Zweitligist muss sich Kieler TV erst nach fünf Sätzen geschlagen geben

Volleyball-Krimi zur Primetime beim TV Baden

Badens Jannik Haats (7) und Ole Sagajewski blocken in dieser Szene einen Angriffsball des Kielers Robin Hanke erfolgreich ab.
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Badens Jannik Haats (7) und Ole Sagajewski blocken in dieser Szene einen Angriffsball des Kielers Robin Hanke erfolgreich ab.

Als am Sonnabend um 22.44 Uhr der Primetime-Krimi in der Badener Lahofhalle beendet war, mussten nicht nur die Zweitliga-Volleyballer des TV Baden und des Kieler TV ordentlich durchschnaufen. Die rund 200 Zuschauer hielt es zu diesem Zeitpunkt schon längst nicht mehr auf ihren Sitzen. Immerhin wurde ihnen in fünf Sätzen Volleyballsport vom Feinsten geboten. Letztlich musten sich die Badener dem Kontrahenten von der Förde hauchzart mit 2:3 (25:21, 27:29, 22:25, 25:21, 11:15) geschlagen geben.

Baden – Natürlich waren die Hausherren im ersten Moment ob der Niederlage, die ihnen aber immerhin noch einen Punkt bescherte, etwas enttäuscht. „Doch die Jungs konnten sich später nichts vorwerfen, denn sie haben wirklich eine stabile Leistung abgerufen. Wenn wir das immer so machen, dann brauchen wir uns für die Saison keine Sorgen machen. Es war ein toller Abend“, schwärmte da später auch Badens Coach Werner Kernebeck.

Die Kommunikation beim TV Baden – hier Ole Sagajewski, Moritz Wanke und Alexander Decker – stimmte.

Der TVB startete dabei fast brachial gegen den vermeintlichen Favoriten. Nach den ersten zehn Punkten hatten sie dem Gast quasi den Schneid für den ersten Satz abgekauft, zeigte sich Kiel absolut irritiert. Und auch in Durchgang zwei präsentierten sich die Gastgeber enorm kernig, fanden immer wieder Lücken im Kieler Block und standen selbst im Abwehrverbund so eng, dass den Küstenstädtern so langsam die Ideen auszugehen schienen. „Ich war mir sicher, dass wir auch dieses Ding machen würden. Doch als es darauf ankam, haben sich die Kieler regelrecht freigebissen – Wahnsinn“, wusste Kernebeck zu diesem Zeitpunkt, dass sein Team schon etwas angeknockt war, nachdem es bei einer 24:22-Führung insgesamt fünf Satzbälle nicht nutzen konnte. So ging dann auch der dritte Durchgang an die Kieler, die sich nun selbst auf der Siegerstraße wähnten. Doch dann packten die Hausherren ihr Kämpferherz aus, spielten vor allem den letzten Ball fast immer ruhig aus und zwangen den KTV in die Verlängerung. „In der haben die Kieler dann einfach keinen Fehler mehr gemacht. Was die verteidigt haben, unglaublich“, zog da Kernebeck dann artig den Hut vor der Kieler Vorstellung im Tiebreak. Aber auch vor der Entscheidung der Gäste, Badens Mittelblocker Jannik Haats zum Badener MVP zu küren. Kernebeck: „Mit diesem Urteil erhielten unsere Mittelblocker endlich mal den Lohn für ihre starke Performance!“

Von Frank Von Staden

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