Wallach verhilft Trainerin zum Sandbahnchampionat

Zenith – Glücksfall für Schnakenberg

Oliver Schnakenberg und Lebensgefährtin Alina Meyer mit dem siebenjährigen Zenith auf dem Trainingsgelände in Mahndorf..
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Daumen hoch für starken Zusammenhalt: Oliver Schnakenberg und Lebensgefährtin Alina Meyer mit dem siebenjährigen Zenith.

Er ist zu einem wahren Erfolgsgaranten für Elfi Schnakenberg und ihr Team aus Blender-Jerusalem geworden: Der siebenjährige Wallach Zenith reihte Sieg an Sieg und verhalf der Galopp-Trainerin damit zu ihrem ersten Sandbahnchampionat.

  • Jetzt folgt der Angriff auf die Top Ten der erfolgreichsten Trainerquartiere
  • Liebe auf den ersten Blick: Zenith gehört für Alina Meyer mittlerweile zur Familie
  • Mit Jockey Mirko Sanna enpuppt sich Zenith zum Sieg-Garanten

Blender – Die vergangene Saison verlief trotz der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie gut für Elfi Schnakenberg und ihr Team aus Blender-Jerusalem. Die 65-jährige Schwarmerin konnte sich über zehn Siege ihrer Schützlinge freuen. In diesem Jahr holten die von ihr vorbereiteten Rennpferde bei 19 Starts schon fünf Triumphe. Diese tolle Bilanz brachte der vorübergehend in Bremen-Mahndorf stationierten Trainerin das allererste Sandbahnchampionat ihrer Karriere ein.

„Natürlich freuen wir uns sehr, dass wir das Sandbahnchampionat gewonnen haben. In dieser Saison wollen wir in die Top Ten der erfolgreichsten Trainingsquartiere aufsteigen. Ein großer Dank gilt Zenith, der für uns in diesem Winter drei Rennen gewann. Manchmal wirkt ein Tapetenwechsel Wunder“, sagt Elfi Schnakenbergs Sohn Oliver und klopft dem braunen Wallach den Hals.

Zeniths Umzug in den Stall von Elfi Schnakenberg wird zum Glücksfall

Zenith trug nämlich maßgeblich zum Gewinn des ersten Sandbahnchampionats für Trainerin Elfi Schnakenberg bei. 19 Mal kam der heute Siebenjährige bereits an den Ablauf. Nach dem Wechsel in den Stall von Elfi Schnakenberg schien es, als sei der Knoten geplatzt, der Umzug war ein Glücksfall für alle Beteiligten. Denn schon fast schien Zeniths Rennkarriere beendet, bevor sie richtig begonnen hatte. Nach etlichen erfolglosen Starts überlegten die Besitzer Hans und Doris Gölz schon, den Wallach, trotz seines großen Potenzials, als Reitpferd zu verkaufen. Aber für Oliver Schnakenbergs Lebensgefährtin Alina Meyer und Zenith war es Liebe auf den ersten Blick. Als sie den Wallach das erste Mal auf der Trainingsbahn ritt, war ihr klar, dass er bis jetzt noch nie sein ganzes Können gezeigt hatte.

Alina Meyer: „Unsere Tochter Claudine ist nicht mehr von Zenith herunterzubekommen“

„Zenith gehört für mich mittlerweile zur Familie. Seit er bei uns ist, habe ich es mir kaum einen Tag nehmen lassen, ihn selbst im Training zu reiten. Er hat bei uns ein Zuhause auf Lebenszeit gefunden“, erklärt Alina Meyer, die von Anfang an eine Verbindung zu dem anfänglich schwierigen Rennpferd hatte. Mittlerweile hat sogar Alina Meyers und Oliver Schnakenbergs Töchterchen Claudine auf Zeniths Rücken gesessen. „Claudine ist gar nicht mehr von Zenith herunterzubekommen“, lacht die junge Mutter, die ihr Leben dem Training der schnellen Englischen Vollblütern verschrieben hat. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten reitet und pflegt sie die rund elf Rennpferde ihrer Schwiegermutter in spe, während Elfi Schnakenberg auf ihre anderthalbjährige Enkelin achtet. Besonders Zenith nimmt einen hohen Stellenwert ein und der Wallach zahlte ihr diese Liebe zurück.

Den ersten Start für Elfi Schnakenberg absolvierte Zenith nämlich im Februar 2019 und konnte diesen direkt siegreich gestalten. Nach zwei Triumphen im Jahr 2019 legte er 2020 erst richtig los. Der Wallach gewann im Sommer drei Rennen in Folge und avancierte zum Seriensieger. „Zuerst war es schwierig, einen Reiter für Zenith zu finden, denn er hatte einen schlechten Ruf. Fast niemand wollte ihn im Rennen reiten“, berichtet Oliver Schnakenberg, der selbst 95 Rennen als Hindernisjockey gewinnen konnte und auch schon Zenith zum Sieg ritt.

Schon 25.000 Euro hat Zenith auf dem geliebten Untergrund erlaufen

Jockey Mirko Sanna aber hatte wohl das richtige Fingerspitzengefühl für den braunen Wallach. Der italienische Rennreiter und das Pferd wurden zu einem echten Team. Vier Rennen gewannen sie gemeinsam. Am wohlsten scheint sich der von Contat abstammende Vollblüter aber auf der Dortmunder Sandbahn zu fühlen. Ende des vergangenen Jahres gewann er nochmals zwei weitere Prüfungen auf dem von ihm geliebten Untergrund und verließ zuletzt am 7. März als Sieger das Geläuf. Mittlerweile kommt er also auf acht Karrieresiege und eine Gewinnsumme von rund 25.000 Euro. Außerdem ist er das erfolgreichste Pferd der am vergangenen Sonntag zu Ende gegangenen Sandbahnsaison. Auch Vater Contat wurde übrigens in Bremen-Mahndorf vorbereitet, und zwar vom Achimer Trainer Pavel Vovcenko. Contat galt als eines der besten Kurzstreckenpferde seiner Zeit.

Von Kira Kaschek

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