NFV will die Saison einfrieren und sie ab September fortsetzen

Kurt Thies, Vorsitzender des Fußball-Kreises Verden, bittet noch um etwas Geduld.

Hannover/Verden – Die Entscheidung ist gefallen. Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) plant, die laufende Spielzeit aufgrund der Corona-Krise einzufrieren. Damit steht dem Amateurfußball wohl die längste Sommerpause der Geschichte bevor. Denn die bestehende Zwangspause soll bis zum 31. August 2020 verlängert werden, ehe die aktuelle Saison dann voraussichtlich ab dem 1. September fortgesetzt werden soll. Das wurde den 42 Kreisvorständen des NFV am Freitag in einer Videokonferenz mitgeteilt. Die endgültige Entscheidung ist damit aber noch nicht getroffen. „Jetzt findet in den Kreisen und Bezirken so eine Art Abfrage statt. Eine Gegenstimme gab es in der Konferenz aber nicht“, berichtet Jürgen Stebani, Vorsitzender des Spielausschusses.

Unterbrechen statt abbrechen – für den NFV die einzig diskutable Lösung. „Ein Abbruch bringt keine Vorteile. Ganz im Gegenteil: Es kämen weitere Haftungsfragestellungen auf“, sagt NFV-Präsident Günter Distelrath nach der rund zweistündigen Sitzung. Die Spielzeit, so seine Botschaft, soll von der Oberliga abwärts in allen Männer-, Frauen und Jugendligen wenn möglich am 1. September fortgesetzt werden. Auch ein späterer Wiederbeginn sei möglich, auch wenn die Saison 2020/2021 dann komplett ausfiele. Letztlich hängt aber vieles davon ab, welche Auflagen es künftig weiterhin von den Behörden gibt. Schließlich ist der Trainingsbetrieb aktuell noch untersagt. Ob, und wann es da in irgendeiner Form Lockerungen gibt, gilt es abzuwarten. Und sollte der Ball dann tatsächlich ab dem September wieder rollen und somit im Herbst wieder gespielt werden dürfen, hängt auch vieles von der Witterung ab.

Zum NFV-Vorschlag kommen zudem noch einige Fragezeichen: Wann dürfen Spieler die Clubs wechseln? Wann startet die nächste Saison, wenn die jetzige vielleicht erst im Dezember zu Ende ist?

Auch Kurt Thies, Vorsitzender des Fußball-Kreises Verden, war natürlich Teilnehmer der Konferenz. Allerdings wollte er auf Nachfrage noch keine offizielle Stellungnahme zum NFV-Beschluss abgeben: „Wir alle erleben derzeit eine Situation, die in dieser Form noch nie dagewesen ist. Daher müssen wir uns im Vorstand erst einmal die Karten legen und unsere Vereine informieren. Erst im Anschluss können wir eine sachliche Diskussion führen, da an der NFV-Entscheidung noch so viele andere Sachen dranhängen, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind.“ kc

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