Abbruch für Hüdepohl kein Thema

HVN-Präsident glaubt weiter an Saisonfortsetzung ab Februar

Trainerin Cordula Schröder-Brockshus vom TV Neerstedt gestikuliert während einer Auszeit.
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Skeptisch: Cordula Schröder-Brockshus vom TV Neerstedt glaubt nicht, dass ab Februar wieder Handball gespielt werden kann.

Landkreis – Stefan Hüdepohl bleibt optimistisch. Ein vorzeitiger Saisonabbruch ist für den Präsidenten des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) weiterhin kein Thema. Das betonte er während einer Online-Konferenz mit den Vorsitzenden und Spieltechnikern der Regionen. „Unsere Hoffnung, dass wir die Sportstätten nach Ende der Ferien wieder nutzen können, scheint aktuell nicht ganz unberechtigt“, gab sich der Rechtsanwalt aus Uelzen bei der virtuellen Zusammenkunft zuversichtlich. Eine Entscheidung falle allerdings frühestens am 5. Januar. Für den Dienstag sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder zu ihrem nächsten Austausch über Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verabredet.

Gültigkeit hat nach wie vor die Absicht, in den Ober- und Verbandsligen im Februar wieder mit dem Spielbetrieb zu beginnen und die Saison 2020/2021 in Form einer Einfachrunde zu Ende zu bringen. Berücksichtigen will der Verband dabei den Wunsch der Ober- und Verbandsligisten, ihnen vor dem Wiederbeginn eine drei- bis vierwöchige Vorbereitungsphase zu ermöglichen. Die vom Präsidium eingesetzte Taskforce analysiere laut Hüdepohl nach wie vor wöchentlich die Situation. Präsidium und Geschäftsführung stünden im regelmäßigen Austausch mit dem Landessportbund und den Mitarbeitern des niedersächsischen Innenministeriums.

Der für den Bereich Spieltechnik zuständige HVN-Vizepräsident Jens Schoof erläuterte, dass die Saison 2020/2021 mit Ablauf des Monats Juni enden müsse. „Nach unseren Berechnungen müssen wir für die Ober- und Verbandsligen spätestens Anfang März den Spielbetrieb wieder aufnehmen, sonst bleibt keine Luft auch nur auf irgendetwas zu reagieren“, sagte der Bremer.

Deutlich enger ist das Zeitfenster beim Nachwuchs. Den letzten Spieltag für die Jugendklassen plane der Verband für den 9. Mai, erklärte Jugendspielwart Olaf Bunge: „Ende Mai gehen wir in die Relegation für die Saison 2021/2022. Und das in der Hoffnung, dass dann wieder ein geregelter Spielbetrieb möglich ist.“

Ob, wann und in welcher Form die einzelnen Regionalverbände einen Re-Start planen können, gleicht schon wegen der unterschiedlichen Sieben-Tages-Inzidenzen in den einzelnen Regionen einem Blick in eine Glaskugel. So meldete die Grafschaft Bentheim am Sonntag einen Wert von 220,9. Für den Landkreis Uelzen wurde dagegen eine Inzidenz von 23,8 ermittelt.

„Ich glaube nicht, dass der Handball im Februar in die Halle zurückkehrt und dass wir noch eine verwertbare Saison spielen werden“, sagte Cordula Schröder-Brockshus. Die 27-Jährige zeichnet beim TV Neerstedt für die Oberliga- und Landesklassen-Frauen verantwortlich, zudem ist sie beim Club aus der Gemeinde Dötlingen Jugendkoordinatorin für den weiblichen Bereich. Insbesondere für den Nachwuchs sei nach der Rückkehr in die Halle ein Angebot durch die Region „vielleicht durch eine Pokalrunde oder organisierte Freundschaftsspiele“ wichtig. „Es ist jetzt schon schwer, den Kontakt zu halten. Wollen wir die Jugend nicht verlieren, müssen wir Angebote schaffen“, meinte Cordula Schröder-Brockshus.

HVN-Präsident Hüdepohl forderte die Regionalverbände auf, während des Lockdowns den Kontakt mit den Vereinen und den Trägern der Sportstätten zu halten, um die Voraussetzungen zu schaffen, dass 2021 frühzeitig der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden könne. Hüdepohl sagte zu, die Regionalverbände des HVN in eine etwaige Entscheidung über den Abbruch der Saison mit einzubinden.

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