Thomas Celik schießt 1:0 gegen Etelsen

Stefan Wöhlke entgeht Rot – und rettet FC

Verdens Keeper Stefan Wöhlke schnappt sich die Kugel vor Etelsens Bastian Reiners.
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Wieder greift er zu: FC-Keeper Stefan Wöhlke schnappt sich die Kugel vor Etelsens Bastian Reiners.

Verden – Wie schwer die Geburt wirklich gewesen war, zeigten die Reaktionen nach Schlusspfiff. Frenetisch feierten die Kicker des FC Verden 04 am Sonntag ihren 1:0 (1:0)-Erfolg im Landesliga-Derby gegen den TSV Etelsen mit den entsprechenden Gesängen.

Und auch Co-Trainer Andreas Dreßler, der seinen erkrankten Chef Frank Neubarth auf der Bank vertreten hatte, atmete erleichtert durch: „Tatsächlich eine schwere Geburt. Wir haben schon in der ersten Hälfte gesehen, dass beide Teams auf Augenhöhe waren und wir glücklich vorne lagen.“

Sein Gegenüber Nils Goerdel zeigte sich mit der Leistung der Schlossparkkicker zufrieden, monierte lediglich die Chancenverwertung: „Wir haben gut umgeschaltet und teilweise einen Flow entwickelt. Durch Standards immer wieder höchste Gefahr heraufbeschworen.“  Aber die Gäste bekamen die Kugel nicht über die Linie, mindestens ein Punkt wäre für sie absolut verdient gewesen.

Nils Goerdel: „Manchmal zu offensiv gedacht“

Dass sie den nicht mitnehmen konnten, machte Goerdel an zwei Aspekten fest: „Wir haben manchmal zu offensiv gedacht und die Positionen nicht mehr gehalten. Das hat man deutlich beim entscheidenden Treffer gesehen. Und Stefan Wöhlke hätte zwingend die Rote Karte sehen müssen.“

Die Szene, die Etelsens Coach ansprach: Verdens Keeper kam aus dem Strafraum und brachte Nils Koehle zu Fall (33.): „Nils hatte ihn ja schon ausgespielt. Aber was hilft das Lamentieren.“ Für FC-Coach Dreßler ein Grenzfall: „Entscheidend war, dass  Stefan nicht konsequent genug zum Ball gegangen ist. Ich hatte mir schon überlegt, welchen Feldspieler ich rausnehme, wenn er vom Platz fliegt.“

Nico Meyer und Kato Tavan mit starken Rettungsaktionen

Doppelt ärgerlich für die Gäste: Wöhlke avancierte mit zahlreichen Glanzparaden zum besten Mann auf dem Platz und sicherte seinen Farben den hauchdünnen Sieg. Zum einen fing er zahlreiche Flanken sicher ab, zum anderen hielt er gegen Koehles Freistoß (18.), Luca Homanns Flachschuss (49.) und Koehles Granate aus dem Hinterhalt (59.) erstklassig.

Die erste Halbzeit wurde von zwei bravourösen Defensiv-Aktionen geprägt: Erst schlug Nico Meyer den Ball vorm einschussbereiten Thomas Celik weg (28.) – Passgeben Jonas Austermann hätte besser selbst den Abschluss gesucht. Ebenso wie auf der anderen Seite Luca Bischoff, nach dessen Querpass Homanns Schuss von Kato Tavan geblockt wurde (40.).

Zu Beginn mussten die Etelser noch zehn Verdener Drangminuten überstehen, Keeper Cedric Dreyer lenkte einen Freistoß von Austermann über die Latte (8.). In der Folge wurden die Gäste griffiger und zeigten die gefälligeren Offensivaktionen, verpassten allerdings eine mögliche Führung.

Andreas Dreßler lobt Thomas Celiks individuelle Klasse

Die fiel kurz vor der Pause für den FC, als Thomas Celik einen weiten Bormann-Schlag aufnahm, sich geschickt um Simon Gloger drehte und flach zum 1:0 vollendete (43.). „Da hat er seine individuelle Klasse ausgespielt“, lobte Dreßler den Torschützen. Und es hatte die von Goerdel monierte Positionierung seiner Defensivabteilung nicht gestimmt.

Im zweiten Abschnitt sahen die über 300 Fans über weite Strecken Kampf und Krampf bei ausgeglichener Chancenverteilung. Zittern mussten die Allerstädter zum Schluss, nachdem Sechser Luis Saul die Gelb-Rote Karte sah (82.), als er eine schnelle Freistoß-Ausführung blockiert hatte. Mit Glück rettete der FC den Sieg über die Zeit, trotz der Niederlage mussten die Etelser nicht komplett frustriert den Heimweg antreten: Durch das 1:1 von Gellersen hat die Goerdel-Elf nächsten Sonntag gegen den Tabellenletzten Breese Platz vier in eigener Hand.

Von Ulf Von Der Eltz

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