INTERVIEW TBU-Trainer Christian Ahlers-Ceglarek über Höhen und Tiefen in der Saison

„Wir waren auf einem guten Weg“

Hat aktuell viel Zeit für die Familie: TBU-Trainer Christian Ahlers-Ceglarek.
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Hat aktuell viel Zeit für die Familie: TBU-Trainer Christian Ahlers-Ceglarek.

Seine erste Saison als Trainer des Fußball-Oberligisten TB Uphusen hat sich Christian Ahlers-Ceglarek definitiv ganz anders vorgestellt. Im Interview blickt der 36-Jährige auf die vergangenen Monate zurück und wagt zudem einen Ausblick.

  • Die Spieler haben nur eine Aufgabe: Fit bleiben!
  • Entscheidung des Verbandes ist derzeit kein Thema
  • Terminhetze und höhere Belastung der Spieler könnte zu einem Problem werden

Uphusen – Nachdem Christian Ahlers-Ceglarek im vergangenen Sommer seine Torhüterkarriere beendet hat, blickte der 36-Jährige voller Vorfreude auf ein neues Kapitel in seiner sportlichen Laufbahn. Denn „Zecke“ wechselte einfach die Seiten und ist seitdem als Trainer des TB Uphusen im Einsatz. Allerdings hat er sich seine Premiere ganz anders vorgestellt, wie er im Interview verrät.

Der TBU ist Ihre erste Trainerstation. Was sicher mit ganz viel Elan begonnen hat, wurde durch die Corona-Pandemie unsanft ausgebremst. Was macht das mit Ihnen?

Das ist natürlich nicht so einfach, da es so ein abruptes Ende genommen hat. Zumal wir meiner Meinung nach auf einem guten Weg waren.

Nach etlichen Jahren als Spieler und nun als Trainer haben Sie aktuell sehr viel Zeit für sich. Könnten Sie sich daran gewöhnen, oder fällt Ihnen langsam aber sicher die Decke auf den Kopf?

Die Zeit mit der Familie genießen

Mitunter ist es sicher mal so. Denn auf der Arbeit ist auch mehr als genug zu tun, sodass einem schon der Ausgleich fehlt. Letztlich will ich aber auch die positiven Sachen hervorheben. Denn ich habe dafür jetzt viel Zeit für die Familie.

In welcher Form halten Sie Kontakt zu Ihren Spielern?

Im ersten Monat der Corona-Pause haben wir uns zweimal in der Woche online getroffen. Kurz geschnackt und dann eine Trainingseinheit online absolviert. Das ist aktuell etwas lockerer geworden. Aber ich habe in den vergangenen Wochen schon so ziemlich alle Spieler mal persönlich getroffen oder mit ihnen telefoniert.

Kontakt zu jedem Spieler

Was haben Sie ihnen für Aufgaben gegeben?

Die einzige Aufgabe besteht darin, dass jeder fit bleibt. Das gestalten wir in Form einer Lauf App, in der jeder Spieler auch die Läufe der anderen sehen kann. Aber auch hier gibt es vom Trainerteam keine konkreten Vorgaben, was Zeit und Kilometer angeht. Doch die Jungs ziehen eigenverantwortlich sehr gut mit. Sobald es konkrete Starttermine gibt, werden wir die Vorgaben natürlich anpassen, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Wie beurteilen Sie bisherigen Saisonverlauf?

Auch wenn wir den einen oder anderen Punkt noch gerne mehr gehabt hätten, können wir schon zufrieden sein. Nach einem schwachen Start haben wir uns in der Folge gesteigert. Wobei es immer Höhen und Tiefen gab. Unter anderem gegen Heeslingen. Da spielen wir eine sehr gute erste Hälfte, aber leider auch eine schlechte zweite. Gegen Bersenbrück und Hagen machen wir sicher kein gutes Spiel, doch wir gehen auch nicht als Verlierer vom Platz. In Celle hat die Truppe eine super Moral gezeigt, die nach einem unglücklichen Rückstand noch mit dem Siegtreffer in der Nachspielzeit belohnt wird. Auch in den Spielen gegen Lohne und Emden war zu sehen, dass es in der Truppe stimmt und die Spieler jederzeit alles reingeworfen haben.

Sollte es wirklich dazu kommen, dass entgegen der ursprünglichen Planung nur die ersten drei Teams jeder Staffel in die Meisterrunde einziehen, hätte sich das Thema für Sie bereits erledigt. Könnten Sie die Entscheidung des Verbandes nachvollziehen?

Ganz ehrlich. Im Moment ist das für mich alles noch sehr weit weg. Letztlich haben wir es ja auch nicht in der Hand, da keiner weiß, wann es wieder losgehen soll. Erst wenn das geklärt ist, kann man über mögliche Varianten sprechen.

Diverse Vereine klagen bereits über Austritte. Befürchten Sie auch, dass der eine oder andere Spieler Euch wegen der Corona-Zwangspause verlassen bzw die Lust am Fußball verlieren könnte?

Vorfreude auf den Neustart

Das kann ich mir bei uns nicht vorstellen. An der Situation findet sicher niemand Gefallen. Daher gehe ich eher davon aus, dass bei einem Neustart alle noch heißer auf den Fußball sind.

Wenn es irgendwann wieder losgehen sollte, worin könnten die größten Probleme für Sie liegen?

Je nach Zeitpunkt könnte die Terminhetze und die damit zusammenhängende Belastung für die Spieler bezüglich des Verletzungsrisikos zum großen Problem werden.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten. Wie würde der lauten?

Gesundheit und ein baldiges Ende der Pandemie.

Von Kai Caspers

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