Volleyball-Regionalligist schickt sein Vorbild Bremen 1860 mit einer 3:0-Packung auf die Heimreise

TV Baden brennt ein Feuerwerk ab

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Rammt hier das Leder kraftvoll durch die Bremer Abwehrmauer: Badens Stefan Baum.

Baden - Von Frank von Staden. Als sich die Volleyballer des TV Baden gründeten, blickten sie viele Jahre ehrfurchtsvoll Richtung Bremen, wo der Verein von 1860 das große Vorbild war. Zehneinhalb Jahre später dann der große Knall. Denn erstmalig konnten die Schützlinge von Badens Volleyball-Papst Peter-Michael Sagajewski den großen Nachbarn in die Knie zwingen, schickten ihn am Sonntagabend mit einer deutliche 0:3 (25:52, 25:17, 25:23)-Klatsche auf den Heimweg und befinden sich mit den Hanseaten damit nun auf Augenhöhe.

„Für uns geht ein Traum in Erfüllung. Denn 1860 ist an unserer Spielwut und an unserer mannschaftlichen Geschlossenheit eingeknickt. Damit haben wir uns in der Tabelle zu den Abstiegsplätzen den notwendigen Abstand verschafft und haben nach oben auch nur fünf Zähler Rückstand. Ich hoffe, dass das Signal, das die Jungs durch diesen tollen Sieg selbst gesendet haben, von ihnen nun verstanden wurde. Ich glaube, dass war heute der Befreiungsschlag“, verfasste da Sagajewski eine Lobeshymne nach der anderen auf seine Schützlinge.

Einen Akteur konnte der Coach dann aber doch noch aus einem sehr homogenen Team herausstellen: Alexander Decker. Denn der Youngster, der fast durchspielte, brillierte nicht nur mit guten Annahmen und Zuspielen, sondern brachte die Bremer mit seinen wuchtigen Angriffsschlägen schier zur Verzweiflung. „Ja“, räumte da Sagajewski ein, „Alexander hat eindrucksvoll gezeigt, warum er zu diesem Team gehört!“

Bereits in den ersten beiden Sätzen zeigte sich, dass die Gäste am Nikolaustag mit einem leeren Sack die Heimreise antreten würden. Denn egal, welche Aufgabe sie den Hausherren auch stellten, der TVB wusste sie zu lösen. Ein leicht verunglückter Aufschlag von Fynn Haverland, der aber zu einem Punkt wurde, brachte die „60er“ bei 19:14 gehörig aus dem Konzept. Am Ende rammte Haverland noch einen Schmetterball ins Feld – 25:11. „Einfach bombastisch, wie die Jungs in den ersten beiden Sätzen aufgespielt haben“, bejubelte da Sagajewski nach lange nach Spielschluss das Feuerwerk seines Teams. Denn auch Durchgang zwei, den die Bremer schließlich selbst mit einem Aufschlagfehler beendeten, stand ganz im Zeichen der Badener.

In den dritten Satz startete der TVB indes durchwachsen, lag schnell mit 5:10 zurück. So nahm Sagajewski auf der Zuspielachse einen Doppelwechsel vor, prompt lief es besser, servierten die Badener acht Punkte in Folge. Danach lief es dann wieder wie in den beiden Sätzen zuvor. Zwar bäumte sich 1860 hinten heraus noch einmal auf, doch mehr als ein letztes Zucken war es dann nicht, auch wenn es bei 25:23 noch etwas eng wurde.

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