Wettanbieter Tipico will Fußball-Oberliga nicht aus seinem Programm nehmen

„Fall Uphusen“: Jetzt nimmt die Kripo Ermittlungen auf

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Nun nimmt auch die Kripo ihre Ermittlungen auf.

Uphusen - Von Frank von Staden. Der „Fall Uphusen“, er lässt die Fußball-Oberliga wohl nicht so schnell los. Denn es hat den Anschein, als ob der Verdacht des Manipulationsversuches aus der Partie zwischen dem TB Uphusen und dem SSV Jeddeloh (wir berichteten) kein Einzelfall ist.

So hält sich weiterhin hartnäckig das Gerücht, dass auch eine Woche zuvor auf die Spiele zwischen dem 1. FC Wunstorf - TB Uphusen sowie TSV Ottersberg - VfL Osnabrück II vermehrte Wetten in Form eines Kombi-Tipps abgegeben worden sein sollen. Zudem nehmen nun Kriminalpolizei als auch die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen auf.

Obwohl Tipico nach eingehender Recherche in seinem Haupthaus auf Malta zu der Erkenntnis gekommen ist, „dass bei diesem Oberliga-Spiel zwischen Uphusen und Jeddeloh vieles zusammenpasst, was auf den ersten Blick nach einem Wettbetrug aussieht“ (O-Ton Dominic Sauer, Leiter Unternehmenskommunikation Tipico Deutschland), wird der Wettanbieter die Liga nicht aus seinem Programm nehmen. Sauer weiter: „In der Regel gehen auf Oberliga-Spiele maximal ein paar hundert Wetten ein, diese Partie registrierte aber Wetten in Höhe von 10 000 Euro. Dabei wurden die ersten am Sonnabend um die Mittagszeit platziert, viele dann erst kurz vor Spielbeginn.“

Tipico sieht sich trotz dieser Vorfälle grundsätzlich nicht dazu veranlasst, sein Oberliga-Angebot zu sterichen. Sauer erklärt auch warum: „Unter dem Strich ist die Auffälligkeit in dieser Liga nicht hoch. Natürlich werden wir jetzt genau hinschauen, wie sich die Lage weiter entwickelt. Was nicht heißt, dass wir sofort Oberliga-Spiele herausnehmen, wenn sich bei dem ein oder anderen Spiel eine hohe Anzahl an Wetten abzeichnet. Denn dahinter steckt nicht immer Manipulation. In der Oberliga sind Einsatz- und Gewinnhöhe ohnehin begrenzt.“ Übrigens: Im Uphuser Fall schüttete der Anbieter bisher 9 000 Euro aus. Behauptungen, die einen Schaden in einem hohen fünfstelligen Bereich betiteln, konnte Sauer nicht bestätigen.

Er erklärte aber, „dass Tipico den Dialog mit Vereinen und Verbänden sucht, um Vorfälle dieser Art aufzuklären.“ Gut möglich, dass Dominic Sauer in den kommenden Tagen eine Vielzahl von Fragen beantworten muss, denn seit Donnerstag nahm nicht nur das NFV-Sportgericht, sondern auch die Kripo Verden sowie die Staatsanwaltschaft erste Ermittlungen auf. Anfragen an diese Zeitung, mit den Behörden zu kooperieren, lehnte sie aufgrund ihres Rechts des Informantenschutzes ab.

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