Sabine Kurpicks Engagement auch unter Coronabedingungen ungebremst

Voltigiertrainerin aus Leidenschaft

Im RV Aller-Weser wird auch das Voltigieren – hier auf dem Hannoveraner Raabe – unter Trainerin Sabine Kurpick großgeschrieben.
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Im RV Aller-Weser wird auch das Voltigieren – hier auf dem Hannoveraner Raabe – unter Trainerin Sabine Kurpick großgeschrieben.

Für die Voltigierer des RV Aller-Weser und ihre Trainerin Sabine Kurpick starten endlich wieder fast normale Trainingsmöglichkeiten. Monatelang musste für alle Kinder der Unterricht aufgrund der Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ganz abgesagt werden. Seit Kurzem darf zumindest in Kleingruppen wieder trainiert werden.

Verden – Allerdings auch das nur unter der Einhaltung eines strengen Hygienekonzeptes. Partnerübungen auf dem Pferd mit Körperkontakt sind zum Beispiel nicht möglich. Ausnahmen gibt es aktuell nur für Sportler und Sportlerinnen, die in den Bundeskader berufen wurden. Gerade bei den Jüngsten, der Altersgruppe drei bis acht, leistete ein Elternteil abwechselnd ehrenamtliche Arbeit und achtete am Rande der Bande auf die Einhaltung der Maßnahmen, wie beispielsweise die Maskenpflicht.

Es darf wieder in Kleingruppen trainiert werden

Kinder bis 14 Jahre durften in Gruppen bis maximal zehn Teilnehmer trainieren. Die Leistungsgruppe des Vereins, in der auch ältere Turnerinnen sind, war teilweise auf Einzelunterricht angewiesen. „Die Kinder dürfen derzeit auch nicht helfen das Voltigierpferd auf den Unterricht vorzubereiten, da der Abstand hier eben nicht gewährleistet werden kann. Sie sind aber froh, dass sie überhaupt wieder zum Training kommen können“, erklärt Sabine Kurpick, Leiterin der Voltigierabteilung. Seit dieser Woche dürfen nun endlich wieder auch die einschließlich 18-Jährigen in Gruppen von bis zu 30 Sportlern trainieren.

Wettbewerbe finden derzeit aber dennoch nur online und für höhere Leistungsklassen statt. Fünf Voltigiergruppen unterrichtet Sabine Kurpick aktuell. Darunter zwei Einheiten für Fortgeschrittene, die in der Altersgruppe von 11 bis 23 Jahren sind, sowie drei Anfängergruppen.

Wettbewerbe finden nur online statt

Die beiden Voltigierpferde des RV Aller-Weser gehören Sabine Kurpick selbst. Das sind der 21-jährige Hannoveraner Raabe und der zwölfjährigen Wars, den sie sogar selbst ausbildete. Das polnische Warmblut wird vor allem in den Anfängergruppen eingesetzt. Regelmäßig bildet sich die Trainerin über Fortbildungen wie zum Beispiel Longierlehrgänge weiter.

„Mit Wallach Wars war es Liebe auf den ersten Blick. Eigentlich war ich unterwegs, um mir ein anderes Pferd anzuschauen. Hier stimmte aber die Chemie nicht. Da Wars bisher nur vor der Kutsche gegangen war, musste ich die Ausbildung zum Voltigierpferd selbst übernehmen. Vom ersten Tag an hat Wars auf die Kinder aufgepasst, das hat mich überzeugt“, schwärmt Sabine Kurpick von ihrem Schimmel.

Zufällig zum Voltigieren gekommen

Die Übungsleiterin selbst absolvierte eine Lehre als Bereiter, aufgrund gesundheitlicher Probleme konnte die heute 54-jährige aber nicht weiter in diesem Beruf arbeiten. Heute ist sie in einem Seniorenheim tätig.

Zum Voltigieren kam die Inhaberin der Trainer-B-Lizenz eher zufällig. 25 Jahre führt sie mittlerweile Kinder an das Voltigieren und an das Thema Pferd heran. Besonders die Arbeit mit den Kindern ist für die Langwedelerin einer der lohnenswertesten Aspekte ihrer Nebentätigkeit.

„Das Schönste am Voltigieren ist zu sehen, wie die Kinder dabei aufblühen“

„Ich finde, das Schönste am Voltigieren ist zu sehen, wie die Kinder dabei aufblühen und wie viel Spaß sie haben. Es geht nicht nur um den Umgang mit dem Tier, sondern gleichzeitig steht auch der Sport in der Gruppe im Vordergrund“, berichtet die Trainerin, die anmerkt, wie positiv sich voltigieren auch auf die Entwicklung von Kindern mit körperlichen Einschränkungen auswirken kann. Das betrifft aber nicht nur Gleichgewichtsstörungen oder Ähnliches, sondern auch den positiven Einfluss auf logopädische Probleme. „Viele Kinder können sich durch den Umgang mit Pferden öffnen. Wenn man dann Fortschritte sieht, das macht am allermeisten Spaß“, schließt Sabine Kurpick.

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