25-Jähriger spielt unter Rasta-Legende Pat Elzie in der Basketball-Regionalliga

Alex Grote will in Vechta nochmal richtig angreifen

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Als Topscorer der Bezirksoberliga versucht Alex Grote ab September sein Basketballglück in der Regionalliga bei Rasta Vechta.

Wildeshausen/Vechta - Von Daniel Wiechert. Obwohl der Regionalliga-Start noch viereinhalb Wochen auf sich warten lässt, ist Alex Grote bereits voll im Saft. „Auch wenn es gerade Stress pur ist, fühle ich mich gut“, sagt der gebürtige Wildeshauser, der ab September für die zweite Mannschaft von Rasta Vechta an den Start geht.

„Ambitioniert“ beschreibt der 2,00-Meter-Hüne seinen derzeitigen Tagesablauf. Von acht bis 17 Uhr arbeitet Alex Grote beim Hauptsponsor Rastas, dann geht es kurz nach Hause, bevor er täglich zum Rasta-Training durchstartet. „Ich habe länger nicht mehr so hoch gespielt“, sagt der 25-Jährige, der früher für die Nachwuchsbundesligamannschaft der Oldenburger Baskets auf Punktejagd gegangen war, „deshalb ist es im Moment schon krass, was den konditionellen Bereich angeht“. Zu viel Understatement muss aber gar nicht sein, verrät Grote: „Beim Rest weiß ich, dass ich etwas kann.“

Tatsächlich war der Wechsel nach seiner letztjährigen Bezirksoberliga-Saison mit dem SC Wildeshausen der logische Schritt. Nach dem Aufstieg avancierte er direkt zum Liga-Topscorer – mit durchschnittlich 27,4 Punkten pro Partie. „Alex ist schnell, dazu physisch stark und das Wichtigste: Er versteht das Spiel“, sagt sein Wildeshauser Ex-Trainer Edward Brouwer, bevor er ins Detail geht: „Alex hat einfach ein Gespür für Basketball. In jeder Situation begreift er, wo seine Mitspieler stehen und kann diese auch in Szene setzen.“

Dieses Verständnis ist nicht selbstverständlich, denn Grote fand erst relativ spät zum Basketball. „Früher habe ich viel Fußball und Tennis gespielt, zum Basketball kam ich dann eher durch Zufall“, sagt der Wildeshauser. Als 13- oder 14-Jähriger, so genau weiß er es nicht mehr, nahm er an einer Schul-AG am Wildeshauser Gymnasium teil – seine ersten Gehversuche unter dem Korb: „Ich habe direkt gemerkt, diese Sportart ist das Richtige für mich“, erinnert sich Grote.

Er hatte Lunte gerochen, zum einen weil er direkt zu den Besten zählte, zum anderen „weil ich zu der Zeit dann zum Glück immer größer wurde“, sagt der Zwei-Meter-Hüne.

Als Jugendlicher war Grote dann Mitbegründer eines Wildeshauser Nachwuchsteams, bevor es 2006 zu den Junior Baskets Oldenburg ging. 2009 wurde er gar zum Tryout für den U20-Nationalkader eingeladen, danach zählte er eine Saison lang zum Bundesligakader der Baskets – jedoch ohne Einsatz.

Dann gab es einen Bruch in Grotes Karriere, während seines Maschinenbau-Studiums in Magdeburg ging er nur noch hobbymäßig auf Korbjagd. Als er 2013 in die Wittekindstadt zurückkehrte, holte er mit dem SC Wildeshausen prompt den Meistertitel in der Bezirksliga.

Nun also Vechta. „Ich möchte einfach nochmal richtig angreifen“, erklärt der BWL-Dualstudent seinen basketballerischen Neuanfang. Als persönliches Ziel gibt Grote an, möglichst viel Spielzeit in der Regionalliga zu bekommen. Ziel des Teams: der Aufstieg. Nicht unwahrscheinlich. Denn Rasta hat eine Offensive für seine Zweitliga-Vertretung gestartet. Neuer Trainer ist Rasta-Legende Pat Elzie, der als Headcoach Vechta 2013 in die Basketball-Bundesliga führte. „Vor ihm hat man natürlich Respekt“, sagt Grote, „aber er ist ein super netter, bodenständiger Typ, der immer ansprechbar für seine Spieler ist.“ Zu denen gehört auch wieder Matt Reid, der bereits von 2010 bis 2012 bei Rasta spielte. „Er ist ein absolutes Kaliber, der uns alle nochmal auf ein höheres Level hievt“, sagt Grote über den Point Guard, „allein deshalb, weil er mit seiner Präsenz die gegnerische Defensive auf sich zieht, und so mehr Räume für uns entstehen.“ Räume, die Grote sowohl unter dem Korb als auch von der Dreierlinie in Punkte umsetzen möchte.

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