Wenn Dundu ein zweites Mal erwacht...

34. Sport & Schau: Leucht-Riese liefert vor 8. 000 Zuschauern emotionales Highlight

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Saltos und Drehungen: Mit dem National Danish Performance Team wurde es richtig spektakulär.

Verden - Von Ulf von der Eltz. Er hatte sich nach dem atemberaubenden Schluss-Act eigentlich schon wieder in aller Stille in die Schlafposition begeben – zum furiosen Finale wurde Dundu aber doch noch einmal geweckt und verabschiedete sich winkend zusammen mit sämtlichen Aktiven. Moderator Yared Dibaba rief dem begeisterten Publikum zu: „Auf Wiedersehen bei der 35. Sport & Schau am 5. Januar 2019.“

Stimmungsvoller hätte die 34. Auflage der größten Sportgala Norddeutschlands am Sonnabend in der Verdener Niedersachsenhalle nicht enden können. Gerade noch war es den insgesamt 8 000 Zuschauern in zwei Vorstellungen so richtig warm ums Herz geworden – da bekamen sie schon wieder Appetit aufs nächste Mal.

Erst dem kleinen Dundu und zum Höhepunkt dem fünf Meter hohen Leuchtgiganten hauchten die fünf Puppenspieler aus Stuttgart Leben ein – die Figuren schwebten geschmeidig durch die Halle. Ob als normaler Läufer, Schlittschuh-Akrobat oder auch mal als liebevoller Riese, der einen Zuschauer in den Arm nahm – Dundu gab sich ganz wie du und ich. Staunend, ja fast schon andächtig verfolgten die Fans des von der Mediengruppe Kreiszeitung veranstalteten Events jede einzelne Bewegung der durch mehr als tausend LED-Lampen erstrahlenden Marionette. Das hatten sie noch nie gesehen.

Sponsoren-Empfang bei der Sport & Schau

Ebenso künstlerisch wertvoll – und auch mächtig akrobatisch – zog Elena Gibson das Publikum in ihren Bann. Die Mailänderin stellte beeindruckend unter Beweis, warum sie Weltmeisterin in Pole-Dance ist. Ihre Interpretation des Schwanensees riss auch diejenigen von den Sitzen, die keine Ballett-Fans sind. Das gelang nicht minder dem National Danish Performance-Team (NDPT), das zunächst mit einem Hip-Hop-Tanz für Schwung sorgte. So richtig spektakulär wurde es mit den Skandinaviern aber auf der langen Tumbling-Bahn: Flik-Flaks, Drehungen, Überschläge am Fließband sorgten für das sportliche Highlight bei Sport & Schau – gekrönt vom dreifachen Salto in den Stand.

Sport & Schau in Verden

Ein Weltrekord hatte Tauri Vahesaar aus Estland und Abraham Hernandez aus Chile berühmt gemacht. Warum auf der Slackline eine 15-minütige Nonstop-Turnnummer im Guiness-Buch steht, wussten die Zuschauer spätestens nach der verrückten Vorführung. Moderator Dibaba ließ natürlich nicht unerwähnt, dass die Engländer den Ausdruck Slackline wie vieles andere auch den Plattschnackern geklaut haben: „Das heißt doch ursprünglich Schlackerleine!“

In die Welt der Magie entführte Peter Valance. Seine Entfesselungsshow, in der er sich in zwei Minuten aus einer Zwangsjacke befreite, wurde – natürlich – in letzter Sekunde zu einem von tosendem Beifall begleiteten Erfolg. Rasant ging es dann mit Sabine Wolff und ihrem Team aus dem Schwarmer Hundezentrum zu: Die Vierbeiner fingen im Sprung, in Drehungen sowie im vollen Lauf fliegende Scheiben mit der Schnauze und rockten mit dieser einzigartigen Dog-Frisbee-Show die Halle.

After-Show-Party bei der Sport & Schau

Wie auch alte Bekannte aus Kanada: Catwall schwebten ganz schwerelos Glaswände hoch, ließen sich fallen, um ein weiteres Mal steil zu gehen – alles unter Mithilfe eines Trampolins. Die Lachmuskeln strapazierte diesmal ein Berliner: Herr Stanke versuchte sich im Teppichklopfen, allerdings hatte der Hausmeister seine liebe Mühe und Not, das gute Stück unfallfrei über die Stange zu legen. Lokalkolorit brachten die Feuerwehr Scharnhorst und die Turner des TV Verden in die Halle, ihre ganz spezielle Rettung des ausgebüxten Kätzchens begeisterte das Publikum. Die Ehrung der Sportler des Jahres aus dem Kreis Verden rundete das Programm ab.

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