Balance aus Arbeit und Reiten ist enorm wichtig

Kirchlintelnerin Hedda Roggenbuck: „Von Pferden bekomme ich nie genug“

Ein eingespieltes Team im Springparcours: Hedda Roggenbuck und Catwick.
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Ein eingespieltes Team im Springparcours: Hedda Roggenbuck und Catwick.

Verden – Hedda Roggenbuck ist nicht nur im Kreis Verden auf Springturnieren erfolgreich. Mit ihren Pferden Asti und Catwick gehört die 28-Jährige quasi zum Inventar eines jeden Wettbewerbs, auch überregional. Neben der Reiterei dreht sich im Leben der Kirchlintelnerin ebenfalls alles um Pferde, denn gemeinsam mit ihren Eltern führt sie das Reitsportfachgeschäft Sporthaus Verden.

Auf dem eigenen Hof der Roggenbucks trainiert die erfolgreiche Springreiterin ihre Pferde, bildet Jungpferde aus oder lässt bei einem Ausritt einfach mal die Seele baumeln. Hedda Roggenbuck ist mit Pferden aufgewachsen. „Schon meine Eltern haben Springen geritten. Wir hatten immer Pferde“, erklärt sie.

Training auf dem eigenen Hof

Bereits als Kind war Hedda Roggenbuck auf dem Rücken der eigenen Ponys und Pferde zuhause. Als sie älter wurde, gaben ihre Eltern die eigene Zucht auf, um im Stall Platz für die Ponys der Tochter zu schaffen. Jede Schulferien verbrachte sie bei Herrn Weist in der Reit- und Fahrschule und bildete sich reiterlich weiter. „Heute weiß ich, wie wichtig eine gute Grundausbildung für Reiter und Pferd ist“, berichtet die erfolgreiche Springreiterin.

Während des Studiums an der Hochschule Hannover, an der Hedda Roggenbuck International Business studierte, verbrachte sie ein Semester in Südafrika, wo sie im Auktionsbüro des Callaho Stud im Bereich Marketing tätig war. Zwei weitere Auslandssemester brachten sie nach Irland. Auch dort sammelte sie nach den Vorlesungen in einem Verkaufs- und Ausbildungsstall viele wichtige Erfahrungen. Nicht nur in Südafrika und Irland, sondern auch in Kanada, wo sie bei Spruce Meadows mit Albert Kley arbeitete, konnte sie einige Eindrücke für das Training der eigenen Pferde mitnehmen.

Mein Kindheitstraum war es immer Deutsche Meisterschaften zu reiten.

Hedda Roggenbuck

„Mein Kindheitstraum war es immer Deutsche Meisterschaften zu reiten“, erklärt Hedda Roggenbuck. Im Alter von 15 Jahren erfüllte sich mit Pony Max dieser Traum und es gelang sogar die Qualifikation für das Finale.

Eine berufliche Zukunft im Reitsport konnte sich Hedda Roggenbuck dennoch nicht vorstellen. „Ich war schon immer unheimlich gerne in unserem Laden. Meine Eltern haben sich das Geschäft schon in den 80er Jahren aufgebaut und ich liebe die Arbeit dort“, sagt sie.

Machen auch auf den heimischen Weiden eine gute Figur: Hedda Roggenbuck und Schimmel Catwick.

So beginnt der Tag für Hedda Roggenbuck bereits um 6 Uhr mit der Pflege und dem Training der Pferde, bevor sie ab 10 Uhr im Sporthaus Verden andere Reiter berät und ausstattet. Die Balance aus Arbeit und Reiten ist es, die für Hedda Roggenbuck so wichtig ist. „Das Eine macht das Andere erst möglich. Von Pferden habe ich aber auch nach einem langen Tag nie genug“, lacht sie.

Möglich machen dieses Leben vor allem Catwick, Asti und die junge Stute Charrera. Die engste Bindung hat die 28-Jährige aber mit Catwick. Gemeinsam feierten die beiden auch die größten Erfolge wie den Landesmeistertitel im Jahr 2019. Mit dem Cornado-Sohn ist Hedda Roggenbuck nun seit zwei Jahren ein Team. Der Schimmel ist trotz seines riesigen Sprungvermögens nicht immer ganz einfach. So kam es auch, dass der ehemalige Besitzer Karl-Heinz Klasen, mit dem Hedda eine enge Freundschaft verbindet, ihr das Pferd schenkte. Catwick ebnete ihr nun aber auch den Weg bis hin zu den Deutschen Amateurmeisterschaften in Münster-Handorf Ende September. Dieses Turnier beendeten Hedda Roggenbuck und Catwick im Finale, einem S*-Springen mit Stechen, fehlerfrei und sicherten sich Platz drei im Finale und 14 in der Gesamtwertung.

Pferde sind aber immer so positiv und wollen immer alles richtigmachen. Wenn man seinen Tag mit diesen freundlichen Tieren beginnt, ist es ein perfekter Start. Das ist unbezahlbar.

Hedda Roggenbuck

Eine lange Weggefährtin, die ihr viele Siege vor allem in schnellen M*-Springen einbrachte, ist die mittlerweile 18-jährige Stute Asti. Sie ist schon lange im Besitz der Familie und war eigentlich das Pferd von Heddas Mutter Sabine. „Asti hat einen besonders starken Charakter. Im Parcours denkt sie immer mit. Sie ist in der ganzen Zeit richtig mit meiner Familie zusammengewachsen“, berichtet sie. Im vergangenen Jahr erwarb Hedda Roggenbuck dann die Stute Charrera auf der Hannoveraner Auktion in Verden. „Wenn ich mir mein Traumpferd erschaffen könnte, wäre es Charrera sicherlich sehr ähnlich!“

Etwas ändern wollen würde die leidenschaftliche Reiterin an ihrem Leben nicht. „Im beruflichen Leben hat man immer wieder Dinge, die nicht funktionieren, wie man es sich erhofft hat und die man verbessern kann. Pferde sind aber immer so positiv und wollen immer alles richtigmachen. Wenn man seinen Tag mit diesen freundlichen Tieren beginnt, ist es ein perfekter Start. Das ist unbezahlbar“, schließt Hedda Roggenbuck.

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