Wackliger 28:26-Sieg der Oytener Drittliga-Handballerinnen gegen Buxtehude II

Vampires fahren Achterbahn

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Kam spät und traf zweimal für den TVO: Christin Lena Schulz.

Oyten - Von Frank von Staden. Achterbahnfahrt der Gefühle am Sonntag für die Drittliga-Handballerinnen der TV Oyten Vampires und ihren Trainer Sebastian Kohls, dessen Pulsschlag beim knappen 28:26 (16:12)-Heimerfolg über das Nachwuchsteam des Buxtehuder SV II im Minutentakt rauf und runter raste. „Ja“, gestand der Coach dann später ein, „ich habe heute ein Wechselbad der Gefühle durchlebt.“

Die Leistung seiner Schützlinge war aber auch eine echte Berg- und Talfahrt. Vor allem im zweiten Durchgang, als es auf dem Feld teilweise vogelwild zuging, die Oytenerinnen einfach keine Bindung mehr zum Spiel fanden und sich mit den Gästen im Vergeben von besten Einwurfmöglichkeiten einen Wettstreit lieferten.

Richtig spannend wurde es gar noch einmal, als die Blau-Roten nach dem 20:16 (40.) durch die wieder einmal in Deckung als auch Angriff zielstrebig aufspielende Jana Kokot binnen weniger Minuten durch viele Fehler den Vorsprung verdaddelten und Buxtehudes Julia Herbst das 20:20 gelang. Zwar fingen sich die Oytenerinnen danach für kurze Zeit, lagen in der 51. Minute durch Jacqueline Reinhold wieder mit 25:21 in Front, doch auch dieser Vorsprung schmolz noch einmal. Und drei Minuten vor Spielende setzte es dann bei 28:25 auch noch eine doppelte Unterzahl für den TVO. „Wir haben uns da immer wieder selbst zurückgeworfen“, haderte da Kohls später.

Letztlich aber scheiterten die Gäste an ihrer Unerfahrenheit. Immerhin bestand das Team zum größten Teil aus A-Jugendliche des jüngeren Jahrgangs, da viele der Stammkräfte mit nach Paris zum EHF-Pokal der 1. Damen mitgenommen wurden. Zweimal verfehlte so Katharina Meier aussichtsreich von Außen das Tor, einmal reagierte TVO-Keeperin Romina Kahler gegen die völlig freie Julia Herbst glänzend. „Schon deshalb hätten wir heute durchaus einen Punkt verdient gehabt“, trauerte da BSV-Trainer Igor Sharnikau diesen Großchancen etwas hinterher. Kritik aber wollte er an seinem Team nicht üben. Zu jung sei es dafür. Immerhin war die 20-jährige Lotta Heinrich, die sechsmal traf, die Älteste in diesem Team, das den TVO durchaus vor Probleme stellen konnte.

Am Ende aber war Sebastian Kohls die Vorstellung seiner Mannschaft erst einmal egal: „Wichtig ist, dass wir wieder zwei Punkte einfahren konnten und so nun den sechsten Sieg in Folge verbucht haben.“

TV Oyten: Janßen (1.H), Kahler (2.H.) - Reinhold (6/2), K. Kruse (1), Zitnikov (1), Engelke (8/1), A.-L. Kruse (4), Kokot (6), Schulz (2), Franke.

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