Das Warten für die Fußballer geht weiter

Spätestens am 11. Mai wird es die nächsten Infos bezüglich der Saison geben

Verden – Kurt Thies hatte es schon geahnt. Nachdem die Vereine in Niedersachsen in einer Umfrage mehrheitlich gegen den Vorschlag des Verbandsvorstandes zur Fortsetzung der Fußballsaison unterhalb der Regionalliga gestimmt haben, rechnete der Vorsitzende des NFV-Kreises Verden nicht mit einer Entscheidung bei der für Dienstagabend erneut anberaumten Videokonferenz der niedersächsischen Führungsetage mit den Kreisvorständen: „Bei den vielen möglichen Szenarien kann es eigentlich nur einen weiteren Austausch gehen. Ein endgültiger Beschluss wird wohl noch einige Wochen auf sich warten lassen.“

Und Thies könnte Recht behalten. Denn auch wenn der NFV nun nach der Videokonferenz einen Fahrplan bis zum 11. Mai vorgestellt hat, wie mit der laufenden Saison umgegangen werden könnte, geht das Warten für Niedersachsens Fußballer weiter. Im schlimmsten Fall könnte eine endgültige Entscheidung sogar erst Mitte Juli fallen. Das wäre der Fall, wenn sich der NFV strikt an die Regularien hält. Soll heißen: Um ein mögliches Abbruch-Szenario durchsetzen zu können, wäre ein außerordentlicher Verbandstag notwendig. Dieser erfordert jedoch für die Einberufung eine Frist von zehn Wochen. Der Verband will jedoch deutlich schneller handeln, wie Präsident Günter Distelrath in einer Pressemitteilung verlauten lässt: „Wir wollen zu einer Entscheidung nicht erst Mitte Juli kommen. Deshalb werden wir rechtlich prüfen, in wie weit sich eine verkürzte Ladungs- und Antragsfrist umsetzen lässt.“

Des Weiteren sieht der Fahrplan vor, dass der NFV-Verbandsvorstand zunächst einmal die vielfältigen Vereinsmeinungen bündeln und sie zu konkreten Vorschlägen zusammenzufassen will. Das alles vor dem Hintergrund, dass Bund und Länder am 6. Mai über mögliche Lockerungen der corona-bedingten Einschränkungen entscheiden, werden die Vorschläge dann in einem weiteren Schritt bewertet, um sodann im Verbandsvorstand die weitere Vorgehensweise, spätestens am 11. Mai, festzulegen.

Anlässlich des Meinungsbildes in den 33 NFV-Kreisen hatten sich die niedersächsischen Vereine mehrheitlich gegen ein Einfrieren ausgesprochen und plädierten stattdessen für den Abbruch. „Dieses Votum respektieren wir natürlich. Die Vielzahl der unterschiedlichsten Rückkopplungen, die uns unmittelbar und mittelbar danach erreicht haben, zeigt aber auch, dass wir jetzt tiefer in die Thematik einsteigen müssen, weil immer noch ein nicht unerheblicher Informationsbedarf besteht“, erklärt Distelrath. Jedem müsse klar sein, dass Abbruch nicht gleich Abbruch sei und dass es unterschiedliche rechtlich mögliche Szenarien gebe.

Somit müssen sich Niedersachsens Fußballer mindestens noch bis zum 11. Mai gedulden, ehe der Verbandsvorstand verkündet, wie die weitere Vorgehensweise aussehen wird. Zumindest das ist aber ja ein überschaubarer Zeitraum. kc

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