Flieger Trophy gewonnen / Weitere Siege

Vovcenkos Schäng sorgt für Knaller in Hamburg

Pavel Vovcenko

Verden - Der dritte Meetingtag der Derbywoche in Hamburg-Horn stand ganz im Zeichen der Aktiven aus dem Kreis Verden. Trainer Pavel Vovcenko (Achim-Bollen) gewann mit Schäng sowie Falconettei die beiden höchstdotierten Rennen, Trainerin Ines-Jördis Meineke (Oyten) sorgte mit dem Sieg von Dark Fighter für die größte Überraschung. Und auch Hindernischampion Cevin Chan (Blender) ging nicht leer aus, er saß im Seejagdrennen im Sattel des Siegers Falconettei.

Für den Knaller sorgte der von Vovcenko trainierte dreijährige Schäng in der mit 55 000 Euro dotierten und über 1200 Meter führenden „Hamburger Flieger Trophy“ – ein Rennen der Europagruppe III. Der Hengst siegte mit dem Italiener Federico Bossa überraschend leicht mit über drei Längen vor Fly First mit Andreas Helfenbein und Daring Match mit Alexander Pietsch. „Wir hatten trotz des schweren Bodens richtig Mumm auf das Rennen. Schäng hat sich mit dieser starken Leistung nochmals ein Stückchen verbessert“, freute sich Vovcenko.

Nur eine Stunde später durfte er erneut strahlen und stand wieder ganz oben auf dem Siegerpodest. Dieses Mal war auch Jockey Cevin Chan (Blender) dabei. Der mehrfache Deutsche Champion der Hindernisjockeys zeigte auf dem siebenjährigen Wallach Falconettei in dem mit 14 000 Euro dotierten und über 3600 Meter führenden Seejagdrennen wieder einmal einen klasse Ritt. Alle 13 Pferde aus Schweden, Italien, Polen und Deutschland kamen in diesem spektakulären Rennen über den Kurs. Chan hielt sich bis zum See im Mittelfeld auf. Nachdem sich Falconettei als guter Schwimmer erwiesen hatte und das Paar als Vierter aus dem See gekommen war, warf Chan den Turbo an – sofort war der Wallach überlegen. Am Ende siegte Falconettei mit sage und schreibe 44 (!) Pferdelängen Vorsprung vorm schwedischen Gast Force Group mit Mark Quinlan, Supervisor mit Julian Marinov und dem italienischen Gast Collar An Tie mit Thomas Garner. In dieser Form muss Falconettei in Deutschland außer seinen Stallgefährten Kazzio über Hindernisse keinen Gegner fürchten.

Für die Überraschung des Tages sorgte in einem mit 10 000 Euro dotierten und über 1600 Meter führenden Ausgleich III Stall Moorbocks (Armsen) Dark Fighter, der von Jördis-Ina Meinecke trainiert wird. Nicht sein favorisierter vierjähriger Bruder Dark Forrest, der an den Bodenverhältnissen scheiterte, spielte in diesem Rennen eine Rolle, sondern der Siebenjährige. Mit Tommaso Scardino übernahm Dark Fighter bald nach dem Start die Führung und gab sie nicht mehr ab. Er gewann als 225:10-Außenseiter mit eindreiviertel Längen vor All Win mit Martin Seidl und Myrtille mit Filip Minarek. „Ich hatte schon vorm Rennen ein gutes Gefühl, da Dark Fighter diesen Boden liebt. Er hat mich nicht enttäuscht“, freute sich Meinecke über diesen doch für viele Turffans etwas unerwarteten Sieg. Stall Moorbock hatte mit der Stute Goncharga in einem Ausgleich IV über 1600 Meter noch ein weiteres Pferd in Hamburg am Start, doch die sonst sehr formbeständige Stute scheiterte ebenso wie Dark Forrest am schweren Boden und belegte im Neuner-Feld nur Platz acht. 

jho

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