacobs-Flanke sprang von der Latte auf den Rücken des TSV-Keepers und von dort ins Tor.

In der Schlussphase sah Oldenburgs Torschütze Ciapa noch die „Ampel“, ehe Schmales Rettungstat das rassige Match beendete.

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