Oyten durchlebt im Duell der Bezirksliga-Neulinge gegen Hesedorf

„Wir haben dumme Tore kassiert“

In dieser Szene bildet Bezirksliga-Aufsteiger TV Oyten Überzahl, schickt Dennis Pahnke (l.) Jendrik Metko auf die Reise. - Foto: von Staden

Oyten - Von Frank von Staden. Am Ende konnte Oytens Coach Axel Sammrey durchaus mit dem Ergebnis leben, doch auch er wusste, dass der Saisonstart für sein Team eigentlich zwei, drei Wochen zu früh kommt. So offenbarte der TVO im Duell der Fußball-Bezirksliga-Neulinge gegen den FSV Hesedorf/Mulsum doch noch einige Defizite und durchlebte beim 2:2 (1:0) bisweilen eine Achterbahn der Gefühle.

Das Spiel nahm im Grunde erst im zweiten Abschnitt so richtig an Fahrt auf. Zuvor agierten beide Teams eher im seniorenfreundlichen Tempo, hatte vor allem die Angriffsreihe der Gäste bis auf ganz wenige Ausnahmen einen Auswärtstermin. In der elften Minute allerdings musste TVO-Keeper Benjamin Skupin schon seine ganze Länge ausfahren, um einen Flachschuss vom gefährlichsten Hesedorfer, Kevin Murley, zu entschärften. Die Hausherren indes kamen gleich mit ihrem ersten nennenswerten Angriff zur Führung, als Daniel Aritim nach Konter Pascal Döpke mustergültig in Szene setzen konnte (19.). In der Folge setzten die Platzherren vor allem durch Döpke immer wieder kleine Nadelstiche, die durchaus das 2:0 hätten bringen können, da die Hesedorfer Hintermannschaft doch arg hüftsteif gegen dessen Antrittsschnelligkeit wirkte.

Nach dem Wechsel schien es dann so, als hätten die Gäste ihrem Dieselmotor einen Turbo zugeschaltet. Nun sahen die Angriffe flüssiger aus, prompt kam die Oytener Deckung ein ums andere Mal ins Schwimmen. Und so hieß es nach 60 Minuten nicht unverdient 1:2. Erst verwandelte FSV-Spielmacher Florian Szklarski einen von Jendrik Metko verursachten Foulelfmeter an Murley, dann fand ein halbhoch geschossener Rosebrock-Freistoß durch Freund und Feind hindurch sein Ziel. „Ja“, konstatierte dann auch Sammrey später leicht mürrisch, „wir haben wirklich dumme Tore kassiert!“

Was aber für die blutjunge blau-rote Crew sprach: Sie steckte den Kopf nicht in den Sand, verfiel nicht in Panik und mobilisierte noch einmal alle Kraftreserven. Deshalb kamen die Hausherren dann auch verdient zum Ausgleich, auch wenn der letztlich aus einem Eigentor resultierte. Der eingewechselte Neuzugang Tesfo Gebregziabher, der Einfachheit halber nur Robel gerufen, versuchte freistehend vor dem FSV-Gehäuse noch einen eigentlich unnützen Rückpass, den Hesedorfs Alexander Kupiec dann im Rettungsversuch über die Linie bugsierte (72.).

Als dann die Schlussakkorde angeschlagen wurden, rockten beide Teams mit offenem Visier. Die größte Chance zum Siegtreffer bot sich letztlich dem ausgepumpten Pascal Döpke, der nach feinem Tölle-Pass in die Nahtstelle frei vor dem Gästetor auftauchte, allerdings am herauseilenden Keeper Jonas Bohling scheiterte. Sammrey: „Am Ende hätten beide gewinnen können, das geht schon so in Ordnung.“

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