Coach Bragula befördert Meier und Hesselmann

Abraham, Cebulla und Dittmar heuern im Krandel an

Künftig Mannschaftskollegen: Frederik Dittmar (l.) während eines Probetrainings beim VfL Wildeshausen zusammen mit Bastian Stuckenschmidt. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquardt. Knapp vier Wochen, nachdem der VfL Wildeshausen den Klassenerhalt perfekt gemacht hat, beginnt der Fußball-Landesligist auch schon wieder mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Zum Trainingsauftakt am Donnerstag, 30. Juni, werden VfL-Coach Marcel Bragula und sein neuer (spielender) Co-Trainer Sven Apostel auch drei weitere Neuzugänge begrüßen können.

Die mit Abstand namhafteste Verstärkung ist Sascha Abraham. Der torgefährliche Offensivmann kommt vom Bezirksligisten TuS Emstekerfeld. Zuvor kickte der 26-Jährige beim Landesligisten TSV Oldenburg. Aber auch im Krandel ist Abraham kein Unbekannter: Zu Beginn der Saison 2011/2012 wechselte er vom Heidmühler FC nach Wildeshausen, ehe er nach nur einem halben Jahr berufsbedingt zum SV Wilhelmshaven weiterzog, wo er Oberliga- und sogar Regionalliga-Erfahrung sammelte.

Doch die Sache hat einen Haken: Abraham laboriert derzeit an einem Knorpelschaden im linken Knie. „Er hat sein letztes Spiel im Oktober 2015 bestritten“, berichtet VfL-Fußballabteilungsleiter Ottmar Jöckel. „Wir müssen sehen, was mit Sascha wird. Wenn er wieder komplett gesund wird und zu alter Form findet, ist er ein absoluter Gewinn für uns“, betont Bragula.

Abraham selbst ist jedenfalls fest davon überzeugt, dass er wieder richtig fit wird. „Vielleicht kann ich es bis zum Saisonbeginn schaffen. Aber spätestens zur Winterpause will ich wieder bei hundert Prozent sein“, bekräftigt der Cloppenburger. Der angehende Sport- und Fitnesskaufmann fühlt sich „als Rechtsaußen am wohlsten“, kann laut Bragula aber auch auf allen anderen Positionen in der Offensive spielen: „Er ist kopfball- und spielstark, technisch versiert und hat eine gute Qualität im Abschluss.“

Auf Empfehlung von Servet Zeyrek, der ihn in der vergangenen Saison beim Bezirksligisten VfB Oldenburg II trainiert hat, wechselt Christoph Cebulla nach Wildeshausen. Zuvor schnürte der 23-Jährige seine Stollenschuhe für den Ahlhorner SV und den SV Höltinghausen in der Bezirksliga. Cebulla ist auf den offensiven Außenbahnen zuhause. „Christoph ist unheimlich schnell. Wir müssen sehen, wie er reinkommt und dürfen die Erwartungshaltung nicht zu hoch schrauben“, mahnt Bragula.

Dritter im Bunde ist Frederik Dittmar, der zuletzt unter Sven Apostel beim A-Junioren-Bezirksligisten TSV Ganderkesee spielte. Der 17-jährige Linksfuß kann sowohl offensiv als auch defensiv auf dem linken Flügel und zudem auf der Sechs eingesetzt werden. Der Delmenhorster dürfte auch noch in der A-Jugend spielen, zählt aber zum Landesliga-Aufgebot. „Frederik hat eine gute Ballbehandlung und ein gutes Passspiel und ist für für einen 17-Jährigen auch schon taktisch sehr weit“, zählt Bragula die Vorzüge des Youngsters auf.

Zudem plant der Übungsleiter, in Pascal Hesselmann und Marius Meier zwei Akteure aus der eigenen U 23 in den Kader der ersten Mannschaft zu befördern. „Wenn sie in der Vorbereitung das bestätigen, was wir von ihnen gesehen haben.“ Innenverteidiger Hesselmann soll den beruflich bedingten Weggang von Jan Gusfeld-Ordemann kompensieren. Der 20-Jährige kam bereits in den letzten drei Landesliga-Saisonspielen zum Einsatz und machte seine Sache sehr ordentlich.

Marius Meier ist ein Kandidat für die Nachfolge von Rechtsverteidiger Kai Meyer, der sich in die vierte Wildeshauser Mannschaft zurückgezogen hat. „Marius ist zweikampfstark, schnell und robust, aber er muss sich technisch-taktisch weiterentwickeln“, fordert Bragula. Konkurrenz dürfte der 20-Jährige durch Tim Albus bekommen, der wegen Knieproblemen lange aussetzen musste, nun aber wieder angreifen will.

Nach dem Wechsel von Flügelstürmer Janek Jacobs zum Oberligisten BV Cloppenburg (wir berichteten) muss Bragula nun noch einen weiteren herben Verlust verkraften: Mittelfeld-Antreiber Storven Bockhorn steht ihm aus privaten und beruflichen Gründen ab sofort nicht mehr zur Verfügung. „Wir haben vereinbart, dass Storven erst einmal bis zum Ende des Jahres aussetzen wird – dann sehen wir weiter“, erläutert Fußballboss Jöckel. Bockhorns Spielerpass bleibe aber auf jeden Fall beim VfL. „Der Weggang von Janek Jacobs, Storven Bockhorn und Kai Meyer tut richtig weh“, trauert Bragula den drei Leistungsträgern hinterher.

Doch damit nicht genug: Der 41-Jährige bangt außerdem um Lennart Flege. Den Abwehrchef plagen erneut heftige Knieprobleme. „Da müssen wir gucken, wie es weiter geht“, meint der Trainer. Zudem ist die berufliche Zukunft von Torjäger Lennart Feldhus sowie Jan und Ole Lehmkuhl noch ungeklärt. „Da wissen wir nicht, was passiert“, sagt Bragula. Fest stehe hingegen, dass Majues Gebhardt-Bauer aufhören wird. Der Angreifer konnte wegen einer Rückenverletzung in der vergangenen Serie kein einziges Spiel bestreiten.

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