Vorbereitung läuft beim Fußball-Landesligisten TSV Bassen aber nicht optimal

Mission: Klassenerhalt

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Von einer ordentlichen und letztlich auch erfolgreichen Rückrunde überzeugt: Bassens Landesliga-Trainer Marco Holsten.

Bassen - Von Frank von Staden. Wer in dieser Woche Zaungast bei der Vorbereitungsphase des Fußball-Landesligisten TSV Bassen war, der glaubte dem Training einer Handball-Mannschaft beizuwohnen. Gerade in der Zeit, wo die Kraft- und Ausdauergrundlagen für die ab 1. März anstehende Rückrunde gelegt werden sollen, konnte Coach Marco Holsten aus einem 26er-Kader teilweise nur eine einstellige Spieleranzahl in seinem Trainingsheft notieren. Dabei hat sich der amtierende Bezirksliga-Meister doch fest die „Mission: Klassenerhalt“ auf die Vereinsfahnen geschrieben.

„Ja“, runzelt da Holsten etwas die Stirn, „wir haben momentan tatsächlich eine größere Anzahl an Verletzten, Urlaubern, Studenten in Prüfungsstress oder Schichtdienstlern.“ Doch will der Übungsleiter das nicht zu hoch hängen. „Wir sind jetzt seit dem 16. Januar wieder forsch dabei. Freitags nimmt die Trainingsbeteiligung immer schwunghaft zu. Weil dann eben fast alle können. Wir haben nun einmal keine finanziellen Mittel wie andere Vereine, um die Spieler zum Training zu zwingen. Doch ich weiß, dass sich bei uns keiner drückt!“

Einer, der seit Januar fast alle Trainingseinheiten in Oyten auf dem Kunstrasenplatz mitmachen konnte, ist Hoffnungsträger Florian Thiel. Seit dem 10. Oktober 2014 zwang eine schwere Fußverletzung den Goalgetter zum Pausieren. „Ich habe dosiert begonnen, bin jetzt aber voll dabei und konnte am Mittwoch schon eine Halbzeit beim 5:0 im Testspiel gegen den FC Worpswede mitmachen. Ich werde alles versuchen, um wieder zu meiner Form zu finden. Nach 17 Wochen Durststrecke hoffe ich, dass ich der Mannschaft gleich im ersten Spiel am 1. März in Osterholz zur Verfügung stehen kann – wenn mich der Trainer denn aufstellt“, so der Stürmer, der sich lange in Behandlung bei Teamarzt Parwis Azimi befand und dort auch von einer Spezialbehandlung profitierte. „Einer Laser-Dusche“, verrät der Mediziner aus Achim-Baden auf Nachfrage und fügt an: „Es gibt heutzutage einige neuere Behandlungsmethoden, die es erlauben, den Spieler sehr viel früher wieder zurück auf den Platz schicken zu können.“ Da Azimis Ärzte-Team kürzlich durch Dr. Leszek Kalicki verstärkt wurde, „werde ich mir zukünftig noch mehr Zeit nehmen können, um die Bassener Jungs im harten Abstiegskampf unterstützen zu können – wenn es denn notwendig sein sollte.“

Nicht nur bei Florian Thiel war Azimis Fachwissen gefragt. Dennis Wiedekamp, Winterrückkehrer vom Oberligisten TSV Ottersberg, zog sich kürzlich eine Leistenblessur zu, trug sich damit zusätzlich auf die Liste eines bereits gut gefüllten Lazaretts ein, auf der schon Spieler wie David Hennig, Mirko Lüders, Kai Wessel oder auch Marcel Meyer stehen.

„Doch bin ich überzeugt, dass wir gut gerüstet in die heiße Phase der Saison einsteigen werden“, lässt sich da Holsten absolut nicht aus der Ruhe bringen. „Nur hoffe ich, dass wir demnächst endlich unsere eigenen Plätze nutzen können. Denn für die Erprobung des Ernstfalles ist Kunstrasen nicht gerade der richtige Untergrund. Ohne die Oytener Spielstätte allerdings wären wir momentan aufgeschmissen!“

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