EWE Baskets Oldenburg verspielen im zweiten Finale einen 19-Punkte-Vorsprung

61:63 – Sebastian Machowski versteht die Welt nicht mehr

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Tief enttäuscht: Coach Sebastian Machowski (l.) und Julius Jenkins. ·

Wildeshausen - OLDENBURG · Das ist bitter: Die EWE Baskets Oldenburg haben im zweiten Finale um die deutsche Basketball-Meisterschaft einen 19-Punkte-Vorsprung verspielt. Am Ende unterlag das Team von Trainer Sebastian Machowski den Brose Bakets Bamberg mit 61:63 (40:26). Schon in der ersten Partie mussten sich die Oldenburger mit lediglich zwei Zählern Unterschied (63:65) geschlagen geben.

Dagegen können die Bamberger bereits am Sonntag ab 16.05 Uhr in eigener Halle ihre vierte Meisterschaft in Serie perfekt machen. „Das ist hart. Wir haben eine großartige erste Halbzeit gespielt, in der zweiten hatten wir eine zu schwache Wurfquote“, sagte Dru  Joyce. Dennoch kündigte Oldenburgs Spielmacher an: „Wir werden weiterkämpfen. Wir glauben an uns.“

Vor 3148 Zuschauern in der ausverkauften kleinen EWE-Arena legten die Oldenburger ein furioses Auftaktviertel hin. Nach dem verschlafenen Start (2:7) übernahmen sie das Kommando und zogen bis zum Ende des ersten Abschnitts auf 24:16 davon.

Bei den Gästen lief dagegen nicht viel zusammen. Erfolgscoach Chris Fleming versuchte zwar, seine Fünf in Auszeiten wieder auf Kurs zu bringen, doch die Worte des Amerikaners fruchteten zunächst nicht. „Es sah lange Zeit nicht gut aus für uns“, bekannte Fleming, „ich hätte mir ein paar Timeouts mehr gewünscht.“

Oldenburg setzte sich im zweiten Viertel auf bis zu 19 Punkte ab (38:19). Noch nie in dieser Saison habe er seine Mannschaft so „planlos“ gesehen, gestand Bambergs Geschäftsführer Wolfgang Heyder. Der Champion traf vor der Pause lediglich 28 Prozent seiner Würfe aus dem Feld.

Doch wie aus dem Nichts riss nach dem Seitenwechsel plötzlich der Faden bei den Hausherren. Die Huntestädter blieben viertelübergreifend fast zehn Minuten ohne Treffer aus dem Feld. Zwar ließen auch die Bamberger viele Chancen ungenutzt, dennoch hatten sie den Rückstand bis Mitte des dritten Durchgangs wieder auf sieben Punkte eingedampft (35:42). Mickrige vier Zähler brachten die Oldenburger im dritten Abschnitt zustande. Vor dem Schlussviertel war beim 44:42 wieder alles offen.

Kurz darauf gingen die Bamberger erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung (47:46). In der entscheidenden Phase konnten sich die Franken auf ihre Routiniers verlassen: Ex-NBA-Profi Casey Jacobsen machte in der Crunchtime mit sechs Punkten in Serie aus dem 56:57 ein 62:57. Und dann verhinderte Sharrod Ford mit einem Monsterblock gegen Dru Joyce die mögliche Verlängerung. Anschließend verfehlte Ronnie Burrell unter Bedrängnis den letzten Wurf.

Sebastian Machowski wirkte nach Spielschluss ratlos. „Man kann schon von verkehrter Welt sprechen“, sagte der 41-Jährige schulterzuckend. Doch noch will er die Serie nicht verloren geben. „Meine Spieler werden Charakter zeigen und in Bamberg gewinnen“, sagte der Coach trotzig. · dpa

EWE Baskets Oldenburg:Burrell (13), Kramer (11), Jenkins (9), Chubb (8), Joyce (7), Smeulders (7), Paulding (3), Wysocki (3).

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