Axel Sammrey verlängert Vertrag beim Fußball-Oberligisten TSV Ottersberg

„Warum soll ich mit Gewalt eine Veränderung suchen?“

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Nun ist es amtlich: Henning Haltermann (l.) und Axel Sammrey besiegeln ein weiteres Jahr des Übungsleiters beim TSV Ottersberg.

Ottersberg - Von Frank von StadenAxel Sammrey schickt sich an, im Fußball-Kreis Verden den Spitznamen „Trainer-Methusalem“ ans Revers heften zu können. So unterschrieb der 57-Jährige jetzt schon zum elften Mal beim Oberligisten TSV Ottersberg für ein weiteres Jahr, wird damit in seine zwölfte Saison mit den Grün-Weißen gehen.

Und das endlich einmal mit großer Vorfreude. Drifteten in den letzten beiden Serien die Erwartungen des Übungsleiters und die Möglichkeiten des Vereins doch weit auseinander (wir berichten), so könnte Sammrey diesmal schon frühzeitig einen kompletten Kader beisammen haben, um dann endlich wieder einmal eine gute Vorbereitung absolvieren zu können. „Anfang April sollen alle Zu- und Absagen auf dem Tisch liegen, um Planungssicherheit zu haben. Wenn dann ein fester Stamm von 14, 15 Spielern beisammen bleibt, bin ich für die anstehende Saison endlich einmal guter Dinge, von Anfang an eine gute Rolle spiele zu können. Natürlich werden wir uns auch wieder um Neuzugänge bemühen. Doch werde ich keinen mehr nehmen, mit dem ich kein Vier-Augen-Gespräch führen kann. Ich will einfach keine Luftpumpen mehr im Training sehen, die alles kaputt machen!“

Dabei wird Sammrey sein Augenmerk vor allem auf Spieler richten, die aus der Region kommen. „Wir wollen Verstärkungen – aber nicht aus China oder Timbuktu.“ Was nicht heißen soll, dass dem 57-Jährige sein Multi-Kulti-Kader – dieser weist derzeit elf verschiedene oder doppelte Staatsbürgerschaften auf – ein Dorn im Auge wäre. „Zwar hapert es manchmal noch in wichtigen Situationen an der genauen Verständigung, aber es wird. Nein, diese Jungs machen mir viel Spaß. Das Verhältnis zu diesem Team stimmt absolut. Warum also hätte ich mit Gewalt eine Veränderung suchen sollen?“

Auch die Kommunikation mit dem Förderverein ist diesmal sehr intensiver als in den Jahren zuvor. Sammrey: „Es waren gute und fruchtbare Gespräche. Ich sehe, dass wir wieder einen Schritt nach vorn machen können. Und das ist gut so für einen Verein wie den TSV Ottersberg. Es ist nicht selbstverständlich, dass solch ein Club bereits in seine siebte Oberliga-Saison gehen kann. Und in die will ich unbedingt mit einem eingespielten Team gehen.“

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