Handball-Oberliga: Neerstedts Torhüter hält im Derby überragend

31:19 – Olaf Sawicki zieht Sandkrug den Zahn

Ein Bild mit Symbolcharakter: Olaf Sawicki streckt die Faust in die Höhe. Neerstedts Torhüter hatte einen bärenstarken Tag erwischt. ·
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Ein Bild mit Symbolcharakter: Olaf Sawicki streckt die Faust in die Höhe. Neerstedts Torhüter hatte einen bärenstarken Tag erwischt. ·

Neerstedt - Von Harald KellmannRund 360 Handball-Fans strömten am Samstagabend zum Oberliga-Derby zwischen dem TV Neerstedt und der TSG Hatten-Sandkrug in die Neerstedter Sporthalle und bekamen einen – zumindest nicht in dieser Höhe erwarteten – 31:19 (15:11)-Sieg der Gastgeber zu sehen.

Damit setzte das Team von TVN-Trainer Dag Rieken seinen Aufwärtstrend aus dem alten Jahr fort und schloss mit dem dritten Sieg in Folge die Hinserie in der Oberliga Nordsee mit 16:10 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz ab.

Gestützt auf eine aggressive 3:2:1 Deckung mit einem wahren „Hexer“ Olaf Sawicki zwischen den Pfosten ließ Neerstedt dem TSG-Angriff kaum Luft zum Atmen. Apropos Keeper Sawicki: Allein er machte den Unterschied zur TSG, deren Torhüter Christoph Kuper und Jan-Peter Steffens (je eine Halbzeit) so gut wie keinen Ball an die Hand bekamen.

Das druckvolle und zielgerichtete Angriffsspiel der Heimmannschaft stellte die TSG-Defensive vor arge Probleme. Dass sich die 31 eingefangenen Tore auf zehn Neerstedter Torschützen verteilten, spricht für sich.

Das Schiedsrichtergespann – die Gebrüder Bunselmeyer aus Varel – hatte indes Schwierigkeiten, das Spiel in den Griff zu bekommen. Sie leisteten sich Fehlentscheidungen auf beiden Seiten, wovon in der Anfangsphase der TV Neerstedt profitierte. Vor allem das situative Gefühl für das „Weiterspielen lassen“ in Vorteilssituationen ließen die Unparteiischen vermissen. Spielentscheidend war ihre Leistung unter dem Strich aber nicht. Vielmehr war die Mannschaft von Trainer Dag Rieken der von Henning Sohl trainierten TSG an diesem Abend in allen Belangen überlegen, zeitweise sah es sogar wie ein Klassenunterschied aus.

Schon das 1:0 und 3:1 durch Bastian Carsten-Frerichs resultierten aus wahren Kabinettstückchen zwischen dem Torschützen sowie Linksaußen Thomas Schützmann und zeugten von dem Selbstvertrauen der Neerstedter, was sich auch in der Körpersprache ausdrückte. Tim Schulenberg und Co. diktierten den weiteren Spielverlauf. Nach gut einer Viertelstunde führten sie mit 11:6 und schienen einem Kantersieg entgegenzustreben. In zweifacher Überzahl (Timmermann und Kolpack brummten Zeitstrafen ab) gelang Björn Schilke (2), zugleich erfolgreichster TSG-Werfer mit 9/2 Toren, und Sebastian Rabe der Anschluss zum 11:9. Das war jedoch nur ein Strohfeuer, denn über 14:9 ging es mit 15:11 für den TVN in die Kabine.

Nach der Pause machten die Gastgeber da weiter, wo sie vor dem Seitenwechsel aufgehört hatten. Sie drückten aufs Tempo, auch Keeper Olaf Sawicki spielte auf dem hohen Niveau wie im ersten Durchgang weiter. So war nach wenigen Minuten beim 20:12 schon mehr als eine Vorentscheidung gefallen, beim 24:14 (45.) betrug der Vorsprung dann erstmals zehn Tore.

Bis zur 50. Minute ließ Trainer Dag Rieken seine „erste Sechs“ auf dem Feld, ehe er verstärkt seine Youngster einsetzte. Diese Situation meisterten Philipp Freese, Ole Goyert, Eike Kolpack, Andres Müller und Ninos Chabo mit Bravour, übernahmen beim Spielstand von 27:17 (51./Schulenberg per Siebenmeter) und bauten den Vorsprung auf zwölf Tore zum Endergebnis von 31:19 aus.

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