Eigentor des Japaners leitet Ottersbergs 0:2 gegen LSK ein / „Gesteigert“

Yoshida und Eggert – das fatale Missverständnis

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Der Unglücksrabe: Ottersbergs Eishun Joshida (links), hier gegen Lüneburgs Onur Saglam, unterlief ein Eigentor zum 0:1.

Ottersberg - Von Ulf von der EltzSeinen Humor hatte Axel Sammrey nicht verloren – die Abwesenheit des Kollegen Elard Ostermann bei der Pressekonferenz kommentierte der Trainer des Fußball-Oberligisten TSV Ottersberg trocken: „Wer weiß, was mit ihm passiert wäre, wenn wir das 1:1 gemacht hätten.“ Hatten die Wümme-Kicker nicht und so kassierten sie gestern gegen den Lüneburger SK Hansa eine 0:2 (0:1)-Heimpleite.

Verdient, wenn sie auch äußerst unglücklich eingeleitet worden war: Nach einem weiten Schlag überhörte Eishun Yoshida den Ruf des herauseilenden Tim Eggert und köpfte die Kugel ins eigene Tor – 0:1 (30.). Der Keeper verzweifelt und ironisch: „Wir haben einfach zu viele Deutsche im Team.“ Bis zu diesem Missverständnis habe seine Elf einigermaßen gut verteidigt, konstatierte Sammrey. Wissend, dass sie während der kompletten ersten Halbzeit unter Dauerdruck gestanden hatte: „Es war klar, dass Lüneburg mit Rückenwind das Spiel bestimmt.“

Dabei wäre schon vorher die Führung des Tabellenzweiten möglich gewesen, aber Friauf setzte die Kugel weit über den Kasten (15.) und Eggert rettete zweimal tadellos gegen Ulaga (17.) sowie Gierke (22.). Auf der anderen Seite vergab der von Malik Gueye freigespielte Kim die einzige Ottersberger Chance mit einem Schuss in die Arme von Keeper Wulf (27.). Immer wieder stießen die Lüneburger über ihre linke Seite bis zur Grundlinie vor, lediglich die schlechten Flanken verhinderten größere Gefahr.

Dass sich die Platzherren so weit zurück drängen ließen, schmeckte zumindest Alexander Arnhold nicht. Der gestern als Sechser aufgebotene Ex-Verdener: „Wir mussten den LSK kommen lassen, weil es schwer ist mit nur einer Spitze. Aber wir haben gut gekämpft und hätten vielleicht mehr erreichen können, wenn wir von Anfang an so gespielt hätten wie in der zweiten Halbzeit.“

Nach dem Wechsel agierten die Wümme-Kicker wesentlich mutiger, arbeiteten sich auch einige Chancen heraus. Doch Ömer Aktas (52.), Arnhold per Kopf (60.) und Kim per Flachschuss (61.) vergaben gegen nun durchaus flatternde Lüneburger. „In dieser Phase fehlte dann auch das nötige Glück. Insgesamt haben wir uns aber auch in diesem Match gesteigert. Wenn es so weiter geht, werden wir nächste Woche in Egestorf etwas mitnehmen. Dann platzt bestimmt der Knoten und wir schießen auch das Tor“, nimmt Sammrey die guten 20 Minuten mit.

Das 0:2 (68.) durch den freistehenden Ioannou – Gierke hatte zuvor den entscheidenden Zweikampf gegen Maciej Gawronski gewonnen – nahm dann die Spannung heraus, in der Folge kontrollierten die Salzstädter die Partie wieder eindeutig und hätten sogar noch einen weiteren Treffer drauflegen können.

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