Ottersberger trifft gegen Osnabrück II / Siegchance / „Immer auf der Lauer“

„Zocker“ Aktas räumt fast noch den Jackpot ab – 1:1

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Beschäftigt: Ottersbergs Innenverteidiger Johannes Ibelherr (r.).

Ottersberg - Von Ulf von der EltzDas wäre ein Ding gewesen: In der 90. Minute erwischte Ömer Aktas eine Freistoß-Flanke von Syuleyman Shakirov mit dem Hinterkopf, der Ball flog in die Arme von Keeper Sascha Otte – der Stürmer des TSV Ottersberg schrammte knapp am Matchwinner vorbei. Der gefeierte Held war Aktas aber auch so: Mit dem 1:1 zehn Minuten vor Abpfiff rettete er den Wümme-Kickern gestern im Oberliga-Duell gegen den VfL Osnabrück II einen Punkt.

Ein bisschen ärgerte sich der Türke schon über die vergebene Siegchance: „Mit ein wenig Glück gelingt mir das zweite Tor und wir gewinnen sogar noch. Aber das Remis geht in Ordnung.“ Wobei Aktas von einem haarsträubenden Patzer des Osnabrücker Innenverteidigers Wolf profitierte, der einen langen Ball völlig unterschätzte, und die Kugel dann eiskalt Otte durch die Beine schob. „Ich hatte auf solche Fehler gehofft und lag immer auf der Lauer, weil die Gäste hinten nicht den sichersten Eindruck gemacht haben.“ Richtig gezockt also, wenn er letztlich auch nicht den Jackpot abräumen konnte.

Ein Sonderlob erhielt der in vorderster Front lange in der Luft hängende Angreifer von Axel Sammrey: „Es war schon klasse, wie Ömer da spekuliert hat.“ Viel wichtiger aber für den Coach der Grün-Weißen: „Die Mannschaft hat nach der Pause mal wieder eine unglaubliche Moral gezeigt und sich den Zähler verdient. Ich denke, die Fans können zufrieden nach Hause gehen, ich bin jedenfalls froh über den Punkt.“

Musste er auch, denn 45 Minuten lang hatte die Drittliga-Reserve feinen Kombinationsfußball auf den zu langen Ottersberger Rasen gelegt, die Gastgeber richtig eingeschnürt. Damit zeigte sich ihr Trainer Joe Enochs einverstanden: „Eine gute Halbzeit mit viel Ballbesitz und mehreren Chancen. Allerdings geht der jungen Truppe noch ein wenig die Torgefährlichkeit ab.“ Mehmet Kodes per Schrägschuss (3.) und Marcel Kunstmann mit einem Kopfball (25.) scheiterten am starken Ottersberger Keeper Tim Eggert, der später auch noch einen strammen Hinterhaltsschuss von Deniz Taskesen so weit entschärfte, dass ihn Eishun Joshida auf der Linie klären konnte (39.). Die Gastgeber besaßen nur eine gute Chance, als Johannes Ibelherr einen Ball abfing, lang nach vorne spielte, Aktas den VfL-Torwart umkurvte – dann aber zweimal einen Verteidiger anschoss (37.).

Dass seine Elf so tief hinten drin stand und auf Torsicherung setzte, war von Axel Sammrey durchaus gewollt: „Wir können so ein Spiel gegen die starken Osnabrücker nicht 90 Minuten mitmachen, sonst sind wir irgendwann platt und werden abgeschossen.“ Das sah in der zweiten Hälfte dann schon anders aus, die Ottersberg mit wesentlich mehr Mut ausgeglichen gestaltete. Erzwungene Umstellungen – Enes Acarbay kam für den am Schienbein verletzten Benedetto Muzzicato und Malik Gueye ersetzte den schwachen Mirko Peter – belebten das Spiel der Hausherren deutlich. Vor allem Gueye schaltete auf der rechten Seite den Vorwärtsgang ein und brachte die Gäste einige Male in Verlegenheit.

In Führung ging nach Chancenplus für Ottersberg dennoch der VfL, als Yoshida der Ball versprang und Taskesen nach beherztem Solo einschob (73.). Sammrey haderte: „Wir hatten dreimal die Möglichkeit zu klären.“ Nur gut, dass die Grün-Weißen nicht aufgaben und Ömer Aktas erfolgreich auf der Lauer lag.

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