Werder Bremens „Jahrhundert-Elf“ von 2004 gastiert am 3. Juni beim FC Verden 04

Zauber der Vergangenheit

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Freuen sich auf den 3. Juni 2016 und ein Megaevent im Verdener Stadion, v.l.: Dieter Burdenski, Andreas Höttler, Matthäi-Geschäftsführer Bernd Afflerbach, Heinz-Wilhelm Hoyer und Werders Kapitän von 2004, Frank Baumann.

Verden - Von Frank von Staden. Schwelgen Werder-Fans in Erinnerungen, dann dauert es nicht lange und die Sprache fällt zwangsläufig auf die Saison 2003/2004, als die Bundesliga-Fußballer von der Weser Geschichte schrieben, nicht nur den FC Bayern wegfiedelten und Deutscher Meister wurden, sondern auch noch das Double mit dem Gewinn des DFB-Pokals perfekt machten, damals Zweitligist Alemania Aachen im Finale 3:2 bezwangen. Und genau dieses Team hat sich jetzt Landesligist FC Verden 04 am 3. Juni zum absoluten Saison-Highlight ins Verdener Stadion eingeladen.

„Es kann allerdings nur ein tolle Geschichte für Verden werden, wenn wir vorher auch die Klasse gehalten haben“, fügte da gestern Verdens Fußball-Boss Andreas Höttler an, der neben Eventorganisator Dieter Burdenski unter anderem auch Mitsponsor Heinz-Wilhelm Hoyer (Mineralöl) sowie Werders einstigen Kapitän Frank Baumann in die Reiterstadt zu einem ersten Pressegespräch geladen hatte. „Wir haben solch ein Ding schon einmal in Visselhövede organisiert, das fast 5000 Zuschauer gezogen hat. Jetzt hoffen wir, dass wir Anfang Juni das Verdener Stadion restlos füllen können“, so Hoyer zuversichtlich. Auch „Budde“ zeigte sich optimistisch: „Dieses Ausnahmeteam hat soviel Strahlkraft, dass dieses Spiel für jeden Werder-Fan in der Region und umzu ein Muss ist!“

Werder Bremen wurde damals unter Coach Thomas Schaaf mit sechs Punkten Vorsprung vor dem FC Bayern Deutscher Meister. Unvergessen dabei die Art und Weise, mit der die Hanseaten sich am 8. Mai im Münchener Olympiastadion die Schale angelten. Beim 1:0 profitierte Torschütze Ivan Klasnic noch von einem schweren Patzer Oliver Kahns. Das 2:0 durch Johan Micoud per Heber und das 3:0 von Ailton ließen die Herzen des ansonsten so gelassenen Norddeutschen höher schlagen. Die Bayern mussten am Ende artig zum Titel gratulieren – 3:1. Die zahlreich mitgereisten Werder-Fans hatten schon eine halbe Stunde vor dem Abpfiff mit der Meisterparty begonnen. Letztlich war eine Serie von 23 Spielen ohne Niederlage in Folge nach der Winterpause ausschlaggebend, dass Frank Baumann die begehrte „Salatschüssel“ in den bayrischen Vorabendhimmel recken durfte. Die Bremer erzielten damals die meisten Tore der Liga und stellten mit Aílton den Torschützenkönig (28) und Fußballer des Jahres sowie mit ihm und Ivan Klasnic (13 Tore) den besten Sturm. Im Mittelfeld bildeten Johan Micoud, Fabian Ernst, Frank Baumann und Krisztián Lisztes oder Tim Borowski die noch heute legendäre Raute, die durch schnelle Kombinationen neue Maßstäbe setzte. Die Bremer Abwehr um den überragenden Innenverteidiger Valerien Ismael (kam zu Saisonbeginn zum Schnäppchenpreis von Racing Straßburg) ließ die zweitwenigsten Tore der ganzen Liga zu und trug wesentlich zur Meisterschaft bei. Ihre perfekte Saison krönten die Bremer schließlich am 29. Mai in Berlin mit dem Gewinn des DFB-Pokals. Damit gehören die Grün-Weißen zum exklusiven Club der Double-Gewinner: Außer ihnen erreichten dies nur Bayern München, 1. FC Köln, Schalke 04 und die Borussia aus Dortmund.

Welche Spieler Burdenski letztlich im Verdener Stadion präsentieren kann – abwarten: „Doch es werden schon die Verdächtigen sein, die die Fans erwarten. Johan Micoud, Ailton fliegt aus Monterrey ein, Holger Wehlage, Tim Borowski, Ivan Klasnic – und natürlich auch Frank Baumann. Denn wir haben ja eine Aufgabe zu erfüllen. Denn dieses Team hat seit gut 15 Jahren bei solchen Events noch kein Spiel verloren.“ Baumann: „Da stehen wir natürlich in Verden in der Pflicht!“

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