TSV Bassen aber mit viel Mühe beim 3:1 im Spitzenspiel gegen TSV Wallhöfen / Rathjen hält Elfer

„Wir haben den Meister gesehen“

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Setzt hier schulmäßig zum Kopfball an, doch klatscht das Leder Bruchteile von Sekunden später nur an die Latte des Wallhöfener Gehäuses: Bassens Mirko Lüders (2.v.r.).

Bassen - Von Frank von Staden. Das Epizentrum des erfolgreichen Bezirksliga-Fußballs liegt weiterhin in Bassen.

Zwar trat der Klassenprimus gestern Nachmittag im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten TSV Wallhöfen beim mühsamen 3:1 (1:0)-Erfolg beileibe kein Erdbeben los, doch schickte nach Spielschluss Gästecoach Oliver Schilling schon einmal beste Glückwünsche an die Grün-Roten, die nach diesem elften Sieg im elften Spiel weiter eine blütenweiße Weste tragen: „Wir haben heute den neuen Meister gesehen!“

Der sich in dieser Partie aber unglaublich strecken musste, um am Ende den Vorsprung auf den neuen Tabellenzweiten MTV Riede auf elf Punkte auszubauen. „Denn wir waren absolut auf Augenhöhe, spielerisch sogar einen Tick besser als Bassen. Ohne aber die nötigen Tore zu schießen. Und da waren die Bassener einfach gnadenloser und cleverer, wie eigentlich in allen entscheidenden Situationen. Das hat den Unterschied gemacht“, so Schilling. Er dachte da an die Szene in der 82. Minute, als die Hausherren durch Mark Moffat per Strafstoß zum 3:1 trafen und Daniel Rhodien mit einer Roten Karte vom Platz musste. „Wir haben beide im Strafraum gerangelt, dann ist er mir auf den Fuß gestiegen“, löste Bassens Dennis Wiedekamp die undurchsichtige Szene auf, als er nach einem Eckball im Gewühl kurz zu Boden ging. Wiedekamp war es auch, der am 1:0 (32.) maßgeblich beteiligt war. Ebenfalls nach Eckstoß nahmen er und Mirko Lüders Christoph Haberland in die Zange, der überraschte Wallhöfener köpfte das Leder ins eigene Tor. Eine etwas glückliche Halbzeitführung für die Platzherren, die nur bei Standards große Gefahr heraufbeschworen. So traf Lüders gleich zweimal nach Eckstößen nur Aluminium. Doch besaßen auch die Gäste vor allem durch den quirligen Tobias Prigge gute Einschussmöglichkeiten.

In der 72. Minute machte es der Wallhöfener Stürmer dann aber besser, traf nicht unverdient zum Ausgleich (72.), auch wenn Bassens Innenverteidiger Mark Moffat später steif und fest behauptete, dass er das Leder noch vor der Linie aus der Gefahrenzone hat befördern können: „Sein Lupfer war definitiv nicht drin.“ Ein gutes Händchen bei seiner Einwechslung bewies dann Bassens Coach Marco Holsten, der Denis Schymiczek brachte. Kaum auf dem Feld, durfte dieser jubelnd abdrehen. Einen Heber von Christian Czotscher in den 16er drückte er cool über die Linie (76.).

Selbst nach dem 3:1 blieb die Partie aber spannend, zumal der sehr gute Unparteiische Nikolas Wilckens nach Schymiczek-Schubser im 16er abermals Strafstoß gab, doch TSV-Keeper Christian Rathjen gegen Steffen Kaluza Sieger blieb (87.).

„Im vergangenen Jahr hätten wir wahrscheinlich solch ein Spiel, das nach dem 1:1 durchaus einen anderen Verlauf hätte nehmen können, noch verloren. Doch die Mannschaft hat sich weiter entwickelt, kühlen Kopf bewahrt“, konstatierte Holsten dann später, ohne aber auch nur einmal das Wort Meisterschaft in den Mund zu nehmen.

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