Zwei Rote Karten / Schneverdingen robuster / „Wir haben nicht dran geglaubt“

0:2 – Verden verliert auch noch Leilo und Halinger

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Agilster Verdener – aber Alexander Arnhold (2.v.l.) konnte sich nicht entscheidend gegen die Jahn-Abwehr durchsetzen.

Verden - Von Ulf von der Eltz. Sie schlichen mit hängenden Köpfen vom Platz und mussten sich die Gesänge vom Auswärtssieg anhören – für die Fußballer des FC Verden 04 lief am Sonntag alles schief: Im Landesliga-Duell mit dem TV Jahn Schneverdingen kassierte die Elf von Ziad Leilo eine 0:2 (0:0)-Heimpleite, darüber hinaus verloren die Gastgeber in der Schlussphase auch noch Ahmed Leilo und Alexander Halinger mit Rot.

Der FC-Coach zeigte sich sowohl von Schiri Marcel Klein als auch von der Leistung seines Teams enttäuscht: „Sicher hat der Unparteiische schnell die Linie verloren und war nicht Herr der Lage. Aber wir können nicht alles auf ihn schieben, denn wir haben nicht clever genug agiert.“ Zum einen monierte Leilo, dass sein FC nicht geduldig war und vor allem nach der Pause „den Schiri nicht in Ruhe gelassen hat.“ Sah er den Platzverweis für seinen Bruder Ahmed nach zu vehementem Einsteigen (86.) noch als gerechtfertigt an, bezeichnete er den für Halinger nur Sekunden später als zu hart. Nach eigener Aussage habe der Blondschopf seinen Kollegen nur vor aufgebrachten Schneverdingern schützen wollen und so einen Gäste-Akteur gegen den Zaun gedrückt.

In einem insgesamt zerfahrenen und mit vielen nickligen Zweikämpfen geführten Match lieferten die Allerstädter auf Kunstrasen eine passable erste Hälfte ab – aber auch dort besaßen die robustere Rathjen-Elf bessere Chancen: Jascha Goelitzers Kopfball nach Demaku-Freistoß bekam Keeper Stefan Wöhlke gerade noch um den Pfosten (6.), Dennis Gräbnitz setzte die Kugel nach Konter am kurzen Eck vorbei (32.). Für den FC sorgte lediglich der agile Alexander Arnhold für Gefahr, als sein Schuss aus dem Hinterhalt neben den Kasten flog (32.). „Ansonsten haben wir nichts zugelassen, obwohl Verden mir vor der Pause gut gefallen hat“, resümierte Jahn-Coach Klaas Rathjen.

Der Rohde-Erbe sah aufgrund der klareren Chancen einen verdienten Sieg seiner Elf, „auch weil Verden sich selbst aus dem Konzept gebracht hat. Am wichtigsten war für uns aber, dass endlich die von mir geforderte Null stand. Mein Team hat nicht nur dagegen gehalten, sondern ist ruhig geblieben – eine gute Mentalität.“

Sein Gegenüber Ziad Leilo machte während der zweiten Hälfte, in der nur Sebastian Koltonowski halbwegs einen Abschluss zustande gebracht hatte (46.), fehlendes Selbstvertrauen aus: „Letztlich haben wir nicht dran geglaubt. Wir dürfen das Spiel aber nicht so aus der Hand geben.“ Es kam beim 0:1 (79.) auch noch Pech hinzu: Der Pass wurde von einem Schneverdinger leicht abgefälscht, so dass Marco Wahlers auf dem falschen Fuß stand und Jerrik-Steffen Kähler freie Bahn hatte. Das 2:0 durch Dennis Lawitzki (85.) spielten die Gäste hingegen prima im FC-Strafraum heraus.

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