Weiter mit Müller-Dormann Oytens Trainerduo

Winter: „Meine letzte große Geschichte“

Oytens Trainer Marc Winter
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Das Wohl der Teams liegt weiter auch in seiner Hand: Marc Winter bleibt beim TV Oyten im Trainer-Duo. Archivfoto: häg

Weiter mit dem Handball-Trainer-Duo: Marc Winter und Lars Müller-Dormann sind auch nächste Saison sowohl für die Damen als auch für die Herren des TV Oyten verantwortlich. Sie haben richtig Bock - für Winter die letzte „große Geschichte“.

  • Einigung mit Marc Winter und Lars Müller-Dormann verläuft beim TV Oyten wie erwartet äußerst schnell
  • Trainer wollen die Oytener Handball-Teams weiterentwickeln
  • Marc Winter will länger in Oyten bleiben - bei seinem letzten Groß-Projekt

Oyten – Es dürfte niemand vom Hocker fallen bei dieser Personalie – zu sehr war sie von allen erwartet worden: Die Handball-Abteilung des TV Oyten hat die Verträge mit den Trainern Marc Winter und Lars-Müller Dormann für die nächste Saison verlängert. Damit macht das Duo bei den Drittliga-Damen sowie bei den Verbandsliga-Herren auch in der Serie 2021/22 in Personalunion verantwortlich weiter – beide Aufgaben versieht es seit Herbst 2019.

Dabei musste Müller-Dormann am Donnerstag auf Nachfrage dieser Zeitung ein wenig schmunzeln: „Weitermachen ist gut. Im Prinzip haben wir ja bisher gar keine Saison gehabt.“ Nachdem die Gespräche mit dem Vampires-Vorstand reibungslos und ohne Hindernisse abgelaufen sind, zeigt sich der 46-Jährige hoch motiviert: „Wir vermissen den Handball schon, haben jetzt richtig Bock auf die neue Runde. Die Lust ist umso größer.“

Fokus liegt zunächst auf Zusammenhalten des bisherigen Kaders

Die Aufgabe, beide Teams weiterzuentwickeln, konnte das Gespann wegen der Corona-Pandemie nur begrenzt erfüllen – und bislang weiß niemand, ob es in dieser Saison überhaupt noch einmal zu Punktspielen kommen wird. „Das wollen wir dann spätestens in der neuen Serie fortführen, auch wenn die Planungen natürlich nicht einfach sind“, verweist Müller-Dormann auf die Tatsache, dass mit potenziellen Neuzugängen derzeit kein Probetraining möglich ist: „Wir können halt nur mit den Mädels sprechen, haben damit aber schon frühzeitig angefangen. Grundsätzlich wollen wir mit allen aus dem bisherigen Kader weiterarbeiten.“

Dort liegt zurzeit der Fokus, bei den Männern gibt sich der Coach relativ entspannt. Was das Zusammenwirken mit Winter angeht, sieht der Selbstständige noch keine Abnutzungserscheinungen: „Es macht Spaß, passt schon zwischen uns. Wir haben uns das gegenseitige Vertrauen erarbeitet, wissen beide, wie der andere tickt.“

Setzt auf Weiterentwicklung: Lars Müller-Dormann verlängerte als Teil des Oytener Gespanns. Archivfoto: bjl

Den Wohlfühlfaktor unterstreicht Winter ebenso, der sich gleichermaßen freut, dass hinter die Verhandlungen mit dem Vorstand sehr schnell ein Haken gemacht werden konnte. Obwohl die Einigung wie in der Branche üblich erst einmal nur für eine Saison festgezurrt wurde, liegt dem Lehrer viel an einer längerfristigen Zusammenarbeit: „Zunächst war uns klar, dass es so nicht aufhören kann mit einer Saison, in der für mich der Drops schon gelutscht ist. Zum anderen wird unser Wirken hier noch ein bisschen andauern.“

Diese Konstellation mit den zwei unterschiedlichen Projekten Damen/Herren – „beide machen unheimlich Bock“ – wird für Winter persönlich indes die „letzte große Geschichte“ sein, die er auf sich nimmt. „Ich bin jetzt 53, da möchte ich irgendwann mal Handball von der Tribüne aus schauen“, wirft der Bremer ein. Zweite Liga bei den Frauen, Dritte Liga bei Männern und Frauen habe er bereits im Erfahrungsschatz: „Da gibt es in dieser Region nicht viel Interessanteres als den TV Oyten. Und bald bin ich aus dem Alter raus, in dem ich für solch eine Sache weit umherreisen möchte.“

Es macht Spaß, passt schon zwischen uns. Wir haben uns das gegenseitige Vertrauen erarbeitet, wissen beide, wie der andere tickt.

Lars Müller-Dormann über das gemeinsame Trainer-Wirken mit Marc Winter

In Sachen Kaderplanung liege neben dem Zusammenhalten des bisherigen Kaders der Fokus bei Neuzugängen auf den Talenten aus dem hiesigen Raum. Denn Winter weiß: „Da Probetrainings in der Pandemie nicht möglich sind, werden wir kaum Spielerinnen aus der Zweiten Liga holen können. Wir schauen uns nach jungen Kräften um, die wir mit der Perspektive Dritte Liga zu den Vampires locken können.“

Oytener Vorstand erfreut über wichtige Personalentscheidung

Das gedeihliche und vertrauensvolle Miteinander des TVO-Trainerduos war auch der wesentliche Verlängerungs-Grund für die Führungsriege, wie Vampires-Vorsitzender Daniel Moss erklärte: „Corona verlangt uns allen viel ab. Keiner weiß, wie es in dieser Saison überhaupt noch weitergeht. Umso wichtiger ist es uns gewesen, bereits jetzt die Planungen für die neue Saison zu beginnen. Wir freuen uns alle, die erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen“.

Eine wichtige Personalentscheidung sei damit bei den Oytenern getroffen. Jetzt könnten alle weiteren Schritte für die nächste Punktrunde angegangen werden. Moos abschließend: „Trainer und Vorstand arbeiten mit Hochdruck bereits daran. Gemeinsam hoffen jetzt alle auf einen Saisonstart nach den Sommerferien und dann auch wieder einen geregelten Spielbetrieb.“

Von Ulf Von Der Eltz

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