TBU-Trainer muss gegen Spelle zurück ins Tor und kassiert eine unverdiente 0:1-Niederlage

„Zeckes“ Debüt nicht von Erfolg gekrönt

Hier bleibt Uphusens Boris Koweschnikow, beobachtet von Abdullah Dogan, Sieger gegen Spelles Kapitän Philipp Elfert. Doch am Ende hatten die Gäste beim 1:0 das bessere Ende auf ihrer Seite.
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Hier bleibt Uphusens Boris Koweschnikow, beobachtet von Abdullah Dogan, Sieger gegen Spelles Kapitän Philipp Elfert. Doch am Ende hatten die Gäste beim 1:0 das bessere Ende auf ihrer Seite.

Uphusen - In der Partie gegen den SC Spelle-Venhaus waren die lautstarken Anweisungen von Christian Ahlers-Ceglarek nicht zu überhören. Wer jedoch seinen Blick in Richtung Auswechselbank des TB Uphusen schweifen ließ, der suchte vergeblich nach dem Trainer des Fußball-Oberligisten. Denn „Zecke“ feierte aufgrund der personellen Not sein Debüt im Tor der Gastgeber. Dabei stellte Ahlers-Ceglarek unter Beweis, dass er aber auch gar nichts verlernt hat. Aber auch seine Paraden konnten die unverdiente 0:1 (0:0)-Niederlage des TBU am Ende nicht verhindern.

„Das hat schon Spaß gemacht. Auch wenn mir morgen sicherlich alles wehtun wird“, dachte „Zecke“ in erster Linie an ein ziemlich heftiges Einsteigen des Spellers Michael Bünker. „Das hat ordentlich gerumst. Schließlich ist das auch eine richtige Kante.“ Aber auch wenn der Einsatz des SC-Stürmers regelwidrig war – gefallen hat er Ahlers-Ceglarek dennoch auf eine gewisse Art und Weise. „Der wollte mit aller Macht ein Tor erzielen und hat sich dabei nicht geschont. Das hätte ich mir auch von meinen Jungs gewünscht. Aber irgendwie hat da bei uns mal wieder die letzte Geilheit gefehlt“, haderte der TBU-Coach in Anbetracht der erneuten Torflaute seiner Offensive. „Wir hatten genügend Chancen. Aber wieder einmal haben wir uns nicht belohnt. Dabei wäre für mich ein Unentschieden in jedem Fall das gerechtere Ergebnis gewesen. Denn in der zweiten Hälfte haben wir die Partie bestimmt. Auch wenn uns der Punkt sportlich nichts gebracht hätte – für die Moral wäre er definitiv sehr wichtig gewesen.“

Auch wenn Christian Ahlers-Ceglarek hier ins Straucheln gerät, präsentierte er sich in Topform.

Auf dem schwer zu bespielenden Platz hatten die Uphuser die erste Chance. Nach sehenswerter Vorarbeit von Pedro Güthermann (10.) kam Philipp-Bruno Rockahr frei zum Abschluss. Aber mit vereinten Kräften kratzten die Gäste den Ball noch von der Linie. In der Folge bestimmten dann aber die favorisierten Gäste das Geschehen und erspielten sich einige hochkarätige Möglichkeiten. Doch sowohl Felix Schmiederer als auch Timo Nichau fanden jeweils im glänzend reagierenden Ahlers-Ceglarek ihren Meister. In der 38. Minute war Uphusens Keeper nach einem unglücklichen Klärungsversuch von Terry Becker dann doch einmal geschlagen. Aber Nico Drummer verhinderte mit letztem Einsatz den Rückstand, sodass es mit einem 0:0 in die Pause ging.

Uphuser belohnen sich nicht für eine überzeugende zweite Halbzeit

Direkt nach dem Wechsel hatte Pedro Güthermann die Führung der Gastgeber auf dem Fuß, doch er scheiterte mit einem schönen Schlenzer (50.) an SC-Torhüter Mattis Niemann. Vier Minuten später jedoch die kalte Dusche. Nach einem hohen Ball hatte kein Uphuser Abwehrspieler Felix Schmiederer auf dem Zettel und gegen dessen platzierten Kopfball gegen die Laufrichtung war auch „Zecke“ machtlos – 0:1. Doch wer nun gedacht hatte, dass die Uphuser nun die Köpfe hängen lassen würden, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Der TBU war fortan klar tonangebend und erspielte sich einige hochkarätige Möglichkeiten. Doch sowohl Kapitän Rockahr (58./70./78.) als auch Nico Drummer (67.) sowie Abdullah Dogan (85.) und Philipp Schippert (84.) vermochten diese zu nutzen. „Das ist und bleibt unser Manko. Trotzdem mache ich der Mannschaft keinen Vorwurf. Alle haben sich auf dem Platz zerrissen. Aber leider können wir in unserer angespannten personellen Situation derzeit nicht nachlegen“, sprach Ahlers-Ceglarek von einer gewissen Handlungsunfähigkeit. „Aber das ist ja nichts Neues. Denn das sage ich schon ziemlich lange“, machte der TBU-Trainer kein Geheimnis daraus, dass nach Möglichkeit in der Winterpause noch einmal zwingend personell nachgelegt werden müsste.

Von Kai Caspers

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