2G-Regel zwingt Andreas Müller zum Umplanen

TV Neerstedt kann nicht in Bestbesetzung zum Topspiel in Oyten auflaufen

Neerstedts Trainer Andreas Müller gibt während einer Auszeit taktische Anweisungen.
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Muss umplanen: Neerstedts Trainer Andreas Müller kann im Spitzenspiel nicht auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.

Neerstedt – Kein Handball-Verbandsligist steht aktuell besser da als der TV Oyten. Sechs Siege, ein Unterschieden, Tabellenplatz eins – so liest sich die Bilanz des Aufsteigers nach sieben Spielen. Drei Zähler hinter den „Vampires“ aus dem Kreis Verden folgt der TV Neerstedt im Klassement auf Rang drei. An diesem Sonnabend, 19 Uhr, treffen beide Teams in Oyten im Topspiel aufeinander.

Einen klaren Favoriten kann Andreas Müller nicht ausmachen. „Ich sehe beide Mannschaften auf Augenhöhe. Wer zuerst seine Nervosität ablegt, der könnte am Ende auch als Sieger vom Feld gehen“, sagt Neerstedts Coach.

Beim kommenden Gegner des TV Neerstedt zahlt sich die gute Jugendarbeit der vergangenen Jahre aus. Das Gros der Mannschaft des Trainergespanns Lars Müller-Dormann/Marc Winter war für den Club bereits in der Jugend-Bundesliga unterwegs. Timo Blau (21) und Leonard Fischer (20) bilden den jungen Innenblock der 6:0-Abwehr. Dahinter steht mit Jonas Lüdersen (20) und Niklas van den Berg (19) das wohl jüngste Keeperduo der Liga. Torgarant mit 11,17 Treffern pro Spiel ist der 22-jährige Noah Dreyer. Selbst die Ausfälle von Linkshänder Kilian Tiller (Kreuzbandriss) und Rückraumspieler Robin Hencken, der nach einer Schulterverletzung in dieser Woche wieder mit dem Training begonnen hat, haben die Blau-Roten bestens weggesteckt.

„Oyten will seine Position ausbauen, wir den Abstand verringern“, erläutert Müller. Der Bookholzberger erwartet ein Spiel, „das bis in die Schlussphase hinein spannend bleibt“. Chancenlos sieht er seine Crew in der Pestalozzihalle auf jeden Fall nicht. „Wir haben bei unserem Sieg in Wilhelmshaven bewiesen, dass wir auch auswärts gallig auftreten können“, betont Müller.

Nachdem die Infektionszahlen in der vierten Welle der Coronapandemie zuletzt stark gestiegen sind, kommt im Handball-Verband Niedersachsen (HVN) ab diesem Wochenende flächendeckend die 2G-Regel zur Anwendung. Nicht vollständig geimpfte oder genesene Akteure sind von den Spielen und vom Trainingsbetrieb ausgeschlossen. Müller muss eingestehen, dass ihn die verschärften Bedingungen zum Umplanen zwingen. „Wir haben Ausfälle, werden aber mit einem vollen Kader nach Oyten fahren“, sagt der 44-Jährige, ohne Namen zu nennen.

Ab der nächsten Woche droht in Niedersachsen mit dem Erreichen der Warnstufe 2 eine weitere Verschärfung. Für den Handball würde diese die 2G+-Regelung vorsehen. Der HVN will das weitere Vorgehen am Montag mit den Clubs in Videokonferenzen besprechen. „Wir haben im letzten Jahr sehr gute Erfahrungen im Dialog mit unseren Vereinen gemacht, so dass das auch diesmal das Mittel der Wahl sein wird“, erklärt Vizepräsident Jens Schoof. Ob die Vereine den Aufwand leisten wollen und können, sei die entscheidende Frage, schließt Präsident Stefan Hüdepohl eine Unterbrechung der Saison nicht aus.

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