VfL zeigt beim 1:4 gegen TSV Oldenburg miserable Leistung

Abraham sorgt für einzigen Wildeshauser Lichtblick

Einziger Lichtblick in einem aus Wildeshauser Sicht ganz schwachen Spiel: Sascha Abraham (2.v.l.) gewinnt das Kopfballduell gegen Nicolas Hoffmann und trifft zum 1:2. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Saftlos, kraftlos, ideenlos: Nach einer miserablen Leistung mussten sich die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen dem TSV Oldenburg mit 1:4 (1:2) geschlagen geben. Dass die Niederlage vielleicht um ein Tor zu hoch ausfiel – geschenkt!

„Ich bin nicht nur maßlos enttäuscht, sondern stinksauer!“, schnaubte Marcel Bragula nachdem er seinen Mannen noch auf dem Platz die Leviten gelesen hatte. „Das war desolat! Den Schritt, den wir in den letzten drei Wochen nach vorn gemacht haben, haben wir jetzt wieder zurück gemacht“, ärgerte sich der VfL-Coach. Nach zuvor drei Partien ohne Niederlage, habe sein Team „wohl gedacht, es geht von allein“.

Besonders in der ersten Halbzeit fand Bragula seine Elf „erschreckend schwach“. Die Krandel-Kicker ließen dabei so ziemlich alle Tugenden vermissen, die sie sonst auszeichnen. Während die Platzherren schläfrig wirkten, war Mohamed Alawie nach drei Minuten hellwach und erzielte im Anschluss an einen Eckball das 1:0 für die Gäste. Immer wieder versuchte Bragula seine Crew aufzurütteln – vergeblich!

Die Wildeshauser agierten viel zu körperlos in den Zweikämpfen, wenn sie denn mal hineinkamen. Im Spiel nach vorne fehlte die Zielstrebigkeit. So kam der VfL erstmals nach 25 Minuten gefährlich vor das TSV-Tor. Doch Sascha Görke wurde in aussichtsreicher Schussposition abgeblockt. Stattdessen erhöhte Jannik Vollmer per Freistoß auf 2:0 (30.). „Jungs, ihr spielt einen Scheiß hier“, schimpfte Bragula an der Seitenlinie. Nur wenig später köpfte Sascha Abraham eine Freistoßflanke von Jan Lehmkuhl zum 1:2 ein (32.). Es sollte der einzige Lichtblick aus Wildeshauser Sicht bleiben.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs stellte Bragula um. Er beorderte Tom Schmidt ins zentrale Mittelfeld. Dort konnte der Debütant bei seinem ersten Herrenspiel mehr Akzente setzen als vor dem Seitenwechsel als Rechtsverteidiger. Der NFV-Auswahlspieler bediente mit einem Freistoß Maximilian Seidel, dessen Kopfball nur knapp über den Querbalken strich (49.).

„Die zweite Halbzeit war etwas besser, was Mut und Engagement angeht. Aber nach vorne waren wir hilflos. Da fehlte die Kreativität, und bei den Standards waren wir zu unkonzentriert“, monierte Bragula. Trotzdem blieb die Partie offen. Bis TSV-Kapitän Marten Niemeyer aus 20 Metern abzog und der Ball unhaltbar hinter Sebastian Pundsack zum 3:1 einschlug (73.).

Die Wildeshauser versuchten es nun mit der Brechstange und forderten in der 82. Minute vergeblich einen Handelfmeter. „Am Schiedsrichter hat es aber nicht gelegen“, meinte Bragula, obwohl er mit mehreren Entscheidungen von Manuel Kramer (FC RW Sande) nicht einverstanden war. Auch die Jokerqualitäten von René Tramitzke kamen diesmal nicht zum Tragen: Der eingewechselte Sturmtank verfehlte knapp das Ziel (86.). Dafür stand Remigius Wild nach einem Eckstoß von Marten Niemeyer völlig blank und durfte ungehindert zum 4:1 einköpfen (90.+3).

„Das war eines unserer schwächeren Spiele – leider zum völlig falschen Zeitpunkt“, ächzte Bragula. Seine Mannschaft bleibt weiter auf einem Abstiegsplatz kleben. Der Abstand aufs rettende Ufer ist wieder von drei auf vier Punkte angewachsen.

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