Während Daverden und SG-Reserve um Aufstieg spielen, sieht es in Morsum und Verden nicht so rosig aus

Panitz: „Würden uns nicht wehren“

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Morsums Martin Eschkötter spricht von Abstiegskampf.

Verden - Von Björn Lakemann. Eitel Sonnenschein herrscht aktuell im Lager der beiden Handball-Landesligisten SG Achim/Baden II und TSV Daverden: Beide Teams kassierten bisher erst eine Saisonniederlage und liegen damit aussichtsreich im Rennen im Kampf um den Aufstieg in die Verbandsliga. Nicht ganz so rosig sieht es indes beim TSV Morsum und der HSG Verden-Aller aus. Mit lediglich acht Punkten beträgt der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz gerade einmal zwei Punkte.

Verantwortlich für den guten Lauf seiner Mannschaft ist für Daverdens Trainer Thomas Panitz der gesunde Mix zwischen jungen und erfahrenen Spielern. Dennoch will er seine Mannschaft trotz der guten Ausgangslage auf keinen Fall unter Druck setzen. „Der Aufstieg ist kein Muss. Aber wir würden uns dagegen sicher nicht wehren“, gibt Panitz mit einem Schmunzeln zu verstehen. Dass die Daverdener nicht zu Unrecht hinter Spitzenreiter Fredenbeck auf Platz zwei rangieren, unterstreicht die Tatsache, dass die Grün-Weißen neben dem besten Angriff auch über eine der stärksten Defensive der Liga verfügen. Dabei resultiert die einzige Niederlage, die Panitz noch immer verärgert, ausgerechnet aus der Auftaktpartie in Spaden. „Danach haben wir aber nicht mehr viel anbrennen lassen. Besonders ärgerlich sei dabei die Auftaktniederlage in Spaden. Doch in der Folge ließ sein Team eine beeindruckende Reaktion von neun Siegen und nur einem Remis im Derby gegen die SG-Reserve, welches eigentlich schon gewonnen war, folgen.

Dessen Coach Karsten Krone ist mit dem bisherigen Saisonverlauf ebenfalls alles andere als unzufrieden. „Auch unsere einzige Niederlage beim Tabellenletzten Stedingen war nicht so tragisch, da wir danach gleich zurück in die Spur gefunden haben“, setzt Krone sogar auf einen Lerneffekt bei seiner Mannschaft durch diese Pleite. Als größte Stärke sieht der SG-Trainer die massive 6:0-Deckung sowie die ebenfalls gute Mischung aus Alt und Jung. Krone: „Wenn den jungen Fohlen die Puste ausgeht, bringt zum Beispiel Florian Schacht wieder Ruhe ins Spiel. Auch Spieler wie Tim Borm, Tobias Naumann oder Arne Zschorlich sind unverzichtbar für den Einbau der jungen Akteure.“ Dabei setzt der SG-Coach schon jetzt auf die A-Jugendlichen Marc Wendel, Max Schirmacher oder Erik Schmidt.

Etwas anders sieht es da bei Verden-Aller aus. Zumindest tabellarisch steckt die HSG mitten im Abstiegskampf. Das weiß auch Boris Linnemann. „Eigentlich hatten wir uns ein ausgeglichenes Punktekonto zu diesem Zeitpunkt als Ziel gesetzt. Allerdings haben wir vier Punkte unnötig liegen gelassen“, spricht der HSG-Trainer nicht von ungefähr von einer durchwachsenen Hinrunde. Gleichwohl macht sich Linnemann keine großen Sorgen um den Klassenerhalt. „Ich bin davon überzeugt, dass wir uns noch steigern werden. Das unterstreichen die Leistungen im Training, die es nun umzusetzen gilt. Letztlich fehlt es nur etwas an der nötigen Konstanz. Sollen wir dann von Verletzungen verschont bleiben, ist mir nicht bange“, kommt ein möglicher Abstieg in Linnemanns Planungen nicht vor.

Deutlich mehr Sorgen äußert da schon Morsums Coach Martin Eschkötter. „Wir haben schon sehr viele Baustellen zu beackern. Nur gut, dass wir bei mutmaßlichen drei Absteigern und unserer katastrophalen Bilanz an Gegentoren schon acht Punkte auf dem Konto haben“, verdeutlicht Eschkötter, der zusammen mit Gerd Anton die „Schießbude“ der Liga trainiert. Die hohe Flut an Gegentoren ist für Morsums Coach der mangelnden körperlichen Präsenz und der fehlenden Schnelligkeit geschuldet. „Unsere Kondition ist nicht gerade auf den besten Stand“, weist Eschkötter auf das Manko hin. Um dem drohenden Abstieg zu vermeiden, setzen die Morsumer auf die Heimstärke in den Duellen gegen die direkten Konkurrenten. „Die Niederlage in Verden ärgert mich noch immer. Über Daverden und Achim/Baden brauchen wir nicht groß zu reden. Die sind nicht unsere Kragenweite. Wir müssen gegen ganz andere Teams punkten“, bleibt Morsums Spartenleiter Martin Eschkötter Realist.

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