Nach zwei Spielern des Fußball-Oberligisten TB Uphusen nun drei „Zocker“ im Visier / Hausdurchsuchungen angeordnet

Wettskandal: Staatsanwaltschaft greift ein

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In Sachen „TBU-Wettskandal“ hat die Staatsanwaltschaft die Uhr auf fünf nach zwölf gestellt.

Uphusen - Von Frank von Staden und Kai Caspers. Neue Nachrichten im Wettskandal um den Fußball-Oberligisten TB Uphusen, bei dem zwei Spieler unter Verdacht stehen, das Punktspiel am 1. November 2014 gegen den SSV Jeddeloh manipuliert zu haben (wir berichteten ausführlich). Nun griff auch die Staatsanwaltschaft Verden offiziell ein und ordnete drei Hausdurchsuchungen an, beschlagnahmte dabei eine Vielzahl an Beweismitteln.

„Der Kreis der Verdächtigen hat sich um drei Personen erweitert“, erklärte dabei Lutz Gaebel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden. Während zuvor noch Markus Neumann, Sprecher der Polizeiinspektion Verden/Osterholz Auskünfte erteilte, übernimmt nun nur noch Gaebel. „Bei uns ist ab sofort Informationsstop“, lehnte Neumann gestern jeden Kommentar zum „Fall TBU“ ab und machte damit gleichzeitig deutlich, dass die Zügel im Oberliga-Wettskandal so langsam angezogen werden.

Gaebel erklärte gestern, „dass wir erst am Anfang einer Verdachtsstrecke stehen. Wir werden aber sämtliche uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um den Verdacht zu erhärten!“

Dass es sich bei den drei Personen, bei denen die Hausdurchsuchungen vorgenommen wurden, um weitere Spieler des Turnerbundes handelt, konnte der Pressesprecher indes verneinen: „Natürlich werden wir in diesem Fall derzeit noch so wenig Informationen wie nötig rauslassen. Bei den Verdächtigen handelt es sich zwar um Spieler, aber nicht um Fußballer – sondern um Spieler aus dem Wettmilieu. Wir haben bei ihnen Beweismittel in Papier- als auch in Datenform sichergestellt.“

Ob die Durchsuchung von Erfolg gekrönt war, wollte Gaebel gestern nicht kommentieren: „Wie wir auf die Personen gekommen sind, was genau wir sichergestellt haben, ist erst einmal nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.“ Und auch die Frage, ob das verdächtige Trio aus dem Bremer Raum kommt, ließ der Sprecher der Staatsanwaltschaft unbeantwortet. Sollte das Material allerdings zu einer Anklage reichen, wolle man sich zu gegebener Zeit äußern.

Natürlich waren die neuen Erkenntnisse auch längst zu den Verantworlichen des TB Uphusen durchgedrungen, der sich aktuell mit seinem Team im Trainingslager im türkischen Antalya befindet. „Wir sind darüber informiert worden. Aber da es nach wie vor ein laufendes Verfahren ist, war es für uns auch nur für einen kurzen Moment beim gemeinsamen Mittagessen ein Thema. Nach wie vor lassen wir uns nicht verrückt machen, sondern warten ganz entspannt ab, was die Ermittlungen denn ergeben werden“, erhofft sich Uphusens Team-Manager Markus Nesemann einen genaueren Einblick in die Materie Ende Februar. „Dann können wir bei den zuständigen Behörden Schriftstücke verlangen und endlich sehen was Sache ist. Dass von den Hausdurchsuchungen keine Spieler des aktuellen Kaders betroffen waren, erleichterte Nesemann: „Ich vermute da eher die Hintermänner.“

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