Tischtennisspieler zurück im Training / Kanowski glaubt an Spielbetrieb

Ziemlich großer Aufwand

Jeder der Spieler muss seine eigenen Bälle markieren. Und nur die dürfen auch angefasst werden. Fotos (5): Caspers
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Jeder der Spieler muss seine eigenen Bälle markieren. Und nur die dürfen auch angefasst werden.

Oyten - Von Kai Caspers. Das lange Warten hat endlich ein Ende. Der Tischtennis-Nachwuchs des TV Oyten hatte sich schon deutlich vor dem offiziellen Trainingsbeginn vor der Halle versammelt. Und als Coach Ralf Puvogel, der gleichzeitig Hygienebeauftragter der TT-Abteilung ist, die Halle aufschloss, wollten die Youngster wie gewohnt in die Halle stürmen. Aber daraus wurde nichts, da sie von Puvogel lautstark daran gehindert wurden. „Halt! Zuerst werden die Hände desinfiziert. Und dann geht es direkt mit dem nötigen Abstand zueinander in die Halle, da die Umkleiden für alle geschlossen sind“, lautete seine klare Ansage.

Umziehen musste sich allerdings eh keiner, da alle bereits in Trainigsklamotten erschienen waren. Doch entgegen der üblichen Gepflogenheiten dauerte es trotzdem eine ziemlich lange Zeit, ehe die ersten Tischtennisbälle über die Netze flogen. Aus gutem Grund. Allein der Aufbau der Platten zog sich ziemlich in die Länge. Zwar durften in der großen Oytener Halle lediglich sechs stehen, doch dafür mussten alle mit Banden umstellt werden, damit der nötige Abstand zwischen den Spielern gewahrt ist. Aber damit nicht genug. Auch eine vorherige Reinigung war erforderlich. Puvogel: „Wir haben im Vorfeld ein Hygienekonzept ausgearbeitet und es dann der Gemeinde vorgestellt. Erst, nachdem diese es abgesegnet hat, stand der Rückkehr in die Halle nichts mehr im Wege.“

Gleichwohl müssen sich die Tischtennisspieler bezüglich des Trainings erheblich umstellen. Angefangen bei der Anzahl der Spieler. Denn es dürfen maximal 14 in der Halle sein, die sich zuvor online angemeldet haben müssen. Darüber hinaus muss jede Trainingspaarung dokumentiert werden, die auch von einem abgestellten Verantwortlichen des TVO überprüft wird. Aber das ist beileibe nicht alles, wie Puvogel bemerkt: „Doppel oder auch das Training am Roboter sind untersagt. Auch der nach jedem Satz übliche Seitenwechsel entfällt ebenso, wie das abklatschen nach einem Spiel. Wer sich daran nicht hält, muss umgehend die Halle verlassen.“ Die wohl kurioseste Vorschrift betrifft jedoch die Bälle. Während in der Regel jeder Ball, der in der Halle rumfliegt, genutzt wird, ist daran derzeit nicht zu denken. „Jeder Spieler bekommt unterschiedlich gekennzeichnete Bälle und darf dann auch nur diese anfassen. Auch das Anhauchen des Balles sowie das Abwischen von schweißnassen Händen auf der Platte ist untersagt“, macht Puvogel die Verhaltensmaßregeln für ein geregeltes Training komplett.

Da gilt es also einiges zu beachten. „Natürlich ist das aufwändig. Besonders die Sache mit den Bällen. Da gilt es sich schon zu konzentrieren, dass man nicht wie gewohnt aus Reflex einfach zugreift. Aber ich bin froh, dass wir nun wieder trainieren können und ein Stück Normalität zurück ist“, erklärt Jens Wilken. Bezüglich der neuen Saison zeigte sich der Oytener jedoch eher skeptisch. „Da sehe ich einige Fragezeichen auf uns zukommen. Das geht schon bei der Anzahl der Personen los. In Oyten haben wir ja eine große Halle. Aber das ist nicht überall so. Und dann wird es bei Sechser-Teams definitiv schwierig. Zudem darf ja auch kein Doppel gespielt werden. Ob dann eventuell ein komplett neues System entwickelt wird – ich weiß es nicht.“ Auch Michael Kanowski, Kreisvorsitzender, konnte dazu keine genauen Angaben machen. Nur so viel: „Das Ziel ist, dass es einen Spielbetrieb geben soll. Daher wird auch an der Meldefrist für die Vereine bis zum 10. Juni festgehalten. Ob die Saison dann mit oder ohne Doppel gespielt wird, es eventuell Viererteams gibt oder es eine Fun-Liga wird – das gilt es abzuwarten.“

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