START IN DIE SAISON TSV Achim peilt Klassenerhalt an / Sonntag in Selsingen

Zavelberg fordert mehr Konstanz

Mit diesen Neuzugängen peilt der TSV Achim den Klassenerhalt an, hinten von links: Trainer Sven Zavelberg, Dennis Sievers, Patrick Küsel, Ole Masuch. Vorne: Jonas Schnez, Fabian Schmidt und Bela Parchmann.
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Mit diesen Neuzugängen peilt der TSV Achim den Klassenerhalt an, hinten von links: Trainer Sven Zavelberg, Dennis Sievers, Patrick Küsel, Ole Masuch. Vorne: Jonas Schnez, Fabian Schmidt und Bela Parchmann.

Achim – Wer Sven Zavelberg kennt, der weiß, dass der Trainer des Fußball-Bezirksligisten TSV Achim großen Wert auf zahlreiche Testspiele legt. Denn in diesen will Zavelberg nicht nur die Abläufe im Spiel seiner Mannschaft verfeinern, sondern auch allen Akteuren die Möglichkeit bieten, sich zu zeigen.

Das hat in diesem Jahr nur bedingt geklappt, da die Corona-Pandemie lange Zeit dafür gesorgt hat, dass Testspiele untersagt waren. Und mit den letzten drei absolvierten Duellen dürfte Zavelberg vermutlich alles andere als einverstanden gewesen sein. Während die Niederlagen gegen den TV Hassendorf (1:2, 1. KK) und den SV Heiligenfelde (0:2, Bezirksliga Hannover) noch als Betriebsunfall gewertet werden konnten, ließ seine Mannschaft ausgerechnet in der Generalprobe vor dem Ligaauftakt beim Aufsteiger MTSV Selsingen (Sonntag, 15 Uhr) beim 0:7 gegen den Bremenligisten TuS Schwachhausen alles vermissen.

Dennoch ist er von der Qualität seines Kaders restlos überzeugt: „Im Vergleich zur Vorsaison sind wir in der Breite besser aufgestellt. Gerade unsere neuen Talente bringen frischen Wind rein und üben reichlich Druck auf die etablierten Spieler aus“, freut sich Zavelberg. Dabei meint er Maximilian Amenda, Jonas Schnez, Ole Masuch, Bela Parchmann, Fabian Schmidt und Arne Gaulke. Das Sextett kommt aus der eigenen A-Jugend und soll nun erste Erfahrungen im Herrenbereich sammeln. Dabei haben alle die Möglichkeit, sich über engagierte Trainingsleistungen für die erste Elf zu empfehlen.

Einer, der den Jungen den Einstieg erleichtern soll, ist Neuzugang Patrick Küsel vom TSV Ottersberg. Der Defensivallrounder ist zwar auch erst 24 Jahre alt, doch er blickt bereits über mehr als 100 Einsätze mindestens auf Bezirksebene zurück. Umso erfreuter ist Zavelberg, dass er Küsel nach längerem Werben vom Landesligisten an der Wümme endlich loseisen konnte. Komplettiert werden die Neuzugänge vom 22-jährigen Dennis Sievers. Er spielte zuletzt für den TSV Posthausen in der 2. Kreisklasse und will es nun höherklassig probieren. Dabei vermochte er sowohl im Training als auch in den Testspielen erste Akzente zu setzen.

Bei den Abgängen hinterlässt sicherlich Aykut Kaldirici die größte Lücke. Der Stürmer war in den vergangenen Jahren eine feste Größe im Spiel der Achimer. Doch Kaldirici will etwas kürzertreten und wechselte als Spielertrainer zum Kreisligisten TB Uphusen II. Ebenfalls nicht mehr dabei sind Nico Himmalai und Daniel Behr. Während Himmalai seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt hat, beginnt Behr ein duales Studium. Dadurch fehlt ihm die nötige Zeit. Jannik Elfers und Abdulla Sahinoglu bleiben dem Verein hingegen erhalten und gehören fortan dem Kader der zweiten Herren an. Ihnen dürften sich, wenn keine größeren Verletzungen dazwischenkommen, in den nächsten Wochen noch ein paar Spieler anschließen, denn mit aktuell 26 Mann hat Zavelberg eine sehr große Auswahl zur Verfügung.

„Letzte Saison hatten wir in einigen Spielen einfach zu viele Ausfälle in puncto Einstellung, Ehrgeiz und Galligkeit. Und dadurch gab es vermeidbare Niederlagen. Zudem müssen wir mehr Geschwindigkeit und körperliche Präsenz in unser Spiel bekommen, wenn wir in der Liga bestehen wollen. Es wird sicher keine einfache Runde. Dennoch wollen wir einen Platz unter den ersten fünf Teams erreichen, um den Klassenerhalt frühzeitig zu erreichen. Dafür brauchen wir definitiv mehr Konstanz als noch in der Vorsaison“, stellt Zavelberg unmissverständlich klar, was er von seiner Truppe erwartet.

Sein verlängerter Arm auf dem Platz ist weiterhin Patrick Spitzer, der die Abwehr dirigiert und Zavelberg nach wie vor als Co-Trainer zur Verfügung steht. Auch Patrick Bormann ist extrem wichtig. Der Hüne mit der Kapitänsbinde stand in der vergangenen Saison nicht so regelmäßig zur Verfügung. Und das spiegelte sich in der Organisation auf dem Platz wider. „Patrick ist einfach sehr wichtig für seine Nebenleute“, so Zavelberg.

In Achim wird interessant werden, wie schnell sich die jungen Spieler integrieren und welche Lösungen im offensiven Bereich gefunden werden. Schon im Vorjahr tat man sich schwer im letzten Drittel des Spielfeldes und erzielte mit 22 Treffern nach Riede die zweitwenigsten Tore. Die Achimer Stärken liegen eher im defensiven Bereich. Da verfügt das Zavelberg-Team nicht nur über reichlich Erfahrung, sondern hat mit Vincent Schicks auch einen guten Rückhalt im Tor.

Von Björn Drinkmann

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