TV Oyten trotzt Henstedt ein 28:28 ab / Engelkes letzter Treffer zählt nicht mehr

Nur ein Wimpernschlag fehlt

Oytens Spielmacherin Denise Engelke hatte kurz vor dem Ende den vermeintlichen Siegtreffer gegen den Tabellenzweiten aus Henstedt-Ulzburg erzielt. Doch die Schiedsrichter gaben den Treffer nicht, da die Zeit schon abgelaufen war. - Foto: Hägermann

Oyten - Von Kai Caspers. Am Ende fehlte Handball-Drittligist TV Oyten Vampires nur eine Sekunde zum Siegtreffer gegen den Tabellenzweiten SV Henstedt-Ulzburg. Zwar hatte Denise Engelke mit ihrem abschließenden Wurf unter großem Jubel getroffen, doch das Schiedsrichter-Duo Hochsprung/Heinkel verweigerte dem Treffer die Anerkennung. „Für mich hatte der Ball die Hand vor dem Abpfiff verlassen“, erklärte Engelke nach dem 28:28 (17:14).

In der Nachbetrachtung spielte diese Szene für Sebastian Kohls jedoch überhaupt keine Bedeutung. Das musste es auch nicht. Schließlich hätten seine Spielerinnen frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen können. Nachdem Katharina Kruse einen Gegenstoß verwandelt hatte, roch es beim 22:16 (38.) nach einer kleinen Vorentscheidung. Allerdings verloren die Gastgeberinnen in der Folge immer mehr den Faden. Sicher auch der Tatsache geschuldet, dass in Anbetracht der äußerst dünn besetzten Auswechselbank nun mehr und mehr die Kräfte nachließen. „Eigentlich hatten wir bis dahin alles im Griff. Doch dann haben wir unsere Offensivaktionen zu früh abgeschlossen. Auch in der Rückwärtsbewegung hat es dann nicht mehr gestimmt“, monierte Kohls. Folge: Die Gäste kamen in der 47. Minute erstmals zum Ausgleich – 22:22. Erst Pia Franke beendete die zehnminütige Torflaute der Vampires, als sie nach einer gelungenen 1:1-Situation zum 23:22 erfolgreich war. Dennoch drohte die Begegnung im Anschluss beim 24:26 komplett zu kippen. Doch Denise Engelke und die überragende Jana Kokot weckten mit einem Doppelpack zum 26:26 neue Hoffnungen. Kohls: „Gegen Ende ist es bei uns natürlich dünner geworden. Denn im Gegensatz zu uns konnte Henstedt im Rückraum komplett durchtauschen. Und das macht sich dann auch irgendwann mal bemerkbar“, verwies Oytens Trainer auf die fehlenden Kraftreserven. Unmittelbar vor dem Ende sah es beim 28:29 dann aber doch nach einer Niederlage aus, zumal Kokot eine Zeitstrafe kassierte. Nur gut, dass Katharina Kruse keine Nerven zeigte und erneut per Gegenstoß erfolgreich war – 29:29. Auch auf Torhüterin Romina Kahler war in dieser Phase Verlass, denn sie bewahrte ihr Team Sekunden vor dem Abpfiff mit einer Glanzparade vor dem womöglich entscheidenden Gegentreffer. Allerdings blieb das dann doch unbelohnt, da die Schiedsrichter den abschließenden Engelke-Treffer nicht mehr anerkannten. „Ich denke, dass wir mit diesem Auftritt zufrieden sein können. Wir haben über die gesamte Dauer intensiv gearbeitet und in der Deckung gut gestanden. Hinten raus hat es dann leider etwas gefehlt“, bilanzierte Sebastian Kohls.

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