TT-Bezirksoberliga: Hutbergen 7:5 bei Werder III / Oyten ohne Helming chancenlos – 4:9

Wulfes zieht Legende Coorssen den Zahn

Taktische Meisterleistung: Frank Wulfes (Bild) beherrschte Werder-Legende Coorssen – Hutbergen siegte 7:5.
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Taktische Meisterleistung: Frank Wulfes (Bild) beherrschte Werder-Legende Coorssen – Hutbergen siegte 7:5.

Hutbergen/Oyten – Sieg und Niederlage zum Auftakt der TT-Bezirksoberliga für die Vereine aus dem Kreis Verden: Während der TTC Hutbergen ein 7:5 beim SV Werder Bremen III feierte, musste sich der TV Oyten beim VfL Stade 4:8 beugen.

Werder III - Hutbergen 5:7. „Die Herausforderung bestand für alle Akteure, auch ohne Doppel schnell in Spiellaune zu kommen, was angesichts der langen Wettkampfpause nicht ganz einfach war. Einigen Spielern auf beiden Seiten merkte man den Trainingsrückstand deutlich an,“ meinte TTC-Kapitän Frank Wulfes. Die ersten Einzel im oberen Paarkreuz brachten ein 1:1. Während Wulfes gegen Arne Koch einen mühevollen 3:0-Arbeitssieg einfuhr, musste sich der inzwischen 18-jährige Nico Heinken 0:3 dem ältesten Spieler des oberen Paarkreuzes – Horst-Dieter Coorssen – geschlagen geben. Zwischen beiden dürfte deutlich mehr als ein halbes Jahrhundert liegen. In der Mitte folgten die ersten Fünf-Satz-Krimis: Tobias Hesse, dem die kurze Saisonvorbereitung deutlich angemerkt werden konnte, hatte sehr viele Chancen zum Sieg einschließlich Matchbällen – am Ende jubelte sein Gegner Philip Milles nach dem 12:10. Besser machte es Niklas Kuhnt. Gegen Christian Geis drehte er nach verlorenem ersten Satz im zweiten ein 2:9, um am Ende mit 11:8 im fünften zu triumphieren.

Auch im unteren Paarkreuz wurde eine Punkteteilung notiert: Andreas Otto unterlag 1:3 gegen Alexander Pantel und Bendix Bonk schlug Dirk Lüßen ebenfalls 3:1. Nach dem 3:3-Zwischenstand folgte oben ein sehr kurzes Spitzeneinzel: Wulfes spielte gegen Coorssen taktisch überzeugend, sodass er der Bremer Legende beim 11:3, 11:3 und 11:8 nicht den Hauch einer Chance ließ. Auch Heinken konnte sein Spiel stabilisieren und Arne Koch 3:1 zum 5:3 besiegen. In der Mitte wiederholte sich einiges: Hesse ging 2:0 in Führung, um den Faden und das Selbstvertrauen zu verlieren. Nach fünf Sätzen musste er genervt seinem Gegner gratulieren. Niklas Kuhnt gelang gegen Milles auch sein zweiter Sieg. Mit 3:1 baute er die Hutberger Führung auf 6:4 aus. „Für mich ist alles wie sonst auch, da ich in den letzten Jahren auch sehr wenig trainiert habe. Den anderen Spielern merkt man da mehr Unsicherheit an,“ so Kuhnt.

Otto konnte Lüßen nur zeitweise unter Druck setzen, sodass für ihn eine weitere 1:3-Niederlage nicht zu verhindern war. Bendix Bonk erlebte über die volle Distanz ein Wechselbad der Gefühle. Doch am Ende behielt er die Nerven und holte mit 11:7 im fünften den entscheidenden siebten Punkt: „Ich freue mich über die beiden Siege, auch wenn mich eine kleine Verletzung – zum Glück nicht an der Schlaghand – ein wenig behindert hat.“ Wulfes: „Ein wichtiger Auftaktsieg, um früh die Weichen auf Klassenerhalt zu stellen.“

Stade - Oyten 9:4. Für den TV Oyten setzte es in der Tischtennis-Bezirksoberliga in Abwesenheit des verletzten Spitzenspielers Oliver Helming die erwartete Niederlage zum Auftakt. Beim 4:8 beim VfL Sittensen sah Mannschaftssprecher Kai Emigholz aber durchaus auch positive Aspekte. Neuzugang Nico Schwarz stand für Helming an der Platte und machte seine Sache gut. „Sowohl Nico als auch Frank Müller haben in ihrem zweiten Einzel ganz stark gespielt,“ lobte Emigholz die Siege seiner Teamkollegen gegen Thomas Jaschinski und Nils Voß. Aufseiten der Sittenser überzeugte vor allem Piotr Slodczyk. Der gebürtige Pole hat in seiner besten Zeit in der Zweiten Liga seines Heimatlandes gespielt und wird daher im mittleren Paarkreuz der Bezirksoberliga nur ganz schwer zu bezwingen sein. Sowohl Müller als auch Emigholz hatten jedenfalls keine Chance gegen Slodczyk. Für die weiteren Oytener Punkte sorgten Franz König (gegen Jona Voß) sowie Thomas Gebbert (gegen Jaschinski). Beide gewannen ihre Spiele erst mit 11:9 im entscheidenden fünften Satz. „Der für uns alle neue Modus ohne Doppel ist natürlich noch etwas gewöhnungsbedürftig. Nachdem der siebte Punkt gefallen ist, ist generell schon ziemlich die Spannung raus. Aber generell sind wir froh, dass überhaupt wieder gespielt werden kann,“ stellte Emigholz abschließend fest. Am Sonnabend beim Heimdebüt gegen den Spaden (16 Uhr) wollen die Oytener möglichst die ersten Zähler einfahren.  vde/bdr

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