Fußball-Oberligist TB Uphusen muss in anstehender Abstiegsrunde quasi sofort liefern

„Zecke“ weiß: Jetzt warten zehn Endspiele

Uphusens Coach Christian Ahlers-Ceglarek weiß genau, dass die Uhr für sein Team in der anstehenden Abstiegsrunde von Beginn an auf fünf vor zwölf steht.
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Uphusens Coach Christian Ahlers-Ceglarek weiß genau, dass die Uhr für sein Team in der anstehenden Abstiegsrunde von Beginn an auf fünf vor zwölf steht.

Uphusen – Lässt Christian Ahlers-Ceglarek, der Coach des Fußball-Oberligisten TB Uphusen, die letzten fünf Monate der Qualirunde noch einmal kurz Revue passieren, dann kann er über so manche Dinge im Saisonverlauf nur den Kopf schütteln. Letztlich führten viele Gründe dazu, dass sich der Turnerbund in 2022 in der Abstiegsrunde wiederfindet. „Und dort warten zehn Endspiele auf uns, in denen wir bereit sein müssen, über die Schmerzgrenze hinauszugehen, um den Klassenerhalt zu realisieren.

Das wird schwer, ist aber nicht unmöglich,“ weiß der 37-Jährige, dass ihn und sein Team kochend heiße Tänze in der ersten Jahreshälfte "22 erwarten.

Warum der TBU in Schieflage geraten konnte, hat vor allem zwei Gründe. Zum einen die Tatsache, „dass wir bewusst auf junge, hungrige Spieler gesetzt haben, die aber doch viel Lehrgeld zahen mussten. Gerade gegen Mannschaften, die vor allem auf finanzieller Ebene mit ganz anderen Patronen schießen konnten als wir“, merkt der Trainer an. Zum anderen lauerte eine unglaubliche Verletztenwelle den TBU auf, an deren Ende gar der Einsatz des Coaches als Spieler erforderlich war.

Wir werden uns jetzt im Winter neu aufstellen und neu einschwören. Denn wenn diese Verletzungsmisere etwas Gutes hatte, dann die Tatsache, dass sie uns als Team hat enger zusammenrücken lassen.

Christian Ahlers-Ceglarek, Trainer TB Uphusen

In die Serie startete der Turnerbund mit einem 25er-Kader, Ende November war „Zecke“ froh, wenn er noch 13 gesunde 1. Herren-Akteure aufbieten konnte. „Deshalb genügt sicher nicht nur der Blick auf die Tabelle und auf die erzielten Ergebnisse, um ein Urteil über uns zu fällen. Die Umstände sind schon entscheidend. Doch alles dürfen wir damit dann letztlich nicht entschuldigen. Wir haben auch einiges fahrlässig liegen gelassen“, denkt da der Übungsleiter an die schwache Ausbeute gerade gegen direkte Konkurrenten der Abstiegsrunde. Die null Punkte gegen den Rotenburger SV, der als Tabellenführer in diese Runde startet, an deren Ende sechs Klubs absteigen müssen, nerven da schon ein wenig.

So wie auch die Ausfälle von Routinier Mirko Temp oder Offensivspieler Faruk Celik. Während Temp berufsbedingt kaum trainieren konnte und damit keine Alternative mehr für die Blau-Weißen darstellte, „war ich von Faruk menschlich schon enttäuscht. Nach seiner Schambeinentzündung war von ihm urplötzlich nichts mehr zu hören und nichts mehr zu sehen. Dennoch haben wir ihm alle Hände gereicht, doch nehmen wollte er keine“, schüttelt da Ahlers-Ceglarek nur den Kopf.

Personell muss nachgelegt werden

So weiß der einstige Keeper dann auch, „dass wir uns quantitativ, aber vor allem auch qualitativ verstärken müssen – und auch werden.“ Denn ansonsten würde der Kader gerade einmal aus 18 Spielern inklusive zweier Torhüter bestehen. Gesetzt den Fall, alle weiterhin Angeschlagenen melden sich zum Trainingsauftakt im kommenden Jahr auch wirklich gesund. Einem Oberligisten wäre das definitiv unwürdig.

„Wir werden uns jetzt im Winter neu aufstellen und uns auch in der Vorbereitung neu einstellen und einschwören. Denn wenn diese Verletzungsmisere etwas Gutes hatte, dann die Tatsache, dass sie uns als Team hat enger zusammenrücken lassen. Die Jungs sind eine echte Einheit geworden. Und das gilt es bis zum Start der Abstiegsrunde noch zu vertiefen. Und natürlich müssen wir dann topfit für die zehn Endspiele sein. Das ist meine Aufgabe, dafür werde ich sorgen. Doch jeder im Team hat Bock sich reinzuhauen“, geht der Uphuser Übungsleiter mit viel Optimismus die anstehende, steinige Rallye an.

Von Frank Von Staden

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