Am Mittwochabend Derby in Oyten gewonnen / Sammrey: „Es ist bitter“

Wolf führt SVV-Rudel zum 4:2

Setzte sich hier gegen Hülsens Abwehr durch: Anton Strodthoff (2.v.r.), der später Oytens 2:1 erzielte.
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Setzte sich hier gegen Hülsens Abwehr durch: Anton Strodthoff (2.v.r.), der später Oytens 2:1 erzielte.

Oyten – Zähes Spiel, am Ende aber setzte sich der Favorit durch: Im Bezirksliga-Derby feierte der SVV Hülsen am Mittwochabend einen 4:2 (1:2)-Sieg beim TV Oyten und kletterte damit auf den zweiten Rang – nur einen Punkt hinter Primus FC Hambergen. Die Gastgeber hingegen bleiben ohne Erfolg Tabellenletzter ihrer Staffel.

„Wir schießen wenige Tore. Da haben wir schon mal zwei erzielt, dann kassieren wir hinten vier. Insgesamt war das Abwehrverhalten zu schwach. Es ist bitter“, haderte TVO-Coach Axel Sammrey. Jetzt bleibt ihm nur wenig Zeit, seine Elf aufzurichten und am Sonnabend zum nächsten Versuch bei der TuSG Ritterhude zu schicken.

Etwas anders fiel die Reaktion bei seinem Gegenüber Jan Twietmeyer aus – wenn auch nicht überschwänglich: „Es war fast unser schlechtestes Spiel, aber wir haben Moral gezeigt und letztlich auch verdient gewonnen. Ein Drecksspiel muss man halt auch mal siegreich gestalten.“ Der SVV-Coach sah die frühe Führung als Gift an, „danach haben wir gedacht, es läuft von alleine.“

Sebastian Koltonowski gelang nach Wolf-Ecke per Kopf das 1:0 für die Schwarz-Weißen (7.). Oyten ließ sich aber wenig beeindrucken und kam rasch zum Ausgleich: Ein Avanas-Freistoß soll Felix Wolf an die Hand gesprungen sein, den umstrittenen Strafstoß nutzte Murat Avanas zum 1:1 (13.). Bis zur Pause agierte Hülsen überlegen hatte auch gute Chancen durch Wolf (16.), Bertram (37.), Koltonowski (39.) und Özer (41.). So fiel das nächste Tor überraschend auf der anderen Seite: Ein Winkelmann-Zuspiel nutzte der starke Anton Strodthoff zu einem kurzen Solo – 2:1 (43.).

„Sicher hatten wir Glück, dass wir zur Halbzeit vorne lagen. Aber wir haben bei den Standards nicht aufgepasst, die hat Hülsen gut gelöst“, meinte Sammrey. Sein TVO konnte sich nicht lange am Vorsprung erfreuen, bereits in der 54. Minute glich Wolf zum 2:2 aus. Mit einer Energieleistung und einem Schuss ins lange Ecke krönte der diesmal als Spielmacher fungierende Hülsener seinen Auftritt. „Das war der pure Wille. Felix hat sich heute belohnt, nachdem er zuletzt leer ausgegangen war“, lobte Twietmeyer seinen Rudelführer, der überragender Mann auf dem Platz war.

Kein Wunder also, dass Wolf beim 3:2 (70.) seinen zweiten Assist lieferte – den Freistoß verlängerte Marcel Meyer per Kopf ins lange Eck. Während das SVV-Tor in Hälfte zwei überhaupt nicht in Gefahr geriet, hätten die Oytener weitere Treffer kassieren können. Typisch war das 2:4 (90.+1), als sich Keeper Christian Rathjen die Kugel von Rafael Franco abluchsen ließ – der Offensive musste nur noch einschieben. Am Sonntag (14 Uhr) erwartet Hülsen den VSK Osterholz.

Von Ulf Von Der Eltz

Verdiente sich eine Fleißnote bei Hülsens 4:2-Sieg am Mittwochabend: Amer Özer (r.), der in dieser Szene Oytens Henrik Seeger ins Leere laufen ließ.

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