Coach Dennis Wiedekamp: „Es ist fünf vor zwölf!“

TSV Bassen droht der tiefe Fall

Dennis Wiedekamp am PC: Wer hat bei anderen Klubs welche Spielanteile, wer saß nur auf der Bank und wäre deshalb von einem Wechsel nach Bassen nicht abgeneigt?
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Dennis Wiedekamp am PC: Wer hat bei anderen Klubs welche Spielanteile, wer saß nur auf der Bank und wäre deshalb von einem Wechsel nach Bassen nicht abgeneigt?

Seit mehr als ein Jahrzehnt gehört der TSV Bassen zu den Spitzenteams in der Fußball-Bezirksliga, kratzte mehrmals am Landesliga-Tor, das sich aber nur einmal kurz für eine Saison öffnete. In dieser Spielzeit ist alles anders. Passen die Grün-Roten nicht gehörig auf, droht im kommenden Jahr die Abstiegsrunde und im schlimmsten Fall die Fußball-Kreisliga.

Bassen – Mark Moffat, Urgestein des TSV Bassen und einer der Führungsspieler beim Fußball-Bezirksligisten, macht sich nach nur acht geholten Zählern aus bisher neun Punktspielen so seine Gedanken und kommt zu dem Ergebnis: „Einige träumen bei uns immer noch weiter von der Landesliga. Klar wollen da bei uns alle hin, ist das seit Jahren unser Ziel. Doch diesmal sollten wir uns erst einmal darauf konzentrieren, noch genügend Punkte zu holen. Denn wenn man erst einmal in der Spirale steckt, die in den Keller führt, dann ist es schwer, wieder aus ihr herauszukommen. Und es sind am Saisonende schon einige Vereine in der Kreisliga gelandet, die damit zuvor nie gerechnet haben!“

Wenn man erst einmal in der Spirale steckt, die in den Keller führt, dann ist es schwer, wieder aus ihr herauszukommen.

Mark Moffat, Führungsspieler TSV Bassen

Moffat ist nicht der Einzige, der die Zeichen der Zeit bei den Kickern von der Dohmstraße erkannt hat. Auch Coach Dennis Wiedekamp, der bekanntlich den kurz vor Saisonstart ausgestiegenen Uwe Bischoff beerbte, ist sich durchaus bewusst, dass so langsam der Schalter bei den Grün-Roten umgelegt werden sollte, sagt: „Momentan sind wir meilenweit von der Meisterrunde entfernt. Die Niederlage bei Rot-Weiß Achim am Sonntag schmerzt da doppelt. Denn mit einem Sieg wäre sie wieder greifbar gewesen. Doch abgeschrieben haben wir sie noch nicht ganz. Entscheidend sind jetzt die nächsten zwei, drei Spiele. Gestalten wir die erfolgreich, dann können wir uns noch einmal rangucken.“

Haben derzeit viel zutun beim TSV Bassen: Dennis Wiedekamp und sein Co-Trainer Kai Wessel.

Wirft man einen Blick auf die Aufstellung der Bassener in den vergangenen Wochen, dann bürgt die eigentlich für viel Bezirksligaqualität. „Alle, die da aufgelistet sind, sind wirklich gute Kicker. Doch schaut man genauer hin, dann fehlen da einige Namen, die entscheidend sind. Und zwar im Angriff. Unser Problem ist nämlich, dass wir keinen mehr haben, der vorne die Hütten macht. Kein Luca Bischoff, kein Denis Schymiczek und auch kein Daniel Wiechert. Alle haben uns aus den verschiedensten Gründen verlassen. Rechnen wir von unserem Torkonto einmal die sechs Buden gegen den TSV Achim und die vier in Thedinghausen ab, dann bleiben aus sieben Spielen gerade einmal sechs Tore. Das ist viel zu wenig!“

Borchers zieht sich Muskelbündelriss zu

Ein weiteres Problem: Nach dem Weggang von sechs, sieben Stammspielern konnte der TSV Bassen sein Team weder qualitativ noch quantitativ ergänzen. „So verfügen wir derzeit über einen 18er-Kader, in dem bisher jede Woche mindestens drei Spieler wegen Urlaub fehlten. Und da wir einige Schichtler in unseren Reihen haben, die nur einmal die Woche oder nur alle 14 Tage trainieren können, ist auch die Trainingsdichte auf dem Platz momentan eher überschaubar“, so Wiedekamp, der in den nächsten Wochen – und damit in der entscheidenden Phase für den TSV Bassen – zu allem Überfluss auch noch auf Offensivspieler Constantin Borchers verzichten muss, der sich vergangenen Dienstag im Training einen Muskelbündelriss zuzog. Moffat: „Unsere Situation ist wirklich bescheiden. Uns droht die Abstiegsrunde, aus der am Ende sechs Mannschaften in die Kreisliga müssen!“ Und Wiedekamp orakelt schon einmal: „Diese Abstiegsrunde wird definitiv zu einem Haifischbecken mutieren. Wir müssen uns jetzt irgendwie fangen und Siege einfahren. Denn es ist fünf vor zwölf! Wer die Tabelle lesen kann, der weiß das.“

Von Frank Von Staden

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