Für Wulmstorfer B-Jugend-Handballer steht in Leipzig Etappenziel an

Nick Volmert nimmt Nationalteam ins Visier

Nick Volmert aus Wulmstorf (beim Wurf) im Trikot der Leipziger B-Jugend.
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Volle Kraft voraus: Nick Volmert (beim Wurf) im Trikot der Leipziger B-Jugend. Für den Wulmstorfer soll es das Sprungbrett in die Männer-Bundesliga sein.

Für Nick Volmert steht ein wichtiges Jahr an: Der B-Jugend-Handballer aus Wulmstorf hat sich beim SC DHfK Leipzig nach sechs Monaten akklimatisiert und nimmt nun während einer DHB-Sichtung im Februar die Nationalmannschaft ins Visier. Langfristig träumt der 15-Jährige wie alle Internats-Mitglieder beim sächsischen Vorzeige-Verein vom Sprung in die Männer-Bundesliga.

Wulmstorf – Rund um Weihnachten und den Jahreswechsel sollte für Handballer Nick Volmert, der seit dieser Saison beim DHfK Leipzig durchgestartet ist und im Sportinternat lebt, eigentlich Ruhe angesagt sein. Schließlich hat der Wulmstorfer in seiner neuen, sportlichen, Heimat eine Menge zu tun. Doch der Linkshänder ist auch in dieser Zeit in der Halle zu finden. „Ich kann einfach nicht anders“, schmunzelt der 15-jährige Gymnasiast. Bereits am Sonntag reiste er zurück nach Sachsen – am dritten Tag des neuen Jahres ging es sowohl im Training als auch auf der Schulbank wieder in die Vollen.

Es hat sich einiges geändert im Leben des Nick Volmert. Dreimal wöchentlich steht vor der Schulzeit eine Übungseinheit mit Lauf- und Krafttraining auf dem Programm. Nach der schulischen Belastung bis 15 Uhr geht es nach kurzer Pause wochentäglich mit Training weiter. „Hier im Sportinternat haben wir wirklich alle Möglichkeiten. Allerdings ist auch in Leipzig in unserer Mannschaft der Spaßfaktor sehr hoch“, schmunzelt Nick Volmert, der sich in relativ kurzer Zeit in der Messestadt akklimatisiert hat. Selbstredend vermisst der junge Handballer seine Familie sowie seine Freunde. In Leipzig hätten Spieler bei etwaigen Problemen wie Heimweh die Möglichkeit, einen (Sport)-Psychologen zu kontaktieren. Doch Nick Volmert nimmt das nicht in Anspruch, ist mit Enthusiasmus dabei und kann sich bestens entwickeln.

Ich schaue auf die Ergebnisse. Mehr geht einfach nicht.

Nick Volmert hat zu wenig Zeit, intensiver auf seinen Ex-Verein HSG Verden-Aller zu blicken.

Dass sein ehemaliges Team von HSG Verden-Aller in der Bundesliga spielt, sei für ihn allein zeitlich nicht mehr zu verfolgen. „Ich schaue auf die Ergebnisse. Mehr geht einfach nicht“, bedauert der Neu-Leipziger. Die Ziele aller Protagonisten im Sportinternat sind natürlich gleich. Sie wollen es in den Bundesligakader des DHfK schaffen oder den Durchbruch bei einem anderen Verein der Beletage realisieren. Dafür werden in Sachsen beste Voraussetzungen geschaffen.

Verweilen im elterlichen Garten – dazu bleibt Nick Volmert nur noch wenig Zeit.

Eine besondere Motivation gibt es für den Nachwuchs um Nick Volmert durch die Trainingseinheiten. Denn diese werden in der Trainingshalle neben der Spielstätte des Bundesligaachten Leipzig absolviert. Neben der Quarterback Immobilien ARENA wird fleißig trainiert. „Und ab und zu teilen wir uns die Fläche mit den Bundesliga-Profis“, staunt das Talent mit Wurzeln im Handballkreis Verden nicht schlecht. Der Sprung in den Elitekader sei freilich noch ein riesiger. Obwohl der Ex-Oytener Lennart Lingener, der ihn in Leipzigs Regionalliga-B-Jugend coacht, ihm das nötige Potenzial attestiert.

Im gleichen Atemzug teilte sein Trainer ihm allerdings mit, dass er dranbleiben müsse. Indes sei auch der Schritt zur Bundesliga-A-Jugend des DHfK groß. Volmert verdeutlicht: „So weit ist es noch nicht.“ In Sachen Kadernominierung für die Nationalmannschaft sei der Weg aber kürzer. Denn im Februar steht im olympischen und paralympischen Trainingszentrum Kienbaum, das etwa 40 Kilometer von Berlin entfernt in Brandenburg liegt, eine DHB-Sichtung auf dem Programm.

Coach Lennart Lingener traut Nick Volmert den Elitekader zu

Als jüngerer B-Jugend-Jahrgang (2006) will Nick Volmert dort zeigen, was er drauf hat. „Mein Trainer Lennart Lingener bescheinigt mir die Qualität, den Sprung in den Elitekader schaffen zu können. Jedoch muss ich voll konzentriert und hellwach sein“, hofft der gebürtige Wulmstorfer auf den großen Sprung.

Derzeit ist er noch in der Auswahl des Bundeslandes Sachsen am Start und dort gut unterwegs. Bleibt in Leipzig mal Zeit neben den Trainingseinheiten, verbringen Volmert & Co. sie zumeist am Leipziger Einkaufszentrum Höfe am Brühl. Sollte es mit der Nationalmannschaftsnominierung jedoch klappen, dürften diese Aktivitäten noch weiter eingeschränkt werden. Aber der junge aufstrebende Handballer fühlt sich eben in der Handball-Halle am wohlsten.

Von Björn Lakemann

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