Ulrich Sure, Jakob Günther und Max-Philipp Schultz sind am schnellsten

Abendlauf mit einigen „Wiederholungstätern“

Auf den letzten 100 Metern schnappte sich Gerrit Lubitz seinen Sohnemann Joschua und lief mit ihm ins Ziel. ·

Wildeshausen - Von Harald Kellmannund Michael HillerWILDESHAUSEN · „Der ist ja auch 20 Jahre jünger...“ Humor zeigte am Sonnabend Bernhard Friedenberg von der LG Bremen-Nord, als er beim Wildeshauser Abendlauf die Mittelstrecke über 6,4 Kilometer als zweitschnellster Läufer hinter sich gebracht hatte. Am Sieger Jakob Günther (Oldenburg) gab es eben kein Vorbeikommen: Der 25-Jährige hatte im Ziel fast zweieinhalb Minuten Vorsprung auf Friedenberg – was dieser aber locker verkraftete und auch mehr schmunzelnd auf den Altersunterschied schieben wollte.

Auch wenn in Wildeshausen zu Pfingsten mit dem Gildefest die „fünfte Jahreszeit“ beginnt, nahmen insgesamt 155 Athleten am 17. Abendlauf teil, organisiert vom Lauf-Team. Vor allem mit Nachmeldungen hatte Organisator Torsten Iverssen vom Lauf-Team am Veranstaltungstag noch allerhand zu tun. „Da der Termin in diesem Jahr etwas unglücklich war, sind wir mit den Teilnehmerzahlen schon zufrieden“, resümierte Iverssen, der im Hauptlauf über 12,5 Kilometer 81 Athleten, auf der Mittelstrecke (6,4 km) 30 und auf der Kurzstrecke (2 km) 44 Teilnehmer registrierte. Das Einzugsgebiet der Läufer erstreckte sich aus der näheren Umgebung über die Landkreise Diepholz, Cloppenburg, Osnabrück bis zu den Städten Oldenburg, Delmenhorst und Bremen.

Aus dem Feld der 81 Läufer, die sich auf der längsten Strecke messen wollten, kam Ulrich Sure vom TV Bohmte als Erster ins Ziel. Der 41-Jährige hatte die 12,5 Kilometer in 43:53 Minuten gemeistert. Über den Laufkalender ist der Bohmter auf die Veranstaltung gestoßen und meinte hinterher: „Die Zeit passt bei mir rein. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll.“ Die schönste Geste lieferte der nächste Läufer: Auf den letzten 100 Metern schnappte sich Gerrit Lubitz (45) seinen Sohnemann Joschua auf den Arm und lief in 46:50 Minuten als Zweiter durchs Ziel. Der Bremer vom ATS Buntentor ist „Wiederholungstäter“ – einmal gewann er den Abendlauf, einmal wurde er Dritter. Robert Klichowicz (29) vom „Lauf-Zirkel Vorwärts 06“ erfuhr über den Flyer von der Veranstaltung und versprach: „Die Strecke ist super, ich komme wieder.“

Als schnellste Frau war Susanne Fröhlking (47) vom BV Garrel unterwegs. Sie schaffte es, nach 2010 wieder auf dem Treppchen ganz oben zu stehen. „Im nächsten Jahr versuche ich das Triple“, kündigte sie an.

Schnellster Wildeshauser war Bernd Eylers vom Wildeshauser Lauftreff auf Platz 20 in 57:15 Minuten.

Ebenfalls kein Unbekannter mehr in der Kreisstadt ist mittlerweile Jakob Günther. Für den Sieger des Nikolauslaufs schloss sich jetzt mit Platz eins beim Abendlauf der Kreis. „Es macht schon Spaß in Wildeshausen“, meinte Günther, der auch mit seiner Zielzeit von 21:53 Minuten zufrieden war. „Unter 22 Minuten hatte ich mir vorgenommen“, so der Sieger. Als Dritter kam Guido Moormann ins Ziel, der von seinem Sohnemann gleich einen verbalen „Schulterklopfer“ erhielt: „Hey Papa, ich bin auch Dritter.“ Über seinen dritten Platz im Schülerlauf über zwei Kilometer konnte sich einige Minuten zuvor nämlich Linus Moormann freuen. Vor ihm lieferten sich Max-Philipp Schultz, der für die Wallschule an den Start ging, und Lisa Marie Nordbruch aus Aschenstedt ein packendes Rennen. Max-Philipp legte gleich einen Blitzstart hin und bog auch mit deutlichem Vorsprung auf die Zielgerade, ehe Lisa Marie Meter für Meter aufholte und am Ende mit gerade einmal einer Sekunde Rückstand ins Ziel stürzte. Für die Elfjährige, die zum ersten Mal auf dem Abendlauf dabei war, eine tolle Leistung – die bald mit neuen Laufschuhen belohnt werden soll, versprach ihr Papa. Nicht nur über den vierten Platz, sondern auch den lautstärksten Fanclub konnte sich Fynn Grotelüschen freuen. Der Achtjährige wurde auf den letzten Metern vom Applaus seiner Familie förmlich getragen.

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